Lieber Mutter Beimer als Papa Weimer

Am Ende ist man immer Schloch. Der Weg ins Amt des Kulturstaatsministers (m/​w/​d) kann gewun­den sein wie bei Claudia Roth oder grad­li­nig wie bei Wolfram Weimer. Endstation ist immer der Enddarm der Mächtigen. Zu Weimer sei in Erinnerung geru­fen, was er 2021 ver­kün­de­te und wor­über damals unter dem Titel "Nichts gelernt aus Weimar: Weimers Sehnsucht nach dem (mili­tä­ri­schen) Führer" auf coro­dok berich­tet wurde:

n‑tv.de (30.11.21)

»In Portugal und Italien sind Generäle als ober­ste Corona-Bekämpfer ein­ge­setzt und ver­zeich­nen gro­ße Erfolge. Nun folgt Deutschland die­sem Modell. Die Ampelregierung setzt auf die psy­cho­lo­gi­sche Wirkung, dass end­lich Entschiedenheit und Vertrauen ins poli­ti­sche Handeln kommt

In Portugal war es der Konteradmiral der Marine, in Italien ein Gebirgsjäger-General. Beide hat­ten den glei­chen Auftrag: die gene­ral­stabs­mä­ßi­ge Bekämpfung der Corona-Pandemie mit einer ord­nen­den Hand.«

Die ord­nen­de Hand bei der Bekämpfung jeweils pas­sen­der Feinde ist seit jeher die Begründung für Militärdiktaturen. In der Weimarer Republik setz­ten die Konservativen und Rechten auf Generalfeld­marschall von Hindenburg. Sie stat­te­ten den inzwi­schen zum Präsidenten gewähl­ten kai­ser­treu­en Militaristen mit Notstands­vollmachten aus, bis es an der Zeit war, daß er die Macht an Adolf Hitler übergab.

Weimer schil­dert den neu­en Mann fürs Aufräumen so:

»Wie sein ita­lie­ni­scher Kollege ist auch Breuer ein Spezialist für Logistik, wie Figliuolo hat auch Breuer in Afghanistan gedient, bei­de sind Familienväter der Babyboomer-Generation. Carsten Breuer stammt aus Iserlohn im Sauerland, er ging direkt nach dem Abitur 1984 zur Truppe und stu­dier­te an der Bundeswehr-Universität in Hamburg Pädagogik. Nach sei­nem Generalstabs­lehrgang in den USA wur­de er 2002 Stabschef der Panzer­grenadierbrigade 41 in Torgelow. Breuer gilt als mili­tä­ri­sches Multitalent und hat eine unge­wöhn­li­che brei­te Einsatzbiografie.

Er war KFOR-Kommandeur im Kosovo, Adjutant im Brüsseler NATO-Hauptquartier, im Führungsstab des Verteidigungs­ministeriums, er lei­te­te ein Panzerflugabwehrbataillon. 2014 dien­te er in der afgha­ni­schen Hauptstadt Kabul und zwi­schen­zeit­lich war er Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 im säch­si­schen Frankenberg. Die dama­li­ge Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ent­deck­te Breuers kom­mu­ni­ka­ti­ve Seite und mach­te ihn ver­ant­wort­lich für das Weißbuch. Seit 2018 lei­tet er das Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin, das für Einsätze der Streitkräfte im Inland zustän­dig ist. Nun soll er der ver­fah­re­nen deut­schen Corona-Politik neu­es Profil geben. Breuer über­nimmt den Job genau an sei­nem 57. Geburtstag. Von sei­nem ita­lie­ni­schen Kollegen könn­te er die eben­so ein­fa­che wie ent­schie­de­ne Losung über­neh­men: "Wir imp­fen jeden, der des Weges kommt!"«

Man kann dar­über strei­ten, ob die Verbrechen Hindenburgs die grö­ße­ren waren oder die Breuers.


Über Weimer, den ehe­ma­li­gen Chefredakteur der "Welt", des "Cicero" und des "Focus", weiß Wikipedia:

»Gemeinsam mit sei­ner Frau hat er den „Freiheitspreis der Medien“ gestif­tet, der seit 2016 all­jähr­lich ver­ge­ben wird. Die Verleihung 2021 an Sebastian Kurz war umstrit­ten.«

Diese Formulierung fin­det sich dort nicht mehr. Dafür:

»Migration und Integration

In der Integrationsdebatte atte­stiert Weimer Teilen der Bevölkerung „nai­ven“ Multikulturalismus und spricht von einer „Multi-Kulti-Lüge“. Der Multikulturalismus sei der Versuch, „mit vie­len Döner-Buden, flei­ßi­ger Zuwanderung und der Huldigung von Kanak-Deutsch die alten Nationalinstinkte aus­zu­til­gen, die Nazi-Katastrophe sozu­sa­gen men­tal rück-abzu­wickeln. Ein Stück Wiedergutmachung durch kul­tu­rel­le Selbstvernichtung also.“[57] Der Islamismus habe ein „internationale[s] System der Frauen-Apartheid“ errich­tet. Statt dies zu kri­ti­sie­ren, übe man „lie­ber kul­tu­rel­les Zurückweichen. Wir gewöh­nen uns an einen asym­me­tri­schen Dialog, der dar­in besteht, dass wir zuse­hends schwei­gen und hin­neh­men.“[58] Weimer sieht „fun­da­men­ta­le Unterschiede […] zwi­schen einer (christ­li­chen) Religion der Liebe und einer (mus­li­mi­schen) Religion des Schwertes“.[59]

Ab 2015 war Weimer ein ent­schie­de­ner Kritiker der Migrations- und Asylpolitik der Großen Koalition und sprach in die­sem Zusammenhang von einer „Masseninvasion“. Angela Merkels „radi­ka­le Grenzöffnung“ sei ein „histo­ri­scher Rechtsbruch“.[60][61] Den Schriftsteller Uwe Tellkamp wür­dig­te er 2018 als kom­men­den „Leitintellektuellen der Merkelkritik“ und „Leitfigur einer neu­en Freiheitsbewegung des Wortes“.[62]

Wirtschafts- und Finanzpolitik

In der Wirtschafts- und Ordnungspolitik ver­tritt Weimer wirt­schafts­li­be­ra­le Positionen. So for­dert er die Reduzierung der Staatsquote und umfas­sen­de Deregulierung.[63] Am 21. November 2023 übte er in der Talkshow Maischberger Kritik am Bürgergeld; die­ses sei eigent­lich ein „Migrantengeld“. 2018 bemerk­te er, dass der Begriff „Armutsbericht“ für Deutschland irre­füh­rend sei, da die­ser „in Wahrheit über die reich­sten Sozialfälle der Welt“ berich­te.[64] «


Der auf Druck von Christian Lindner damals ins Amt Gehievte ist heu­te als Generalinspekteur der Bundeswehr Deutschlands ober­ster Soldat. Ihm ist zuzu­trau­en, daß er den Rußland-Feldzug so glo­ri­os in den Sand setzt wie 2022 die "Impfkampagne".

upload​.wiki​me​dia​.org

Siehe:

"Wir wer­den im Herbst zwi­schen 50 und 60 Millionen Menschen imp­fen müssen"

Generalmajor Breuer glaubt wei­ter fest an Endsieg

und mehr via coro​dok​.de. Im Rückblick auch inter­es­sant, wie von Anfang an die Bundeswehr in das "Pandemiegeschehen" invol­viert war. Erinnert sich noch jemand an Frau Lambrecht?

Danke, Frau Lambrecht!

Über den "Würdigungsappell im Bendlerblock" wur­de hier bereits berich­tet. Die Bundeswehr stellt ein Video mit dem Namen "22E30201_​Corona_​Appell_​dirty [YT MD 2_​288p" dazu bereit (lei­der nicht mehr ver­füg­bar). In der Zusammenstellung dar­aus ist die Passage ab Min. 0:57 interessant,

Die Ministerin bezog sich auf einen Vorgang, der hier geschil­dert wird:

web​.archi​ve​.org (29.1.20)

Weiter ist dort zu lesen:

»Schneller Nachweis

Am 27. Januar gegen 15.30 Uhr gin­gen beim InstMikroBioBwInstitut für Mikrobiologie der Bundeswehr meh­re­re Proben eines Patienten mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus ein. Eingeschickt hat­te die­se Probe die Ambulanz des Tropeninstituts der Ludwig-Maximilian-Universität München. Knapp drei Stunden spä­ter stand fest, dass Deutschland sei­nen ersten Coronavirus-Patienten hat.

Nachweisverfahren schnell etabliert

Das InstMikroBioBwInstitut für Mikrobiologie der Bundeswehr hat die Nachweisverfahren ent­spre­chend den von der WHO ver­öf­fent­lich­ten Protokolle [sic] eta­bliert. Damit kann die Erbsubstanz des neu­en Coronavirus erkannt wer­den. Die Protokolle wur­den am Institut in München zunächst intern inten­siv gete­stet. Schließlich dür­fen sie aus­schließ­lich nur den gesuch­ten Erreger fin­den und sol­len auch bei klein­sten Mengen des Erregers emp­find­lich reagieren.

Bereits seit dem 23. Januar 2020 bie­tet das InstMikroBioBwInstitut für Mikrobiologie der Bundeswehr den Nachweis des Coronavirus als dia­gno­sti­sche Leistung für die Bundeswehr und zur Unterstützung zivi­ler Gesundheits­einrichtungen im Großraum München an.«

An die­sem 23. Januar war gera­de erst die berüch­tig­te Studie "Detection of 2019 novel coro­na­vi­rus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR", feder­füh­rend von Christian Drosten ver­faßt, erschie­nen. Mitautor war Olfert Landt, der sich mit PCR-Tests in der Folge eine gol­de­ne Nase ver­dien­te. Wenig spä­ter erklär­te er zu die­sem wun­der­sa­men Erfolg auf ber​li​ner​-zei​tung​.de:

»Der Test, das Design, die Entwicklung, stammt aus der Charité. Wir haben das nur sofort umge­setzt in ein Kit-Format. Und wenn man die­ses Virus nicht hat, das gab es ja anfangs nur in Wuhan, kön­nen wir ein syn­the­ti­sches Gen her­stel­len, um das Virusgenom zu simu­lie­ren. Das haben wir ganz schnell gemacht…

Jetzt ist das ja sehr schnell auf den Markt gekom­men. Gab es über­haupt Validierungsstudie dazu?

Natürlich. Die Assays sind am 23. Januar in der Zeitschrift Eurosurveillance von Corman et al., publi­ziert worden…«

Es kommt hin­zu, daß bereits 10 Tage zuvor Drosten, Landt und ande­re einen ent­spre­chen­den Vorbericht an die WHO ver­öf­fent­licht hat­ten – auch hier war Drosten Kontaktperson.

Näheres zum gan­zen Entstehungskrimi gibt es im ersten und zwei­ten Band der coro­dok-Bücher (sie­he hier) und in:


Es ging dann alles plan­mä­ßig wei­ter. Im April war hier unter Verweis auf das "Weißbuch" der Bundeswehr von 2016 zu lesen:

"Gesundheitspolitiker soll­ten in die­sem Fall die Sprache der Sicherheitspolitik über­neh­men." Das konn­te man erfah­ren in:

Später über­nahm der glück­lo­se Generalmajor Carsten Breuer die Führung an der Corona-Front. "Wir wer­den im Herbst zwi­schen 50 und 60 Millionen Menschen imp­fen müs­sen und dafür die nöti­ge Infrastruktur auf­bau­en", wur­de er noch im Juli 2022 zitiert (s. hier). Da war sein "Krisenstab" längst auf­ge­löst. Wie das so ist, wur­de er nach dem Fiasko wei­ter befördert:

Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr

Über die Aufgaben die­ses Instituts und sei­ne Zusammenarbeit etwa mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung, für das nicht nur die NoCovid-Agitatorin Melanie Brinkmann steht, ist Interessantes zusam­men­ge­tra­gen in:

Wem das nicht genug Verschwörungspraxis ist, der kann sich mit den Forschungen eines RKI ‑Abteilungsleiters zu Bioterrorismus beschäf­ti­gen und mit der Frage, wofür das RKI 2019 eine Viertelmillion Dollar von der Gates-Stiftung erhal­ten hat:


Über einen ande­ren Appell war zu lesen:

n‑tv.de (12.11.21)

17 Antworten auf „Lieber Mutter Beimer als Papa Weimer“

  1. Anfang 1945, als sich abzeich­ne­te was spä­ter auf der Krim und in Potsdam bespro­chen wird, exhu­mier­ten Soldaten der US-Army den in Tannenberg/​Ostpreußen beer­dig­ten Hindenburg und spreng­ten das Monument. Dann über­führ­ten sie die sterb­li­chen Überreste des ein­sti­gen Kanzlers nach Marburg wo er bis heu­te sei­ne letz­te Ruhestätte fand und ver­ehrt wird.

  2. Die ersten bei­den Ergebnisse bei der Suche nach "Planspiel Bundeswehr Pandemie 2020"sind eben­falls inzwi­schen nicht mehr aufrufbar :

    https://​www​.bun​des​wehr​.de › de › orga­ni­sa­ti­on › sani­taets­dienst › aktu­el­les-im-sani­taets­dienst › planungswoche-zur-pandemieuebung-resilient-response-2020–2390048
    Planungswoche zur Pandemieübung Resilient Response 2020

    16.09.2020 … 14 mul­ti­na­tio­na­le Teilnehmende tra­fen sich mit­te September im MMCC/​EMC in Koblenz, um die Pandemie-Simulation Resilient Response 2020 zu …

    https://​www​.bun​des​wehr​.de › de › orga­ni­sa­ti­on › sani­taets­dienst › aktu­el­les-im-sani­taets­dienst › pandemie-uebung-resilient-response-2020-erfolgreich-4832388
    Pandemie-Übung Resilient Response 2020 erfolg­reich durchgeführt

    04.12.2020 … Das Multinational Medical Coordination Centre /​European Medical Command führ­te die Pandemie-Übung Resilient Response 2020 (RERE 20) vom 23.

    1. @o.W.: Es gibt die Texte noch auf Englisch (https://www.bundeswehr.de/en/organization/bundeswehr-medical-service-/resilient-response-2020-successfully-completed–4882638 und https://www.bundeswehr.de/en/organization/bundeswehr-medical-service-/planning-week-for-pandemic-exercise-resilient-response-2020–2959700). Darin heißt es:

      "Während des drei­tä­gi­gen Kriegsspiels simu­lier­ten Vertreter inter­na­tio­na­ler Streitkräfte und Behörden ihre Strategien und Zusammenarbeit im Falle einer Epidemie/​Pandemie und übten ver­schie­de­ne Reaktionen auf den Ausbruch einer hoch­an­stecken­den Viruserkrankung.

      Mehr als sie­ben Monate lang hat­ten die Militärs des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/​EMCEuropean Medical Command in Koblenz die Pandemie-Simulationsübung in Zusammenarbeit mit dem European Centre of Excellence for Countering Hybrid Threats (Hybrid CoE) in Helsinki und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor­be­rei­tet…"

      Zur Vorgeschichte:

      "In Zusammenarbeit mit dem deut­schen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ver­an­stal­te­te MMCC/​EM C Anfang März 2020 einen Workshop (WS), nicht lan­ge vor der bevor­ste­hen­den Corona-Krise. Ein Tag des Workshops kon­zen­trier­te sich aus­schließ­lich auf die bevor­ste­hen­de Pandemie. Der WS leg­te den Grundstein für eine effi­zi­en­te mul­ti­na­tio­na­le zivil-mili­tä­ri­sche Zusammenarbeit, um die Bereitschaft und den Bedarf für ein Ausbruchszenario und grö­ße­re Zwischenfälle im Rahmen eines MASCAL-Szenarios zu ver­bes­sern. Für die wei­te­re Arbeit wur­de vor­ge­schla­gen, ein Wargame mit Pandemie-Fokus durch­zu­füh­ren. Dies war der Ausgangspunkt für das Wargame Resilient Response 2020 (RERE20)."
      (https://​mili​ta​ry​-medi​ci​ne​.com/​a​r​t​i​c​l​e​/​4​1​7​4​-​r​e​s​i​l​i​e​n​t​-​r​e​s​p​o​n​s​e​-​2​0​2​0​.​h​tml)

      Ich wer­de mal was dazu schrei­ben, dan­ke für die Info!

  3. "Der „Armutsbericht“ berich­tet in Wahrheit über die reich­sten Sozialfälle der Welt."

    In der Quelle heißt es dazu weiter:

    "Seine Definition ori­en­tiert an einem per­ma­nen­ten stei­gen­den Durchschnittseinkommen der Deutschen, womit bei stei­gen­dem Wohlstand auch die ver­meint­li­che „Armut“ auf absur­de Weise zunimmt."

    Da hat also mal wie­der jemand die Armen in Deutschland mit den Slumbewohnern in Kalkutta ver­gli­chen. Denen geht es noch viel schlech­ter. Kein Grund also, über die Armut in Deutschland zu klagen.

    Wer so redet, muss sich nicht wun­dern, dass die Leute lie­ber gleich das brau­ne Original wählen.

    Kulturstaatsminister. Pffft .…

  4. Im Übrigen dient Migration der Machterhaltung der herr­schen­den Klasse, der Klasse der Privatunternehmer, Börsenspekulanten und Finanzoligarchen.

    1. @Erfordia…: Weshalb seit Jahren mit immer dra­sti­sche­ren und faschi­sto­iden Methoden die­sel­be unter­bun­den wird? Abermilliarden wer­den aus­ge­ge­ben zur "Sicherung der EU-Außengrenzen" und zum Aufbau von Internierungslagern außer­halb der EU. Ja, einer­seits hat das Kapital Interesse an zuge­wan­der­ten Arbeitskräften. Gerne für Drecksjob ganz unten, aber auch für gut aus­ge­bil­de­tes aka­de­mi­sches Personal. Und wie Alte gegen Junge, Frauen gegen Männer, Kranke gegen Gesunde aus­ge­spielt wer­den, fin­det das statt mit Deutschen und Nichtdeutschen. Für die nicht benö­tig­ten Menschen wer­den Mauern und Zäune errich­tet und sie wer­den in angeb­lich siche­re Herkunftsländer abge­scho­ben. Die herr­schen­de Klasse bedient sich also der Migration je nach Konjunktur. Insofern ist Ihr Urteil unter­kom­plex, wie man so schön sagt.

      1. @aa, daß Migration unter­bun­den wird ist eine Behauptung der Propaganda! Das hat übri­gens Hitler auch ver­spro­chen (Mein Kampf). Aber gera­de der auf­kom­men­de Hitlerstaat hat von der Zuwanderung aus Übersee pro­fi­tiert, ins­be­son­de­re von den vie­len Dollars wel­che die Herren Ford und General Motors nach Deutschland bra­chen. Und natür­lich von den vie­len Dollars der Dawes-Anleihe. Und natür­lich auch von den vie­len Ostarbeitern aus Litauen und den annek­tier­ten Ost-Gebieten.

        Migration ist kei­ne spon­ta­ne Erscheinung! Sie erfolgt stets im Interesse der herr­schen­den Monopol-Bourgeoisie! Migration wird es solan­ge geben wie die­se Monopol-Bourgeoisie an der Macht ist. Solange wie das Schicksal der Deutschen Nation von pri­va­ten Interessen bestimmt wird!

        1. @R. Furt: Wenn Sie mal einen Augenblick den Vulgärmarxismus las­sen könn­ten, wäre bestimmt vie­len gedient. Nur als klei­ner Anreiz: Migration hat es gege­ben, seit es Menschen gibt; da war an Monopolbourgeoisie noch nicht zu den­ken. Und erzäh­len Sie das mal den am Flüchten gehin­der­ten Menschen in Gaza oder den Verhungernden im Sudan und anders­wo, daß es nicht ihr Überlebenswille ist, der sie auf den beschwer­li­chen und oft töd­li­chen Weg in aus ihrer Sicht geseg­ne­te Länder treibt, son­dern die Monopol-Bourgeoisie sie damit gegen ihre Interessen in fin­ste­re Machenschaften verwickelt.

          Eigentlich emp­feh­le ich ungern die "Junge Welt". Eine Artikelserie zum Thema Migration aus mar­xi­sti­scher Sicht ist eine Ausnahme: "Ausbeutung ohne Grenzen" (https://​www​.jun​ge​welt​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​5​0​0​7​7​7​.​m​i​g​r​a​t​i​o​n​-​a​u​s​b​e​u​t​u​n​g​-​o​h​n​e​-​g​r​e​n​z​e​n​.​h​tml) und "Zumutung Weltbevölkerung" (https://www.jungewelt.de/artikel/498994.migration-zumutung-weltbev%C3%B6lkerung.html).

          1. @aa,

            ohne die Marx'sche Weltanschauung wer­den Sie die Triebkräfte der Entwicklung mensch­li­cher Gesellschaften nie ver­ste­hen. Sicher doch wäre die Besiedlung der gemä­ßig­ten Klimazone (Mitteleuropa) ohne eine fort­ge­schrit­te­ne Entwicklung der Produktivkräfte nicht mög­lich gewe­sen. Denn der Mensch braucht im Winter eine war­me Kleidung und eine war­me Stube und anson­sten auch im Sommer ein festes Schuhwerk, Essen und Trinken. Aber es sind eben auch die Klassenunterschiede, wel­che genau die­se Entwicklung der Produktivkräfte bewir­ken. Und es sind genau die­se Klassenunterschiede hin­ter denen pri­va­te Interessen stecken.

            Sicher doch hat sich die Monopolbourgeoisie welt­weit erst gegen Ende des 19. Jh. voll­stän­dig her­aus­ge­bil­det. Aber die Klassen und die damit ver­bun­de­nen Unterschiede und Widersprüche, die gab es schon Jahrhunderte vor­her. Und stets erfolg­ten Migration und Fremdherrschaft unter pri­va­ten Interessen, egal ob Klerus, die Hohenzollern oder die Preußenkönige. Hugenotten, Waldenser, eine Migration von mehr als 100000 Menschen, ein Deal der Preußenkönige mit den Herrschaften Frankreichs, im Interesse der herr­schen­den Klasse auf bei­den Seiten. Nie war die­se Migration im Interesse einer Nation, weder im Interesse der fran­zö­si­schen Nation noch im Interesse der deut­schen Nation.

            Nach dem 1525 blu­tig nie­der­ge­schla­ge­nen Bauernkrieg ver­sank das Deutsche Volk 300 Jahre in der Finsternis der Reaktion, abwech­selnd stand es unter fran­zö­si­scher Herrschaft, unter däni­scher und schwe­di­scher und im 30jährigen Krieg wur­de das deutsch Volk fast aus­ge­rot­tet. Oh nein, die­ser Krieg und auch die Preußenkriege wur­den nicht aus reli­giö­sen Gründen geführt, son­dern ein­zig der Profite wegen.

            Der Krieg 1870/​71 war Bismarcks ver­we­gen­des Spiel. Mitnichten war mit dem Ausruf des Kaiserreich Wilhelm I. eine geein­te Deutsche Nation ent­stan­den, son­dern eine Militärtdiktatur die den preu­ßi­schen Feudaladel bis in das moder­ne Industriezeitalter mit­schleif­te. Und die Migration adli­ger Hugenotten aus Frankreich hielt an, unter Hitler stie­gen die­se Hugenotten bis in die höch­sten Regierungskreise auf.

            Tja, @aa, Migration, das sind nicht nur Flüchtlinge wie uns die Propaganda ein­trich­tert. Migration – das sind Menschen aus allen Klassen und Schichten, vom Lumpenproletarier bis zum gut betuch­ten Finanzoligarchen!

          2. @aa, was die Artikel auf jW betrifft, da steckt die Lüge schon im ersten Satz:

            > Deutschland greift auf die Bevölkerung der Welt gemäß sei­nem öko­no­mi­schen Bedarf zu.

            Es fol­gen dann die übli­chen Phrasen von der Einwanderung in die sozia­len Systeme usw. Ohne ein Wort dar­über zu ver­lie­ren, daß die­se "sozia­len Systeme" von pri­va­ten Interessen bestimmt sind. Des Weiteren ver­wäs­sern bei­de Artikel den Begriff des Staates als ein Machtinstrument der herr­schen­den Klasse. Als ein Instrument einer Klasse und eben nicht als ein Intrument des werk­tä­ti­gen und schon gar nicht des gan­zen Volkes.

            Und über­haupt wäre die jW gar nicht online, wenn da irgend­wel­che Artikel den Interessen der herr­schen­den Klasse in irgend­ei­ner Form scha­den könnten. 

            MFG

          3. Die jW-Artikel beschrei­ben natür­lich nicht, wie die Herrschende Klasse die Migration in ihrem Sinne nutzt. Dabei ist jedoch der Wirkungsmechanismus leicht durch­schau­bar, in erster Linie geht es dar­um, die unter­schied­li­che Entwicklung der Völker und Nationen pro­fit­brin­gend aus­zu­nut­zen. So ist der Import von Fachkräften nur eine ande­re Art von Kapitalimport, denn Arbeitskraft ist nur eine Erscheinungsform des Kapitals (Marx). Natürlich hemmt das die Entwicklung der betref­fen­den Länder, aber auch die­se Folge ist im Interesse des Kapitals. Ebenso hemmt Migration auch die eige­ne Nation in ihrer gei­stig kul­tu­rel­len Entwicklung. Migration spal­tet die gan­ze Gesellschaft infol­ge­des­sen daß sie in allen Klassen und Schichten wirk­sam wird. Und nicht zuletzt nutzt der Staat die Migration ganz geschickt für sei­ne Propaganda.

            Und von wegen Wirtschaftswunder unter Adenauer. Das wah­re Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit erbrach­te das werk­tä­ti­ge Volk der DDR, ganz ohne Fachkräfteimport und trotz der erdrücken­den Last an Reparationszahlungen!

            1. @Erfordia… : Wie gut, daß ich immer ein Gläschen guten kuba­ni­schen Rums zur Hand habe. Sonst könn­te ich das Gedankengequirle nicht ertragen.

  5. "Die Ampelregierung setzt auf die psy­cho­lo­gi­sche Wirkung, dass end­lich Entschiedenheit und Vertrauen ins poli­ti­sche Handeln kommt …"

    Die Wirkung allen Militärs, das sich in zivi­le Angelegenheiten ein­mischt, ist die einer Diktatur, wahr­schein­lich Militärdiktatur. 

    Was man bis­her mit den mili­ta­ri­stisch nie­der­ge­kes­sel­ten Demonstrationen und damit ver­bun­de­ner Intention, jeg­li­che Kritik als gefähr­lich dar­zu­stel­len für den Äußernden, ist kein Wesenszug einer frei­heit­li­chen Gesellschaft. Einzig einen Untertanenstaat kann dies wohl posi­tiv beeindrucken.

  6. Es ist bestimmt schon im Zusammenhang gefal­len, das alte Sprichwort. Doch sicher ist sicher. Von "Mit Kanonen auf Spatzen schie­ßen" kann kei­ne Rede mehr sein.

    Sagen wir's auf "dro­stig". Wenn eine 155mm Granate, in eine Wand ein­schlägt, auf der sich aus­ge­rech­net da dann ein neu­ar­ti­ger, lebens­ge­fähr­li­cher Viren-Stamm (!) befin­det, dürf­ten von dem weni­ger noch brauch­ba­re Informationsstränge an DNA/​RNA ueb­rig­blei­ben als vor­her. Im Übrigen wird die Durchlüftung geför­dert. Insofern- JA, direk­ter Beschuß kann das Risik .… [ich kann da gar nicht wei­ter schrei­ben, uihuihuihuih]

    NEIN, Herr Drosten hat immer "zivi­le Beispiele" ver­wen­det, um sei­ne stra­te­gi­schen Überlegungen zu Virologien uns "ein­fa­chen" leu­ten dar­zu­le­gen. Ob das an mir hängt? (daß ich vom rein "phy­si­schen" so hem­mungs­los mil­li.…) wer weiß

  7. Dazu passt, was nun (Ende Juni 2025) her­aus­ge­kom­men ist:
    Der Chef von "Trigema" (die mit dem Affen), Grupp Junior, berich­tet in einem Fernsehinterview davon, dass 'man' sei­ner Firma bereits am 13.02. [sic!] 2020 mit­ge­teilt habe, dass ihre Läden "im Laufe der näch­sten Wochen" wür­den schlie­ßen müssen.
    Selbst wenn Grupp Junior – ent­ge­gen sei­ner Aussage "das ver­ges­se ich nie" – sich um einen Monat geirrt haben soll­te: Auch der 13.03. war noch vor dem berühm­ten RKI-Hocheskalieren …
    Video-Ausschnitt aus dem Interview hier: https://x.com/SHomburg/status/1938144476318351518
    Hier das gan­ze Video mit Grupp: https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​Q​9​Y​S​8​s​H​1​P​c​4​&​t​=​8​43s

    Ich habe mir gera­de eben (30.06.2025; Verzeihung: Ich hän­ge mal wie­der fürch­ter­lich hin­ter­her) erlaubt, die von Kodoroc ent­deck­te 'zeit­li­che Seltsamkeit' am 23.01.2020 (oder soll­te man das lang­sam "Singularität" nen­nen?) auf X zu posten – natür­lich mit Quellenangabe.

    Übrigens behaup­tet ein dt. Maskenproduzent, den dama­li­gen Gesundheitsminister Spahn (CDU) bereits am 05.02.2020 auf­grund des Schutzkleidungsaufkaufverhaltens von China vor 'mas­si­ven Engpässen' gewarnt und kei­ne Antwort erhal­ten zu haben: https://​www​.kreis​bo​te​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​k​a​u​f​b​e​u​r​e​n​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​s​m​i​n​i​s​t​e​r​-​i​g​n​o​r​i​e​r​t​e​-​w​a​r​n​u​n​g​-​b​u​c​h​l​o​e​-​e​n​g​p​a​s​s​-​s​c​h​u​t​z​k​l​e​i​d​u​n​g​-​l​a​n​g​e​-​c​o​r​o​n​a​-​p​a​n​d​e​m​i​e​-​1​3​6​1​0​0​8​9​.​h​tml
    – Spahn brauch­te offen­bar ein paar Tage, um sei­ne eige­nen Maskendeals einzufädeln.

    PS: Warum China im Februar 2020 Panik-Schutzkleidungskäufe bei dt. Produzenten getä­tigt haben soll­te (sofern die­se Behauptung stimmt …), obwohl China damals unein­hol­ba­rer Marktführer dafür war, möge jeder selbst überlegen.

    1. @ Witwesk: Danke für den Link zum Video! Wenn man Grupp jun. sieht, wünscht man sich den Affen an die Spitze des Unternehmens 🙂 Und herr­lich der Künstlername (?) des begei­ster­ten Youtubers: Yalcin Döner.

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