Paradoxer Anstieg der weltweiten COVID-19-Todesfälle bei steigender Impfquote: Schätzungen der Weltgesundheits­organisation (2020–2023)

Unter die­sem Titel ver­öf­fent­lich­ten Forschende aus Nigeria in der Zeitschrift "The International jour­nal of risk & safe­ty in medi­ci­ne" Ende April ihre Thesen (Originaltitel: "Paradoxical increa­se in glo­bal COVID-19 deaths with vac­ci­na­ti­on covera­ge: World Health Organization esti­ma­tes (2020–2023)". Ich habe kei­nen Zugang zum Volltext, kann den Wert der Erkenntnisse also nicht beur­tei­len. Hier der Abstract:

»Hintergrund
Viele Berichte über die Auswirkungen von Impfungen auf die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie waren Prognosen, die wäh­rend der glo­ba­len Notlage erstellt wur­den. Eine wach­sen­de Zahl unab­hän­gi­ger Forscher hat auf die Subjektivität und die inhä­ren­ten Verzerrungen der für sol­che Prognosen ver­wen­de­ten mathe­ma­ti­schen Modelle hin­ge­wie­sen, die deren Genauigkeit beein­träch­ti­gen könn­ten, wenn die Übersterblichkeit als Messgröße her­an­ge­zo­gen wird.

Ziel
Die COVID-19-Todesfälle wur­den zwi­schen der Zeit vor den Impfungen und der Zeit nach den Impfungen ver­gli­chen, um zu beob­ach­ten, wie sich die Impfungen wäh­rend der Pandemie welt­weit auf die Entwicklung der COVID-19-Todesfälle aus­ge­wirkt haben.

Methoden
Die COVID-19-Fälle, Todesfälle und Impfquoten in der Datenbank der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zum 7. Juni 2023, die Sterblichkeitsrate pro 1000 Einwohner für den Zeitraum vor der Impfung (CFR1) und die Sterblichkeitsrate pro 1000 Einwohner wäh­rend der Impfphase (CFR2) wur­den für alle WHO-Regionen ver­gli­chen, wäh­rend die Korrelation zwi­schen der pro­zen­tua­len Veränderung der COVID-19-Todesfälle und den unter­such­ten Variablen unter­sucht wurde.

Ergebnisse
Die COVID-19-Todesfälle stie­gen mit einer Impfquote zwi­schen 43,3 % (Afrika) und 1275,0 % (Westpazifik). Die Regionen Westpazifik (1,5 %) und Afrika (3,8 %) tru­gen am wenig­sten zu den welt­wei­ten kumu­la­ti­ven COVID-19-Todesfällen vor der Impfung bei, wäh­rend Amerika (49,9 %) und Europa (27,6 %) die höch­sten Zahlen auf­wie­sen. Amerika (39,8 %) und Europa (34,1 %) waren trotz hoher Impfquoten für mehr als 70 % der welt­wei­ten COVID-19-Todesfälle ver­ant­wort­lich, und der pro­zen­tua­le Anstieg der COVID-19-Sterblichkeit und der Anteil der Personen ≥ 65 Jahren kor­re­lier­ten in Afrika signi­fi­kant (0,48).

Schlussfolgerung
Die COVID-19-Sterblichkeit stieg in der Impfära an, ins­be­son­de­re in Regionen mit höhe­rer Impfquote.«
jour​nals​.sage​pub​.compub​med​.ncbi​.nlm​.nih​.gov

Emmanuel O Okoro 1 2, Nehemiah A Ikoba 3, Boluwatife E Okoro 4, Azibanigha S Akpila 1 5, Mumeen O Salihu 6 7

Zugehörigkeit

1Abteilung für Medizin, Universitätsklinikum Ilorin, Ilorin, Nigeria.

2Abteilung für Medizin, Universität Ilorin, Ilorin, Nigeria.

3Abteilung für Statistik, Universität Ilorin, Ilorin, Nigeria.

4Hillary Rodham Clinton School of Law, Swansea University, Swansea, Großbritannien.

5Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie, Mersey and West Lancashire Teaching Hospital, NHS Trust, Wirral, Vereinigtes Königreich.

6Abteilung für Verhaltenswissenschaften, Universitätsklinikum Ilorin, Ilorin, Nigeria.

7Abteilung für Verhaltenswissenschaften, Kwara State University Teaching Hospital, Ilorin, Nigeria.

6 Antworten auf „Paradoxer Anstieg der weltweiten COVID-19-Todesfälle bei steigender Impfquote: Schätzungen der Weltgesundheits­organisation (2020–2023)“

  1. Liegt viel­leicht an den flä­chen­decken­den PCR Tests bei uns? Ansonsten wer­de ich aus den Zahlen nicht wirk­lich schlau…

  2. ich neh­me an, daß die­se Nigerianischen Forschenden auch den Klimawandel leugnen.

    "Eine kom­ple­xe Studie beleg­te, dass sich das Virus im Jahr 2020 in jenen Wahlkreisen beson­ders stark aus­brei­te­te, in denen die AfD beson­ders hohe Ergebnisse hat­te (Richter, Christoph/​Wächter, Maximilian/​Reinecke, Jost/​Salheiser, Axel/​Quent, Matthias/​Wjst, Matthias (2021): Politische Raumkultur als Verstärker der Corona-Pandemie? Einflussfaktoren auf die regio­na­le Inzidenzentwicklung in Deutschland in der ersten und zwei­ten Pandemiewelle 2020, ZRex – Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung, 2–2021, S. 191–211.).
    Die Ergebnisse wur­den auf eine Vielzahl von Faktoren über­prüft, die alle­samt als poten­zi­el­le ande­re Gründe für die beob­ach­te­ten Zusammenhänge zwi­schen der Stärke einer rech­ten Raumkultur auf das Infektionsgeschehen aus­ge­schlos­sen wer­den kön­nen. Studien aus ande­ren Ländern zei­gen ver­gleich­ba­re Ergebnisse. Der signi­fi­kan­te Effekt ist auf ein gerin­ge­res Schutzverhalten zurück­zu­füh­ren und hat logi­scher­wei­se in der Folge auch die Zahl der an Corona Verstorbenen gestei­gert (auch wenn die Studie die Todeszahlen nicht unter­sucht hat)." (Matthias Quent, AfD: Politischer Arm des Rechtsterrorismus?, in: Matthias Quent, Fabian Virchow (Hg.): Rechtsextrem, das neue Normal?, Piper, München 2024, S. 115)

    In einer "rech­ten Raumkultur" gedeiht die "Eiseskälte der Logik rechts­extre­mi­sti­schen Denkens. (Quent, Matthias (2024): Das per­fi­de Rezept der Remigration, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 13.1.2024.)" (Quent, in: das neue nor­mal?, S. 114)

  3. COVID-19 ist kei­ne Krankheit son­dern ein Hirngespinst pro­fit­gie­ri­ger Unpersonen die auch noch die Frechheit besit­zen, zu behaup­ten sie wür­den alle Menschen der Welt vor Krankheiten schüt­zen wollen.

    Größenwahn ist der rich­ti­ge Begriff.

  4. "Schlussfolgerung
    Die COVID-19-Sterblichkeit stieg in der Impfära an, ins­be­son­de­re in Regionen mit höhe­rer Impfquote.«"

    Dies ist kei­ne Schlussfolgerung, son­dern die Beschreibung einer beob­acht­ba­ren Entwicklung. Hieraus gilt es gera­de die Schlussfolgerung zu zie­hen. Sofern dies ein Gutachten wäre, ist die Leistung man­gel­haft bzw. nicht erbracht.

    Die Schlussfolgerung kann grund­sätz­lich nur lauten:
    "Auf Basis der vor­han­den Informationen ist die vor­läu­fi­ge Schlussfolgerung zu zie­hen, dass die ange­stie­ge­ne COVID-19 Sterblichkeit in Regionen mit höhe­rer Impfquote offen­bar auf die zugrun­de lie­gen­de Impfung zurück­zu­füh­ren ist. 

    Zur Bestätigung die­ser vor­läu­fi­gen offen­sicht­li­chen Schlussfolgerung bedarf es einer umfas­sen­den geziel­ten und spe­zi­fi­schen Untersuchung in die­ser Angelegenheit."

  5. Wie Sie es auch schon selbst ein­mal in einem Ihrer Beiträge am Beispiel für Deutschland getan haben, Herr Achmoneit, so kann ein jeder ganz leicht selbst die Zahl der "AN" oder "MIT" Sars-CoV‑2 ver­stor­ben Personen VOR und NACH den soge­nann­ten "Impfungen" bei z.B. "Our World in Data" (1) vergleichen.

    Des Weiteren kann ich zum bes­se­ren Verständnis (bzw. viel. zum auch noch nach­träg­li­chen Einfügen) der Studie noch eine Grafik (2) aus der Originalpublikation beisteuern.

    "Sage Publishing (SAGE Journals)" gel­ten zudem als ein reno­mier­ter und mir eben­falls schon sehr lang bekann­ter Wissenschaftsverlag, wel­che zahl­rei­che "High Impact Journals" publi­zie­ren. (3,4)

    (1) https://ourworldindata.org/explorers/covid?time=2020–03-01..latest&pickerSort=asc&pickerMetric=location&Metric=Confirmed+deaths&Interval=Cumulative&Relative+to+population=false

    (2) >>> https://​img​ho​ster​.de/​i​m​a​g​e​/​2​X​GiZ

    (3) >>> https://​us​.sage​pub​.com/​e​n​-​u​s​/​n​a​m​/​i​m​p​a​c​t​-​f​a​c​t​o​r​-​r​a​n​k​i​n​g​-​r​e​s​u​l​t​s​#​I​m​p​a​c​t​F​a​c​t​o​r​a​n​d​r​a​n​k​i​n​g​s​r​e​s​u​lts

    (4) >>> https://​en​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​S​a​g​e​_​P​u​b​l​i​s​h​ing

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