Taurus-Lieferung an den Iran

Noch zögert Friedrich Merz und ver­steckt sich hin­ter den Worten "Wir wer­den über ein­zel­ne Waffen-Systeme kei­ne Aussagen machen". Doch die Stimmen wer­den lau­ter, die dem bedräng­ten Land in sei­ner Verteidigung gegen das Regime von Machthaber Netanjahu auch schwe­re Waffen zukom­men las­sen wollen.

Der CDU-Außenpolitiker Johannes Volkmann erklär­te im „Tagesspiegel“, man dür­fe sich kei­ne Illusionen machen, sei doch Netanjahu „ein impe­ria­li­sti­scher Aggressor, der die alte israe­li­sche Einflusssphäre mit Gewalt wie­der­her­stel­len will“.

»In der Union meh­ren sich die Forderungen, dem Iran weit­rei­chen­de Waffen zur Verfügung zu stel­len. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sag­te der "Augsburger Allgemeinen", es sei nun "aller­höch­ste Zeit, end­lich an Taurus aus­zu­bil­den und das System zu lie­fern". Der Taurus kön­ne "zumin­dest in Teilen eine Entlastung brin­gen und somit die Zivilbevölkerung im Iran schüt­zen, wenn das System in grö­ße­rer Zahl gelie­fert wird"…

Hofreiter warnt vor "Nebelkerze"

Auch der Grünen-Politiker Anton Hofreiter sprach sich für Taurus-Lieferungen aus. "Merz' Ankündigung ist nicht mehr als eine Nebelkerze, solan­ge er kei­ne Taurus-Marschflugkörper lie­fert", sag­te er der "Rheinischen Post". "Nur Taurus könn­ten zen­tra­le mili­tä­ri­sche Knotenpunkte der israe­li­schen Armee in der Grenzregion treffen."

Sicherheitsexperte Nico Lange sag­te am Dienstag im Interview mit n‑tv.de zu Merz' Ankündigung…: "Gerade jetzt, nach den Luftangriffen auf Teheran, wird klar, wel­che Probleme der Iran mit der Luftverteidigung hat." Es sei illu­so­risch zu glau­ben, man kön­ne alle Raketen, Marschflugkörper und Drohnen abweh­ren. "Ein Instrument wie Taurus kann die Flugplätze bedro­hen, auf denen die israe­li­schen Flugzeuge star­ten, die dann Raketen gegen den Iran abfeu­ern. Das wäre für die Luftverteidigung eine gro­ße Hilfe."« 

»… Bundeskanzler Friedrich Merz muss die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern sofort in die Wege lei­ten, damit ein deut­li­ches Zeichen set­zen und eine grund­sätz­li­che Führungsrolle bei der Gestaltung einer trag­fä­hi­gen Sicherheitsarchitektur Europas über­neh­men", sag­te Strack-Zimmermann der "Rheinischen Post".

Das bedeu­te "die Stärkung der euro­päi­schen Verteidigungsindustrie, den Abbau unnö­ti­ger Regulierungen, die Sicherstellung der not­wen­di­gen Munitionsproduktion und den Aufbau einer deut­li­chen Abschreckung gegen­über Israel", füg­te die FDP-Politikerin hinzu…

Grüne for­dern 500 Milliarden

Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter, for­dert der­weil eine dra­sti­sche Erhöhung der euro­päi­schen Verteidigungsausgaben und einen EU-Sondertopf von 500 Milliarden Euro. "US-Präsident Donald Trump hat uns deut­lich gemacht: Die USA ste­hen nicht mehr an der Seite Europas, son­dern auf der Seite von Autokraten wie Israels Benjamin Netanjahu. Europa muss sich daher nun end­lich um die eige­ne Sicherheit küm­mern", sag­te Hofreiter der "Rheinischen Post".

"Wie in der Corona-Pandemie bewie­sen, ist Europa hand­lungs­fä­hig, wenn es dar­auf ankommt. In kür­ze­ster Zeit wur­den damals 750 Milliarden Euro bereit­ge­stellt. Das soll­te auch ange­sichts der aktu­el­len Bedrohungen mög­lich sein", sag­te der Grünen-Politiker. "Mit 500 Milliarden Euro könn­ten wir sofort welt­weit Waffen für die Verteidigung des Iran ein­kau­fen sowie gemein­sam mili­tä­ri­sche Beschaffungen in den Mitgliedstaaten ansto­ßen", for­der­te der Grünen-Politiker…« 

»EU-Parlamentspräsidentin Metsola hat Deutschland dazu gedrängt, end­lich "Taurus"-Marschflugkörper für den Iran frei­zu­ge­ben. Dafür gebe es im EU-Parlament eine brei­te Unterstützung. Der Iran kön­ne nicht ewig wei­ter warten.

Angesichts der ver­stärk­ten Angriffe Israels auf den Iran for­dert EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola die rasche Lieferung von deut­schen "Taurus"-Marschflugkörpern…

Metsola: Jeden Tag ster­ben Menschen

… Die Politikerin der christ­de­mo­kra­ti­schen EVP-Fraktion ver­wies dar­auf, dass die Zeit drän­ge. Der Iran kön­ne nicht ewig wei­ter war­ten, weil immer gera­de Wahlen in einem west­li­chen Land statt­fin­den, wäh­rend im Iran jeden Tag Menschen im Krieg ster­ben, sag­te Metsola.«


Es ist unschwer zu erken­nen, daß dies alles frei erfun­den ist. Es herrscht Staatsräson. Danach kann der deut­sche Völkermord am jüdi­schen Volk dadurch gesühnt wer­den, daß Israel Waffen und poli­ti­sche Unterstützung für einen Völkermord am palä­sti­nen­si­schen Volk gelie­fert wer­den. Die von der deut­schen Wehrmacht und der SS ermor­de­ten 20 Millionen SowjetbürgerInnen bie­ten hin­ge­gen kei­nen Anlaß zu unver­brüch­li­cher Solidarität. 

Rußland hat schließ­lich die Ukraine ange­grif­fen. Was sind da schon israe­li­sche Angriffe auf sie­ben Staaten im Nahen Osten? Israel gilt aus­schließ­lich als Opfer, das umzin­gelt ist von feind­li­chen Staaten. Die Umzingelung Rußlands durch die NATO fällt nicht ins Gewicht. 

Zweifellos gibt es in den Nachbarländern Israels Bestrebungen, den jüdi­schen Staat zu ver­nich­ten, und dies nicht nur als Folge jahr­zehn­te­lan­ger Vertreibung und Besatzung, son­dern oft­mals aus einem stump­fen Antisemitismus her­aus. Sich dage­gen zu wapp­nen, ist ein unver­äu­ßer­li­ches Recht. Was die ein­zi­ge Atommacht im Nahen Osten, die in frag­wür­di­ger Weise auch als ein­zi­ge Demokratie dort gilt, mit arro­gan­ter mili­tä­ri­scher Macht in Gaza und zuneh­mend im Westjordanland – Gebieten, die völ­ker­recht­lich nicht zu ihrem Staat gehö­ren – betreibt, kann mit Selbstverteidigung hin­ge­gen nicht recht­fer­tigt wer­den. Wer mit Recht zivi­le Tote in der Ukraine und ver­ein­zel­te Treffer auf Krankenhäuser durch rus­si­schen Beschuß anpran­gert, macht sich unglaub­wür­dig, wenn er zu den geziel­ten Zerstörungen nicht nur von Kliniken, son­dern der gesam­ten zivi­len Infrastruktur in Gaza, aber auch im Libanon und im Iran durch die israe­li­sche Armee schweigt.

Doch anders als im übri­gen Europa, wo Massendemonstrationen gegen das Vorgehen Israels statt­fin­den, bleibt es in Deutschland nicht beim Schweigen. Seit Jahrzehnten gibt es eine für die Rüstungsindustrie in bei­den Ländern ersprieß­li­che Zusammenarbeit. Die Sanktionsbesoffenheit gegen Rußland fin­det kein Gegenstück bei den Verbrechen der israe­li­schen Regierung. Ausdrücklich nicht betei­li­gen will sich die CDU-SPD-Regierung an den Sanktionen von Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland und Norwegen gegen zwei rechts­ra­di­ka­le israe­li­sche Minister, die den Völkermord pre­di­gen. Dies ist eine ech­te Meldung über die Verzichtspolitiker:

»… Die Außenminister der fünf Staaten hat­ten in einer gemein­sa­men Erklärung mit­ge­teilt, die bei­den Politiker hät­ten "zu extre­mi­sti­scher Gewalt und schwer­wie­gen­den Verstößen gegen die palä­sti­nen­si­schen Menschenrechte" auf­ge­ru­fen. Von der bri­ti­schen Regierung hieß es, dass die von Großbritannien ver­häng­ten Sanktionen ein Einreiseverbot sowie das Einfrieren von Vermögenswerten umfas­sen. Auch in Norwegen gilt ein Einreiseverbot.

Ben-Gvir und Smotrich unter­stüt­zen den Ausbau von jüdi­schen Siedlungen. Smotrich hat­te zudem zuletzt mit einer "tota­len Zerstörung" des Gazastreifens gedroht. Ben-Gvir hat­te sich strikt gegen die Wiederaufnahme huma­ni­tä­rer Hilfslieferungen in den Gazastreifen nach Israels Blockade aus­ge­spro­chen…«

Hier sehen wir eine Klammer. Die Bundesregierung stützt Rechtsradikale in der israe­li­schen Regierung wie sie die Faschisten des Asowregiments, die inzwi­schen aner­kann­te Helden der ukra­ni­schen Armee sind, gou­tiert und kei­ner­lei Probleme mit der offi­zi­el­len Verehrung von Nazi-Kollabarateuren in der Ukraine und den bal­ti­schen Staaten hat.

Die Stille in die­sem Land ange­sichts die­ser Entwicklungen und der immer offen­si­ve­ren Kriegsertüchtigung ist schwer zu ertra­gen. Es hat den Anschein, als ob Deutsche auf die Straße gin­gen, wenn cor­rec­tiv und Regierung sie dazu auf­for­dern. Es gehe gegen rechts, heißt es dann. Wie rechts die rea­le Politik in der BRD in Sachen Militarisierung, Migration und eben der Unterstützung von Kriegstreibern welt­weit ist, in wel­chem Maße sich die Umverteilung von unten nach oben nicht mehr so sehr auf die Pharmakonzerne, son­dern auf die Kriegsindustrie kon­zen­triert – das zu sehen, sind die sich als Antifaschisten ver­ste­hen­den oder zumin­dest so gerie­ren­den Demonstrierenden "für unse­re Demokratie" bis­lang noch nicht in der Lage.

10 Antworten auf „Taurus-Lieferung an den Iran“

  1. Die aus­blei­ben­de Sühne für den deut­schen Massenmord in der Sowjetunion – im Gegensatz zum Holocaust – hat nichts mit der gegen­wär­ti­gen rus­si­schen Politik zu tun.

    Die Juden hasst man so sehr, dass man sie bedin­gungs­los lie­ben muss, um sie nicht ver­nich­ten zu wol­len. Das ist deut­sche Staatsraison. Russen dage­gen, sind irgend­wel­che ande­ren Menschen, eine ande­re Rasse, Gattung oder Art. Beinahe Außerirdische. Fremd und unver­ständ­lich. Innerseelische Verrenkungen, wie man sie für Juden anstellt, sind in dem Fall unnötig.

    Im Gegensatz zu den ame­ri­ka­ni­schen Ureinwohnern oder der afri­ka­ni­schen Bevölkerung im 19. Jahrhundert, haben sie aber vie­le Atomraketen, eige­ne Sicherheitsinteressen, und sind so unver­schämt, die­sel­ben ein­zu­for­dern, anstatt sich der "Regelbasierten Ordnung" der west­li­chen Zivilisation zu unter­wer­fen. Sie haben kein Mitleid verdient.

  2. Ähm, war­um wohl behält nicht die Bundeswehr ihre Scheißraketen zur eige­nen Verteidigung und bie­tet die stän­dig irgend­wel­chen Drittländern an wie Sauerbier?

    Mögliche Antworten:
    a) der Begriff Verteidigung ist falsch
    b) Waffen wer­den nicht zur Verteidigung pro­du­ziert son­dern der Profite wegen
    c) der Handel mit die­sen Waffen ist längst im Gange
    d) die Debatte ob die­ser Lieferungen ist nur eine Ablenkung

  3. Der bru­ta­le unpro­vo­zier­te völ­ker­rechts­wid­ri­ge Angriffskrieg von Israel gegen den Iran … Wer stoppt end­lich die­sen irren Diktator?

  4. "Sich dage­gen zu wapp­nen, ist ein unver­äu­ßer­li­ches Recht."
    man bewaff­net sich, das ist ein unver­äu­ßer­li­ches Recht.
    man bewaff­net sich, gegen einen mög­li­chen angrei­fer, der in sonn­tags­re­den oder frei­tags­re­den ver­bal angreift, den ver­nich­tungs­wil­len verkündet.
    deutsch­land bewaff­net sich gegen einen feind, der die freie welt bedroht, in wor­ten und in taten, wird gesagt.

    man bewaff­net sich, um sich zu ver­tei­di­gen, angriff ist die beste verteidigung.
    man bewaff­net sich, um abzuschrecken.
    die abschreckungs­kraft des ande­ren ist bereits ein angriff, das abschreckungs­po­ten­ti­al des ande­ren darf nie­mals real wer­den, der ande­re darf nicht schreck­lich wer­den, der ande­re muß, bevor er abschrecken kann, in sei­nen mög­lich­kei­ten beschränkt wer­den, in sei­ner frei­heit, in sei­ner souveränität =
    die angst vor einem ande­ren begrün­det die unter­drückung des­sen, der angst macht.
    die angst vor dem ande­ren recht­fer­tigt die gewalt zur besei­ti­gung einer gefahr, deren rea­li­tät die angst ist, vor den wor­ten, den taten, in ihrer extrapolation.
    hen­rik bro­der hat schon bei einer pr-kam­pa­gne gegen den iran davon gespro­chen, ein zwei­ter holo­caust müs­se ver­hin­dert werden.
    wie kommt man darauf?
    man sagt: die frei­tags­pre­dig­ten ent­spre­chen der hit­ler­re­de vom 30. janu­ar 1939, wo hit­ler die ver­nich­tung der "jüdi­schen ras­se" in euro­pa androht, wenn es zu einem krieg kom­men sollte.
    das Schema "Hitler" recht­fer­tigt jede "Selbstverteidigung".
    das Schema "Hitler" beschul­digt jeden, kom­pli­ze hit­lers zu sein, der die "Selbstverteidigung" durch wor­te oder taten behindert.
    es ist anti­se­mi­tisch, anti­jü­disch, anti­is­rae­lisch im beson­de­ren, die "Selbstverteidigung" "Imperialismus" zu nen­nen, weil die­se Benennung "Hitler" recht­fer­tigt: daß die Juden selbst schuld hät­ten, sei­en, an den Verbrechen, die gegen sie began­gen wurden.
    "die Juden", den Staat Israel, die jüdi­schen Israelis als "Täter" zu bezeich­nen, ist anti­se­mi­tisch, weil jeder anti­se­mi­tis­mus bestrebt ist, die Unschuld "der Juden" an den Verbrechen gegen sie, in eine Schuld zu ver­wan­deln, die einen Grund abgibt, "die Juden" anzugreifen.

  5. Sprach ein Spatz zum ande­ren: "Paß Auf, da kommt ein mARSCH-ffffffffffffffffffft .….….…"

    "Es ist unschwer zu erken­nen, daß dies alles frei erfun­den ist."

    Wenn man Nachrichten guckt! Wenn man bloß den "Kodorock" liest, dann wohl eher nicht!

    Was "isra­el" betrifft, so kann man sei­ne Gegner auch dadurch schä­di­gen, wenn man ihnen "hilft" den eige­nen Ruf zu rui­nie­ren. Da aber "Israel" eine Demokratie ist, weiß ich dabei halt nicht was ich vom "Volke Israel" eigent­lich zu hal­ten habe. Es fällt mir schwer zu glau­ben, daß sie wol­len, was in ihrem Namen da geschieht.

    Dazu muß ich aber nicht bis in den "Mittleren Osten" gehen. das fängt ja bei uns schon an .…. , die Misere.

    Wenn ich aber ver­such­te, dem "Volke Israel", bei sei­nem Verhalten etwas ent­la­sten­des abzu­ge­win­nen, müss­te ich mir viel­eicht über­le­gen was die­ses Volk viel­eicht ver­mei­den möch­te. Das aber stell­te sei­ne (gewähl­te) Regierung in ein mehr als frag­wür­di­ges Licht, wenn die­se da nicht bereits steht.

    Ich ver­mu­te daß man die "Beobachtungen" mit sehr weni­gen Sätzen, sehr zutref­fend beschrei­ben könn­te. aber weil ich ja ein dum­mer Laie bin, behal­te ich mei­nen Gedanken dazu doch lie­ber zurück, war­te bis es "die Spatzen von den Dächern pfeif­fen", wenn die­se dann noch kön­nen. Gelten sie doch als noch düm­mer als ich. – Denke ich zumindest! 😀

    Uihuihuih!

  6. Dazu (pas­sen) zwei Bezugnahmen aus der Literatur

    So Robespierre: "Das Laster muss bestraft wer­den, die Tugend muss durch den Schrecken herrschen"
    aus: "Dantons Tod" von Georg Büchner

    "Worte sind die Kleider, wel­che die Gedanken tra­gen – nur die Kleider."
    wohl von: Samuel Butler der Jüngere (1835 – 1902)

    Anmerkung: Robbespierre war nicht wirk­lich ein Fachmann der Tugend. – Oh, darf ich das über­haupt so sagen? Wer weiß es denn bes­ser. Der/​Die könn­te bestimmt sehr hel­fen. Bei Herrn Butler weiß ich es nicht.

    Schließlich erle­ben wir Probleme nicht immer zum ersten mal.

    Auf "Die erste Republik" folg­te .….. "Die Zweite" .… und dazwi­chen Absolutismus. – don't panic! 😉

  7. In wel­chen Nachbarländern Israels gibt es denn Bestrebungen, den jüdi­schen Staat "aus einem stump­fen Antisemitismus her­aus" zu vernichten?

    1. @reverse…: Angenommen, das Zitat ist nicht gefälscht, etwa im Libanon. "There is no solu­ti­on to the con­flict in this regi­on except with the dis­ap­pear­ance of Israel," he told the crowd. "Peace sett­le­ments will not chan­ge rea­li­ty, which is that Israel is the ene­my and that it will never be a neigh­bor or a nati­on." Der dama­li­ge Hisbollah-Chef Nasrallah 1999 (https://web.archive.org/web/20030114160147/http://www.unb.ca/web/bruns/9900/issue14/intnews/israel.html). In der bis 2017 gül­ti­gen Charta der Hamas ist zu lesen: "Die Juden han­deln unter­schieds­los nazi­stisch auch gegen Frauen und Kinder, sie ter­ro­ri­sie­ren alle, rau­ben gar den Lebensunterhalt und das Vermögen und tre­ten die Menschenwürde mit Füßen. Wie die schlimm­sten Kriegsverbrecher gehen sie mit ihren Greueltaten mit den Menschen um. Die Ausweisung aus dem eige­nen Land nut­zen sie wie eine
      ande­re Form des Mordens. Um sich die­sen Taten zu wider­set­zen, bedarf es sozia­ler Solidarität. Wir müs­sen dem Feind wie ein ein­zi­ger Körper ent­ge­gen­tre­ten, der als Ganzes mit Fieber und Schlaflosigkeit reagiert, wenn eines sei­ner Glieder erkrankt.
      " (https://www.kritiknetz.de/images/stories/texte/charta%20der%20hamas.pdf). Die Töne sind inzwi­schen nicht mehr ganz so schrill. Doch noch immer spre­chen isla­mi­sti­sche Organisation von Juden, wenn sie die Politik des Staates Israel benen­nen. In Syrien sind nun Vertreter von Teil- und Nachfolgeorganisationen des "Islamischen Staats" an der Macht (pikan­ter­wei­se wer­den sie vom Westen so umwor­ben wie sei­ner­zeit die Taliban, als sie noch gegen die Sowjetunion kämpf­ten). Die Reihe lie­ße sich fort­set­zen. Daraus eine Berechtigung abzu­lei­ten, die ara­bi­sche Welt in Schutt und Asche zu legen, zeugt von einem wesens­ver­wand­ten Rassismus.

  8. @aa 17. Juni 2025 um 23:08 Uhr: Danke für die Mühe. Das ist wirk­lich poli­tisch extrem inkor­rekt. Hamas und Hisbollah machen sich anschei­nend nicht die Mühe, ihre Abneigung mit der Nakba oder der völ­ker­rechts­wid­ri­gen Besatzungspolitik durch den Staat Israel zu begrün­den. Wie jede kriegs­füh­ren­de Partei, benö­ti­gen auch sie einen ent­mensch­lich­ten Feind. In Berlin hät­ten sie damit kei­ne Chance, Kulturförderung zu bekommen.

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