Maskenpflicht durch Trick des R‑KI

»Ines Kappstein, Jahrgang 1951, war von 1998 bis 2006 als Hygienikerin am Klinikum der TU München tätig. Bis 2016 war sie Chefärztin der Abteilung Krankenhaushygiene an den Kliniken Südostbayern AG der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land. Seit 2017 betreut Sie meh­re­re Akut‑, Fach- und Rehakliniken in selb­stän­di­ger Tätigkeit.«

Neben ihrem Artikel in der "Berliner Zeitung" gibt es im Verlag Thomas Kubo die­sen aus­führ­li­chen Titel:

In dem Artikel schreibt Frau Kappstein:

»… Wie wur­de die Maskenpflicht mög­lich? Durch eine Art Trick.

Der Trick bestand nicht dar­in, dass es hieß, Stoffmasken täten es auch, weil es damals gar nicht genug medi­zi­ni­sche Masken gege­ben hat, um auch noch die Öffentlichkeit damit zu ver­sor­gen. Sie waren zu der Zeit künst­lich knapp, weil das medi­zi­ni­sche Personal wegen des Coronavirus plötz­lich viel häu­fi­ger Masken trug, als es zuvor üblich war, und zwar in jeder medi­zi­ni­schen Einrichtung, vom Akut-Krankenhaus bis zum Pflegeheim. Für einen solch brei­ten Einsatz wur­de von den Einrichtungen nie bestellt und von der Industrie nicht her­ge­stellt. Nein, der Trick bestand in angeb­li­cher Wissenschaft.

Die „unbemerkte Übertragung“

Bei sei­ner „Neubewertung“ behaup­te­te das RKI, dass die­ses Coronavirus eine ganz über­ra­schen­de Besonderheit habe: Es sei näm­lich schon im Nasen-Rachensekret vor­han­den, bevor man Symptome einer obe­ren Atemwegsinfektion hat (prä­sym­pto­ma­tisch) oder sogar, wenn man gar kei­ne Symptome ent­wickelt (asym­pto­ma­tisch). Dadurch – und das sei das Entscheidende – kön­ne man den Erreger „unbe­merkt“ über­tra­gen, weil man weder selbst ahnt noch ande­re mer­ken, dass man ansteckend sein könn­te. Wer Symptome hat­te, soll­te zu Hause blei­ben. Die Kranken waren dem­nach, anders als man es gewohnt war, nicht das Problem, son­dern alle ande­ren, also die gro­ße Masse der Bevölkerung (das ermög­lich­te im Übrigen auch die mas­sen­haf­ten PCR-Tests bei gesun­den Menschen).

Und die, die nichts von einer sol­chen Infektion wuss­ten, die mei­sten also, könn­ten das Virus nicht nur „unbe­merkt“ auf ande­re Menschen über­tra­gen, son­dern es gäbe „zuneh­men­de Evidenz“, dass das Risiko einer sol­chen Übertragung noch dazu hoch sei: „hohes Risiko“ hieß es. Um das zu ver­hin­dern, wur­de die Maske emp­foh­len, zum „Fremdschutz“, wie es hieß, also um damit ande­re vor einem mög­li­chen Viruskontakt zu schüt­zen, nicht etwa, um sich selbst zu schüt­zen. Das war alles völ­lig neu, soll hei­ßen: So hat man in der Medizin bis dahin nicht gedacht…

Wo also war die­se zuneh­men­de Evidenz? Entsprechende Daten dafür wur­den vom RKI nicht ange­führt. Erst Monate spä­ter ver­wies das RKI dies­be­züg­lich auf zwei mathe­ma­ti­sche Modellierungen, also Wenn-Dann-Ergebnisse, die nicht geeig­net sind, eine zuver­läs­si­ge Einschätzung der Wirklichkeit zu geben.

Virusausscheidung ohne Symptome lange bekannt

Und nicht nur das. Mediziner ler­nen, dass man bei zahl­rei­chen Virusinfektionen, deren Erreger im Atemwegssekret aus­ge­schie­den wer­den, schon am Ende der Inkubationszeit poten­ti­ell infek­ti­ös ist (wenn man also weder typi­sche Symptome hat noch ver­mu­ten kann, dass man dem­nächst mehr oder weni­ger krank sein wird), weil die Erreger bereits im respi­ra­to­ri­schen Sekret vor­han­den sind und so mög­li­cher­wei­se, aber kei­nes­wegs zwangs­läu­fig, auf ande­re Menschen über­tra­gen wer­den kön­nen. Das ist dem­nach nichts Besonderes, son­dern bekannt. Ob es zu einer Übertragung kommt, hängt maß­geb­lich von der Art der Kontakte (ins­be­son­de­re von der Enge und Dauer) zwi­schen bereits infi­zier­ten und noch nicht infi­zier­ten Personen ab.

Die „unbe­merk­te Übertragung“ gibt es also. Aber es gab und gibt kei­nen Anhalt dafür, dass dadurch ein hohes Übertragungsrisiko für die Personen in der Umgebung vor­han­den ist, erst recht nicht bei den in aller Regel flüch­ti­gen Kontakten in der Öffentlichkeit. Eine sol­che „unbe­merk­te Übertragung“ gibt es nicht…

Der frühzeitige Rückzug des RKI von der „unbemerkten Übertragung“

Aber schon sehr bald danach hat­te sich das RKI vom „hohen Risiko“ der „unbe­merk­ten Übertragung“ ver­ab­schie­det – aller­dings von der Öffentlichkeit unbe­merkt. Das RKI hat­te kurz nach Beginn der Coronapandemie einen soge­nann­ten Covid-Steckbrief her­aus­ge­ge­ben, ein umfang­rei­cher Text für Fachleute (unter Angabe vie­ler Referenzen) mit Beschreibung des Virus, der kli­ni­schen Symptome und, neben ande­ren Charakteristika, auch der Voraussetzungen für eine Übertragung des Erregers. Das Besondere: Bereits in der Version vom 26. Juni 2020 ist dort kei­ne Rede von „unbe­merk­ten Übertragung“ (via Webarchiv).

Und nicht nur das. Es heißt dort außer­dem, man kön­ne den Anteil der prä­sym­pto­ma­ti­schen Übertragungen nicht genau bezif­fern und die asym­pto­ma­ti­sche Übertragung spie­le „ver­mut­lich (…) eine unter­ge­ord­ne­te Rolle“. Und das alles, nach­dem für bei­de Fälle noch Mitte April 2020 „zuneh­men­de Evidenz“ für ein „hohes“ Übertragungsrisiko behaup­tet wor­den war.

Das heißt, nur etwa zwei Monate nach dem Erscheinen des alles ent­schei­den­den Artikels vom April 2020 hat­te das RKI auf sei­nen Internetseiten die zuvor als hohes Übertragungsrisiko dar­ge­stell­te „unbe­merk­te Übertragung“ ein­kas­siert. Der Begriff tauch­te nicht auf. „Fremdschutz“ auch nicht. Die „unbe­merk­te Übertragung“ war weg, aber die Maskenpflicht war da – und blieb trotz alledem…

Durch die RKI-Files wis­sen wir, dass mit der Vorbereitung des Beitrags über die „Neubewertung“ von Masken schon früh­zei­tig Ende März 2020, d.h. weni­ge Tage nach Beginn des ersten Lockdowns, begon­nen wur­de, was den Schluss nahe­legt, dass eine Maskenpflicht von Beginn an geplant war.

Die Grundlage für alle Maßnahmen war die angeb­li­che Gefährlichkeit des Erregers, für die es jedoch – auch aus den rou­ti­ne­mä­ßig erho­be­nen Daten des RKI über die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) – kei­ne Belege gab.

„Du wur­dest ein­fach falsch infor­miert“, schrieb Michael Andrick in sei­ner Kolumne im Dezember 2024. Ja, falsch infor­miert von der Politik zusam­men mit dem RKI, und sehr vie­le haben dar­auf ver­traut, dass die Informationen rich­tig sind: unbe­merk­te Übertragung, Fremdschutz durch Masken, Aerosol-Übertragung des Erregers, kei­ne Immunität, expo­nen­ti­el­ler Anstieg der Infektionszahlen…«

6 Antworten auf „Maskenpflicht durch Trick des R‑KI“

  1. "Trick"

    Ich nen­ne das Lügen.
    Im Robert Koch-Institut arbei­ten Lügner.

    Hat irgend­wer schon mal einen Fall vor Gericht gefun­den, in dem die EN 149 Gegenstand eines Verfahrens um die Masken war?

  2. Na, passt doch pri­ma in die Propaganda der feh­len­den Informationen und fal­schen Entscheidungen der Politik. Als gäbe es kei­ne Verbindung zwi­schen pri­va­ten Interessen, wis­sen­schaft­lich for­schen­den Instituten und Staatsorganen – das ist die Behauptung die dahintersteckt.

  3. Als bekannt kann gel­ten, dass Masken zur Darstellung der Gefährlichkeit des klei­nen Bösewichts benö­tigt wur­den, damit die ver­äng­stig­te Bevölkerung als Herde dem Schäfer letzt­lich in die Gentherapiezentren folgt. Der außer­or­dent­lich gute Verdienst der Maskenhändler war dabei ein durch­aus zu erwar­ten­der Nebeneffekt. Soweit ist das Ganze bekannt. Auch wenn die ein­zel­nen Details immer wie­der inter­es­sant sind. 

    Dass Masken gene­rell wenig hel­fen, zudem, wenn die­se unsach­ge­mäß in der Breite ange­wandt wer­den, war sicher­lich auch bekannt, wenn jemand den Angst-Urinstinkt igno­rier­te und Logik ein­setz­te. Und auf­grund der Nutzlosigkeit war die glei­che Maske mate­ri­al­s­pa­rend auch als Dauermaske über Monate verwendbar. 

    Erwähnenswert ist sicher­lich auch die auf­ge­backe­ne Staubsaugermaske Modell "Kalle". Eine form­schö­ne Maske mit jedoch umstrit­te­nen Nutzen. Ob neben dem bekann­ten Prototyp auch ein Modell mit Saugrüssel exi­stier­te, ist eine durch­aus inter­es­san­te Fragestellung. Vielleicht gibt es zu Staubsaugermasken in Pandemien auch ernst­haf­te Studien, deren Überschriften Kalle L. am Abend stu­diert hat. 

    Was bzw. wie hoch ist eigent­lich der kalo­ri­sche Wert einer typi­schen FFP 2 Maske und soll­te die­ser nicht in einem Beipackzettel ange­ge­ben werden?

    1. O'Mikron, es geht dar­um Menschen gegen­ein­an­der auf­zu­brin­gen. Ob die Masken bio­lo­gisch sinn­voll sind oder nicht spielt da über­haupt gar kei­ne Rolle.

  4. Also, Ines Kappstein, das ist ja der beste Artikel über­haupt seit 2020! Treffer!
    🙂

    🙂

    Motto: für wie doof kön­nen wir die brei­te Masse der Fernsehzuschauer und Süddeutsche-Lesenden ver­kau­fen? Wollen wir mal sehen, was die uns alles abneh­men an Märchenerzählungen? Irgendwer schrieb hier im Forum vor län­ge­rer Zeit sinn­ge­mäß: ich kann mit guten Abwehrkräften jeden oder jede küs­sen und umar­men, die vor Viren und Bakterien nur so trie­fen, schnup­fen, husten. Wenn ich gera­de selbst gut drauf bin, krie­ge ich nichts. Bin ich aber über­mü­det, gestresst, ange­strengt, mache mir um alles Mögliche Sorgen, ernäh­re mich ohne Vitamine, ohne Mineralien, habe kei­nen guten Vitamin-D-Spiegel, wer­den die Aerosole von Anderen mich auch krank machen.

    NUR, wirk­lich NUR das eige­ne, fit­te Immunsystem schützt vor Rotznasen.
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    Zitat aus "Aerosole, Angst und Masken":
    Das heißt, nur etwa zwei Monate nach dem Erscheinen des alles ent­schei­den­den Artikels vom April 2020 hat­te das RKI auf sei­nen Internetseiten die zuvor als hohes Übertragungsrisiko dar­ge­stell­te „unbe­merk­te Übertragung“ ein­kas­siert. Der Begriff tauch­te nicht auf. „Fremdschutz“ auch nicht. Die „unbe­merk­te Übertragung“ war weg, aber die Maskenpflicht war da – und blieb trotz alledem…
    Ende Zitat
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    Ja, und vor allen Dingen die Panik vor dem töten­den Mitmenschen, der so voll­kom­men gesund vor einem steht, liegt oder sitzt!! Der lächelt eben gera­de noch, aber ins­ge­heim plant er mei­nen Tod, indem er niest oder hustet!!! Dass er mich umbrin­gen will, beweist er außer­dem dadurch, dass er ein­fach kei­ne Maske tra­gen will. Er oder sie will fri­sche Luft atmen und ich tra­ge die Maske, um IHN zu schüt­zen. Ich selbst, ja, ich selbst krie­ge kei­ne fri­sche Luft, schüt­ze aber mit mei­ner Maske und mei­ner anhal­ten­den Atemnot mein Gegenüber ohne Maske!

    !!!!!

    HILFE!!! Mein Lachanfall geht nicht weg. Wen soll ich anrufen?!

    🙂 Ich krieg mich nicht mehr ein, Entschuldigung, Ines Kappstein ist gran­di­os, danke!!! 🙂

  5. Und nun? Was ist denn mit dem Wissen um die Masken-Lügen des RKI mit den Bußgeldern, die der Staat den Nicht-Masken-Tragenden seit 2020 auf­ge­brummt hat? Bekommen die "Bestraften" ihre zu viel gezahl­ten Maskenverweigerungs-Bußgelder zurück? Was ist mit den Strafen, mit den Gefängnisstrafen für Ärzte, die Maskenbefreiungsatteste aus­ge­stellt haben?

    https://​www​.buss​geld​ka​ta​log​.org/​v​e​r​s​t​o​s​s​-​m​a​s​k​e​n​p​f​l​i​c​ht/

    Das RKI trickst und lügt, aber alle müs­sen dafür bezah­len, dass sie die Trickserei schon gleich in 2020 durch­schaut oder irgend­wie geahnt haben und den Schwachsinn nicht mit­ma­chen wollten?

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