Es sieht mau aus für die Kriegstüchtigkeit. Die "FAZ" befragt drei junge Menschen und zeigt sich eher resigniert.

Eine Interviewte ist Annabell Günther:
»Am Wochenende trägt Annabell Flecktarn. Im zivilen Leben Jurastudentin, ist sie seit fast sieben Jahren auch Reservistin in der Bundeswehr. In regelmäßigen Übungen trainiert sie mit ihren Kameraden Personen- und Bootskontrollen und militärische Fähigkeiten: schießen, schwimmen, marschieren, Gelände durchkämmen. Im Verteidigungsfall sollen sie Hafenanlagen und Kasernengelände sichern…
Annabell ist sportlich, schwimmt und macht Pole Dance. Um sich ihr Studium zu finanzieren, hatte sie schon viele Jobs, sei es in der Diskothek, im Einzelhandel oder am juristischen Lehrstuhl.«
Die zweite Befragte ist Aktivistin der "Linksjugend":
»Maria Moubarak, 24, studiert Soziologie und Politik in Bremen, gehörte zu den ersten Unterzeichnern einer Petition gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Sie engagiert sich im Bundessprecherrat der Linksjugend. Ihre Meinung: „Für einen Staat ziehe ich nicht in den Krieg.“ Maria hat einmal Kampfsport gemacht und mag Videospiele wie Minecraft oder Animal Crossing.«
Der schwule Lukas Schniedergers wird so vorgestellt:
»"Ich lehne Krieg auf jeden Fall ab, finde aber auch, dass man ein Recht darauf hat, sich zu verteidigen.“ Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr studiert Lukas Psychologie in Hamburg und engagiert sich ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge. Er geht regelmäßig ins Fitnessstudio, oft mit einem Podcast im Ohr. Sein Favorit: „Feuer & Brot“ von Alice Hasters und Maximiliane Häcke.«
Die "FAZ" weiß:
»Die Angst vor einem Krieg in Europa treibt laut Shell-Jugendstudie 81 Prozent der jungen Männer und Frauen im Alter von zwölf bis 25 Jahren um. Viele Jugendliche seien empathisch mit den Opfern von Kriegen und zeigten sich angesichts des großen Leids und der Zerstörungen fassungslos.«
Das läßt wenig Hoffnung für Kriegstreiber.
» Russlands Angriff auf die Ukraine verurteilt Maria, dennoch findet sie es wichtig, dass man auch das Verhalten westlicher Länder kritisch beleuchtet, insbesondere wenn es um verpasste diplomatische Möglichkeiten geht. Maria denkt viel darüber nach, wie unser Zusammenleben funktioniert und welche Rolle Politik dabei spielt. Sie kritisiert, dass die Diskussion mit Feindbildern aufgeladen sei und die Grundlage dafür biete, dass junge Menschen in den Krieg ziehen.«
Lukas
»… würde im Fall der Fälle sein Bestes tun, zu helfen. „Ich weiß aber nicht, ob ich tatsächlich mit einer Waffe auf andere Menschen schießen könnte.“ Genauso wenig wisse er, ob er fliehen oder bleiben würde. „Die Bilder in den Nachrichten sind so grausam. Ich würde mir auf keinen Fall wünschen, dass es solche Bilder auch von hier gibt.“«
Annabell wollte nicht abhängig sein von ihren Eltern:
»Bei der Bundeswehr konnte sie eigenes Geld verdienen – und fand eine Herausforderung, die sie, wie sie es sagt, auch als Mensch wachsen ließ. Drei Monate Grundwehrdienst, dann Einsatz im Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg, Sanitätsdienst während der Pandemie. Später wurde sie Mitglied einer Reserveeinsatzkompanie der Marine in Kiel…«
»Welche Mutter will denn, dass ihr Sohn Soldat wird?“
… Lukas spricht sich gegen einen verpflichtenden Dienst an der Waffe aus. „Welche Mutter will denn, dass ihr Sohn Soldat wird?“, fragt er. Auch von Pflichtengagement hält er nichts: „Ich habe nach meinem Abi auch erstmal ein FSJ gemacht, aber eben freiwillig.“…
Annabell dient aus Überzeugung. Regelmäßig nimmt sie freiwillig an Wehrübungen teil, mal für ein paar Stunden, mal für mehrere Tage…
So verschieden die Haltungen der drei zur Bundeswehr sind, so unterschiedlich sie auf die Frage der Landesverteidigung blicken – alle drei sehen sich und ihre Generation nicht genügend in die aktuelle Debatte eingebunden…
"Die Stimme der Jugend wird nicht ausreichend gehört“, sagt auch Maria. „Es ist immer wieder ein Problem, dass die Politik keinen Wert auf unsere Meinungen legt und über unsere Köpfe hinweg entscheidet. Wir jungen Menschen sind nicht eure Soldaten.“ Wehrfähigkeit stehe bei der Gen Z nicht weit oben auf der Liste, sagt sie. Andere Themen seien wichtiger: Bezahlbarer Wohnraum, Klimakrise und Rassismus beispielsweise. Daten der Shell-Jugendstudie stützen das, die Themen Klimawandel (63 Prozent) und Umweltverschmutzung (64 Prozent) beschäftigen eine Mehrheit der Jugendlichen. Rassismus hat Maria selbst erlebt. Für ein Land kämpfen, in dem man sich nie komplett angenommen fühlt? Das möchte sie nicht..
Annabell erzählt, was einmal ein Kamerad zu ihr gesagt hat: „Mit deinen Freunden triffst du dich zum Kaffee trinken, mit deinen Kameraden würdest du für dieses Land sterben.“«

Wie sagte doch Crocodile Dundee einst so trefflich:
Einem Floh ist es egal wem der Hund gehört auf dem er sitzt. Warum also sollte der Floh den Hund verteidigen?
„Mit deinen Freunden triffst du dich zum Kaffee trinken, mit deinen Kameraden würdest du für dieses Land sterben.“
Wir lernen also: Freundschaft ist Leben, Kameradschaft ist der Tod. Wer leben will trifft Freunde, wer sterben will, geht zum Militär.
Früher: Wir schaffen das!
Heute: Wir müssen das schaffen!
Unwort des Jahres 2025 könnte
Kriegstüchtigkeit werden!
"„Wir müssen es schaffen“
Bundeswehroffizier ruft Ärzteschaft zu Krisenvorsorge auf
Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr, hat die Ärzteschaft zur Mitwirkung an der Krisenvorsorge im Gesundheitswesen aufgerufen. In einer Rede vor dem Deutschen Ärztetag in Leipzig warnte er davor, das Risiko eines militärischen Konflikts oder großflächiger Katastrophen zu unterschätzen – und betonte die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorbereitens auf den Ernstfall: „Wenn es zu einem hohen Anfall von Patienten kommt, müssen wir gemeinsam Wege finden, wie wir damit umgehen.“
"
"Am Ende aber überwog der Konsens: Die Zeitenwende betreffe auch das Gesundheitswesen. Dr. Andreas Durstewitz brachte es auf den Punkt: „Sanitätsoffiziere sind Kollegen. Wir sollten die Hand reichen – und die Möglichkeiten der zivil-militärischen Zusammenarbeit nutzen.“"
https://www.aend.de/article/235089
Sie geben Billiarden für Ballerzeug aus, und dann will niemand damit ballern. Kluge Jugend. Sollen doch Politiker und Aktionäre ihre Kinder verstümmeln und abknallen lassen.
Wie siehts aus, Meister Merz: Ist der Nachwuchs schon bereit für den Schützengraben? Und die lieben Enkel? Hmm? Oder hält es der der feine Herr wie die EU-Kommissionspräsidentin, und überlässt das lieber dem Pöbel.
Die kriegerische Dame als vorgestelltes Modell. Nett.
Jeder, der etwas nachdenkt ohne propagandistische Scheuklappen, erkennt, dass zum Zwecke des Profits und von Machtinteressen einiger Weniger gemetzelt wird,. Immer die gleiche Klasse gegeneinander, nur weil sie die falsche Nationalität hat oder in der "falschen" Geographie ansässig ist.
Wer ein wenig nachdenkt ohne propagandistische Scheuklappen, erkennt, dass die wahre Leistung im Frieden und nicht in Krieg besteht.
"Annabell dient aus Überzeugung. "
Soldat kann nur ein Erpresster sein, oder ein ideologisch verblendeter, der die Propaganda glaubt. Von was ist denn die kriegerische Dame überzeugt? Vom leibhaftigen Putin? Von der regelbasierten Weltordnung mit Genozid in Gaza und Westjordanland? Eine solche Person sollte gut überlegen, was sie verteidigt. Unterdrückung und Verarmung ist geographieübergreifend.
Das sind gute Nachrichten.
(Und so etwas ist so kostbar in diesen grauenhaften Zeiten!)
Hoffentlich können sich die zwei ihre Zweifel und Fragen erhalten.
PS: es sind nicht die Deutschen, es ist nicht das Deutsche Volk was die Kriege will. Vielmehr sind es diejenigen die das deutsche Volk ausplündern und unterdrücken und sich dazu der Organe eines Staates bedienen der sein eigenes Volk mit Füßen tritt. Wenn wir in die Geschichte schauen sehen wir: Die Entwicklung der Deutschen Nation ist eine einzige Katastrophe. Und es waren die Führer des Deutschen Volkes was dieses Volk von einer Katastrophe in die Andere führten. Hitler, Hindenburg, die Wilhelminischen Kaiser, Bismarck, Deutsche Herzöge und Landesfürsten und natürlich die Preußischen Junker und die Hohenzollern.
Tja, die Gene … .
Man kann sich natürlich darüber freuen, dass die "Kriegsbereitschaft" (wahrscheinlich nicht nur bei dieser Pseudo-"Stichprobe") zuverlässig unterhalb der "Kriegstüchtigkeitsschwelle" liegt.
Konsequenz: bei einem Angriff ist kaum mehr jemand bereit, Freiheitsrechte aktiv(!) zu verteidigen,
wie bereits bei dem ("hybriden"!) Angriff (von Innen) ab 2020:
Das konnten zwar "wir" so wahrnehmen, aber nicht die Rechtgläubigen (zumindest nicht jene, die dies immer noch "leugnen", verharmlosen oder es gar als "Verteidigungsbereitschaft" gegen Viren, "Impfgegnerinnen" und "Coronaleugner" verherrlichen).
Insofern wäre die 1/3 "Modellierung" der Faz-kes noch viel zu hoch angesetzt.
Die daraus ableitbaren Gedanken, wie es denn bei einem denkbaren (meinetwegen auch "hybriden") Angriff von Außen aussähe, sollte man sich schon gönnen und nicht als XY-phobie oder "unrealistisches Szenario" (wie etwa das vom Februar 2022) abtun.
Also: gibt es eine Bevölkerungsmehrheit, die etwa der propagierten "vollständigen Impfquote" entspricht, die "unsere Demokratie" (nicht nur mittels, z.T. maskierter, Teilnahme an Alibi-Veranstaltungen und ceterum censeo "gegen Rechts") aktiv zu verteidigen bereit ist?
Offensichtlich nicht. Es ist nämlich nicht nur bei militärischen Besetzungen erfahrungsgemäß eher von (mehrheitlicher) Anpassung als von Widerstand auszugehen.
Genau diese Erkenntnis (implizit enthalten in der doofen Parole "Lieber tot als rot") war im Kalten Krieg eines der Argumente für Auf- oder "Nachrüstungen" und ist wahrscheinlich in Vergessenheit geraten, weil sie nicht (mehr) so richtig zum Ideal des "Bestmenschentums" passt.
Leider völlig verschwunden ist aber auch das, was dazu passen könnte, weil es ohne Drohungen gegen Aggressoren (m/w/d) auskommt und die Verantwortung für die Verteidigung nicht nur einer Generation aufdrückt (Kurzversion:)
https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Verteidigung
(war bis in die 1980er Jahre noch Bestandteil der öffentlichen Diskussion)