Jens Spahn ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem "Archetyp des US-amerikanischen Gangsterbosses", dem "Symbol für die organisierte Kriminalität schlechthin", wie es im Wikipedia-Artikel zu Al Capone heißt. Auch diese dortige Darstellung ist es nicht, die zum Sprachspiel einlädt:
»Der „Mythos Capone“ geht im Wesentlichen auf seine Fähigkeiten als Selbstdarsteller und seinen geschickten Umgang mit der Presse zurück. Nach außen gab sich Capone den Anschein des seriösen Geschäftsmanns, der im Branchenverzeichnis als Antiquitätenhändler geführt wurde und laut Visitenkarte Händler für gebrauchte Möbel war.«
Eine Gemeinsamkeit mag in dem Umstand liegen, daß Al Capone wegen eines Bagatelldelikts in die Fänge der Justiz geriet, einer Steuerhinterziehung in Höhe von 200.000 Dollar. Vermutlich wird Jens Spahn ebenso wenig wegen seiner großen Untaten belangt werden. Nicht für das Versetzen des Landes in Angst und Schrecken, nicht für das langjährige Schleifen von Grundrechten, nicht für die Umleitung von Milliarden Euro in die Taschen der NationalpreisträgerInnen von Biontech, nicht für Lügen und Diffamierungen. Wenn Spahn fällt, dann wegen der im Vergleich damit läppischen Zuschusterung von Masken-Profiten an seine Spezis.
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