Did anyone tell you sir…

Der lang­jäh­ri­ge Generaldirektor der Internationalen Atomenergie­organisation (IAEO) erklärt Herrn Wadepuhl inter­na­tio­na­les Recht.

Übersetzung:

»Mohamed ElBaradei
@ElBaradei
Hat Ihnen jemand gesagt, dass „geziel­te Angriffe auf Nuklearanlagen” gemäß Artikel 56 des Zusatzprotokolls zu den Genfer Konventionen, denen Deutschland bei­getre­ten ist, ver­bo­ten sind und dass die Anwendung von Gewalt in den inter­na­tio­na­len Beziehungen gemäß Artikel 2 Absatz 4 der Charta der Vereinten Nationen gene­rell ver­bo­ten ist, mit Ausnahme des Rechts auf Selbstverteidigung im Falle eines bewaff­ne­ten Angriffs oder mit Genehmigung des Sicherheitsrats im Falle einer kol­lek­ti­ven Sicherheitsmaßnahme? Sie soll­ten sich viel­leicht mit den Grundprinzipien des Völkerrechts ver­traut machen…«

Übersetzung:

»Mohamed ElBaradei
@ElBaradei
Dass #Israel #Iran ein­schließ­lich sei­ner Nuklearanlagen angreift (was völ­ker­recht­lich ver­bo­ten ist) und dass #Trump von Iran „voll­stän­di­ge Kapitulation” und den Verzicht auf ein ver­trag­lich fest­ge­leg­tes Recht (Urananreicherung) for­dert, was einen kla­ren Akt der natio­na­len Demütigung dar­stellt, und dies auf­grund des Verdachts, dass Iran Atomwaffen ent­wickelt (die sowohl #Israel als auch #US besit­zen), wobei die­ser Verdacht kei­ne „unmit­tel­ba­re Bedrohung” dar­stellt , wie von allen west­li­chen Geheimdiensten bestä­tigt und durch Verhandlungen im Rahmen des #JCPOA-Abkommens von 2015 gere­gelt wur­de, aus dem die USA 2018 aus­ge­stie­gen sind

Sich auf Gewalt statt auf Verhandlungen zu ver­las­sen, ist ein siche­rer Weg, um den #NPT und das Atomwaffensperrregime (so unvoll­kom­men es auch sein mag) zu zer­stö­ren und vie­len Ländern klar zu signa­li­sie­ren, dass ihre „ulti­ma­ti­ve Sicherheit“ in der Entwicklung von Atomwaffen liegt!!!«


»Mohammed el-Baradei... war von 1997 bis zum 30. November 2009 Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) und erhielt zusam­men mit die­ser im Jahr 2005 den Friedensnobelpreis…

El-Baradei kri­ti­sier­te die Begründung für den Irakkrieg, in die­ser Region wür­den Massenvernichtungswaffen gela­gert, und wur­de des­halb zum Ziel schar­fer diplo­ma­ti­scher Angriffe von Seiten der US-Regierung unter George W. Bush. Diese ver­such­te über Monate hin­weg, sei­ne Wiederwahl als Generaldirektor der IAEO zu ver­hin­dern. Als wei­te­ren Grund tru­gen die USA vor, dass el-Baradei sich nicht deut­lich genug gegen das Atomprogramm des Iran aus­ge­spro­chen habe. Zwar kri­ti­sier­te el-Baradei immer wie­der Iran, sein Atomwaffenprogramm den Inspektionen nicht aus­rei­chend zu öff­nen, ver­wei­ger­te sich aber dem Druck der USA, die Existenz eines gehei­men ira­ni­schen Atomwaffenprogramms zu bestä­ti­gen. Er warn­te vor einem mili­tä­ri­schen Angriff und sprach sich für Verhandlungen mit Iran aus. Erst nach einem Treffen zwi­schen el-Baradei und der US-Außenministerin Condoleezza Rice ver­stumm­ten die kri­ti­schen Stimmen aus der US-Regierung.

Im Dezember 2004 wur­de bekannt, dass el-Baradei von den USA syste­ma­tisch abge­hört wur­de. Er zeig­te sich empört, zumal er bis­lang zwar wuss­te, dass die USA gegen ihn arbei­te­ten, jedoch nicht, dass die Regierung Bush einen Eklat ris­kie­ren und ihn belau­schen wür­de. Er ver­mu­tet, dass die US-Regierung den ille­ga­len Lauschangriff benut­zen woll­te, um bela­sten­des Material zu fin­den, mit dem es mög­lich gewe­sen wäre, ihn zu erpres­sen und aus dem Amt zu drän­gen. El-Baradei war ein Gegner der Pläne von US-Präsident George W. Bush, neue, klei­ne Atombomben ent­wickeln zu las­sen und sah dar­in ein Verstoß gegen den Geist des Atomwaffensperrvertrages.

Vor dem Hintergrund der ab 2005 auch in den USA zuneh­men­den Zweifel an der Richtigkeit der Intervention im Irak ebb­te die­ses diplo­ma­ti­sche „Sperrfeuer“ all­mäh­lich wie­der ab. Am 26. September 2005 wur­de el-Baradei von der IAEO-Hauptversammlung in ihrem Sitz in Wien ein­stim­mig für eine drit­te vier­jäh­ri­ge Amtszeit als Generaldirektor bestä­tigt. Seine Amtszeit ende­te plan­mä­ßig zum 30. November 2009; Nachfolger wur­de der japa­ni­sche Diplomat Yukiya Amano.

2011 kri­ti­sier­te el-Baradei bezüg­lich des Konfliktes mit dem Iran, dass die USA und Europa wich­ti­ge Dokumente und Informationen zurück­hiel­ten. Sie sei­en nicht an einem Kompromiss mit der ira­ni­schen Regierung, son­dern an einem Regimewechsel „mit allen erfor­der­li­chen Mitteln“ inter­es­siert gewe­sen. Auch dem Iran warf er „Tricksereien“ vor…«
de​.wiki​pe​dia​.org (Abruf 17.6.25, hier ohne Quellen und Links zitiert)

(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

2 Antworten auf „Did anyone tell you sir…“

  1. meint Friedrich Merz

    Ich kann nur einen Dreck erken­nen, näm­lich den Dreck, der aus dem Mund eines deut­schen Regierungschefs kommt. Er bezeich­net das Töten von Menschen als "Drecksarbeit". Völkerrechtswidrig, wohlgemerkt.

    Ich distan­zie­re mich aus­drück­lich von die­sem Menschen. Ich habe ihn nicht gewählt, ich habe mit ihm nichts zu tun, er reprä­sen­tiert mich nicht.

  2. Szenario (ich lie­be den Begriff): Sie sit­zen vor ihrem Haus. Da kommt ein Heute-Wanderer vor­bei, grüßt freund­lich, zeigt auf Ihr Nachbarhaus und sagt: Ihr Nachbar baut Bomben.

    Was tun Sie?
    a) Sie bau­en auch Bomben
    b) Sie gehen zu Ihrem Nachbarn und bit­ten ihn freund­lich kei­ne Bomben mehr zu bauen
    c) Sie schla­gen Ihrem Nachbarn den Schädel ein
    d) Sie bren­nen des Nachbars Hütte an
    e) Sie fra­gen sich ob das stimmt was der Wanderer sagt

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert