Die täglich in der "FAZ" vorzufindende Kriegsbesoffenheit wurde im März bereits unterfüttert mit einem ausführlichen Gastbeitrag eines, zurückhaltend formuliert, rechtskonservativen Althistorikers.

»Mit dem Ukrainekrieg ist die Frage akut geworden, wie kriegsfähig Demokratien sein müssen und wie weit die Kriegsfähigkeit abhängt vom Einsatzwillen des Staatsvolkes. Als Ernst Nolte 1993 bei den Bürgern unseres liberal-demokratischen Gemeinwesens „ein Ethos der Tapferkeit und des Verzichts“ anmahnte, bescheinigte er der jetzigen Gesellschaft, „ihrer Tendenz nach eine todverneinende Gesellschaft“ zu sein, weil sie „den Opfertod nicht zu rechtfertigen“ vermöge, gleichzeitig aber ohne „die Opferbereitschaft von Soldaten, Polizisten und Frauen in all ihrem Individualismus eine antiindividuelle, nämlich sterbende Gesellschaft“ sei.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Dass „Opferbereitschaft“ hier keinen religiösen, sondern einen rein politischen Sinn hat, ist a priori klar…
Die Teilhabe an der politischen Gemeinschaft – so betonte Ernst-Wolfgang Böckenförde, als er sich 2005 gegen den Beitritt der Türkei in die EU aussprach – befähigt den Bürger, einzustehen für gemeinsam zu tragende Lasten, und sie verlangt von ihm die Bereitschaft, Gaben ohne Gegengaben zu erbringen, also „Opfer“.
Dieses republikanische Axiom ist seit Jahrzehnten keine Selbstverständlichkeit mehr. So „entlarvten“ die Gründungsväter der Frankfurter Schule die Aufklärung, indem sie aufzeigten, wie im Kern derselben die „Opferlogik“ weiterwirke. Dagegen bemühte sich die zweite Generation derselben Schule, die Aufklärung zu retten, indem sie das Opfer exkludierte und perhorreszierte…«
So spricht der Bildungsbürger. Ich mußte bei duden.de nachschlagen, um zu erfahren, daß "mit Abscheu zurückweisen, ablehnen" gemeint ist (Grammatik: "perhorresziert, perhorreszierte, hat perhorresziert").
Allgemeine Wehrpflicht eine konstitutionelle Errungenschaft
»Im Dunstkreis solcher Gesinnung scheuen Rechtsgelehrte nicht davor zurück, die Individualrechte zu verabsolutieren und zu dekretieren: „Das Freiheitsprinzip der Verfassung schließt jede rechtliche Inanspruchnahme des Menschen für letzte Güter, Ziele, Zwecke oder Werte aus, die ihn übersteigen“ (Hasso Hofmann). Träfe das zu, dann wäre die allgemeine Wehrpflicht – immerhin eine konstitutionelle Errungenschaft der modernen Staaten – verfassungswidrig.«
Nach einem Ausflug zu Kant (auf seine Verfälschung sei hier nicht eingegangen) kommt ihm der Gedanke:
»Wenn das Gemeinwesen vom Bürger den Einsatz des Lebens verlangt, dann widerspricht das mitnichten der menschlichen Würde. Daraus folgt logisch die Pflicht der Bürger, gegebenenfalls ihr Leben für das Gemeinwesen einzusetzen. Kant als Republikaner steht somit gegen die gesamte Frankfurter Schule aller Generationen. Wenn eine Doktrin die Idee des Opfers aus dem politischen Denken exorziert, dann weigert sie sich, den Ernstfall zu denken. Wie viel sie taugt kommt zum Vorschein, sobald der Ernstfall eintritt.«
Nicht nur perhorreszieren die woken Frankfurter das Opfern, sondern exorzieren es aus dem politischen Denken.
Was heißt das für das Nachdenken über den Krieg der Ukraine?
»Was heißt das für das Nachdenken über den Krieg der Ukraine?
Die Ukraine kämpft einen gründenden Krieg, in welchem das multiethnische und plurisprachliche ukrainische Volk zur Nation wird. Jacob Burckhardt hielt Kriege für Maßstabgeber, welche einer Nation ihre historische Kraft anzeigen, wobei es gelte, „diesen Punkt“ festzuhalten. Für gründende Kriege gilt das umso mehr. Sie sind gefüllt mit hoher historischer Ereignisqualität. Sie stellen geschichtliche Weichen, und sie imprägnieren das kollektive Selbstverständnis für mehrere Generationen. Wie dieses Selbstbild aussieht, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie die Nation ihren gründenden Krieg durchlebt und bewältigt.«
Hier hat der Mann einen Punkt. Der Vater aller Dinge hat zweifellos das kollektive Selbstverständnis der Deutschen für mehrere Generationen "imprägniert". Jedenfalls das der Flaigel, die an der Ukraine "eine Welle von Entschlossenheit zur nationalen Selbstbehauptung" und einen "heroischen Schwung" bewundern. Allerdings haben die Ukrainer zu seinem Bedauern das Momentum verpaßt:
»In den meisten Kriegen gibt es ein Momentum für die schwächere Seite, welches sie nutzen muss. Die Ukraine hat diesen Kairos im Frühjahr 2022 vorübergehen lassen. Als die Bereitschaft hochbrandete, das Äußerste zu geben für die Freiheit des eigenen Landes, war die Generalmobilmachung geboten: Man hätte die allgemeine Wehrpflicht auf achtzehn Jahre senken müssen, um die jüngeren Jahrgänge geschlossen einzuziehen und sorgfältig zu trainieren. Das geschah nicht…
Obschon Präsident Biden am 28. November 2024 Selenskyj eindringlich aufforderte, die Wehrpflicht bis zu den Achtzehnjährigen auszudehnen, weigert sich der mit dem Argument, die Ausweitung der Wehrpflicht sei „heikel“. Die politische Klasse der Ukraine ist augenfällig nicht willens, die wichtigste Ressource für den Freiheitskrieg zu mobilisieren.«
Für die Nicht-Altphilologen unter uns hilft wieder der Duden:
»Kairos
1. günstiger Zeitpunkt, der für etwas entscheidende, günstige Augenblick
Gebrauch bildungssprachlich
2. Zeitpunkt der Entscheidung (z. B. zwischen Glauben und Unglauben)
Gebrauch Religion«
Dort gibt es zum Stichwort "Kairophobie, die Erklärung "Situationsangst".
120.000 Fahnenflüchtige
Flaig findet das "grotesk". Groteskerweise begründet er das mit dem "Schicksal der 155. Mechanisierten Brigade" der Ukraine, trefflich in Frankreich und Polen ausgebildet und "vorzüglich ausgerüstet". Von ihnen seien fast tausend Angehörige desertiert. "Es war zu erwarten". Wie damals, als "die Erschöpfung der Frontkämpfer… im August 1918 die deutschen Truppen an der Westfront niederzwang". Den Rückzug nach dem deutschen Angriff auf Frankreich, Belgien und andere Länder im Westen, einem Gemetzel mit Millionen Toten und dem Einsatz von Giftgas folgend, in einem Atemzug mit der Ukraine zu nennen, ist schon aufschlußreich.
»Die Front dünnt an manchen Abschnitten aus, weil zermürbte Soldaten von ihren Einheiten weglaufen, sodass man inzwischen mit mehr als 120.000 Deserteuren rechnet. Wie sehr solche Fahnenfluchten die weiterkämpfenden Kameraden deprimieren, mag man sich nicht ausmalen.«
Der Autor unterläßt an dieser Stelle einen Hinweis auf die, neudeutsch gesprochen, robusten Maßnahmen gegen Vaterlandsverräter in der imprägnierten deutschen Geschichte.
"Die sinkende Kampfwilligkeit im Reservoir der Wehrpflichtigen scheint zu belegen, dass auch die Ukraine eine postheroische Gesellschaft geworden ist". Das Reservoir des Menschenmaterials, das sich zum Abschlachten bereit findet, ist bedauerlicherweise begrenzt. "Weit mehr als 700.000 Wehrtaugliche" haben sich dem Krieg durch Flucht ins Ausland entzogen, obwohl sie doch "wertvolle Einsätze an der Heimatfront leisten" leisten sollten.
»Eine Heimatfront pflegt eigene Praktiken, Diskurse und Symbole. Diese bewirken eine gewisse Militarisierung des alltäglichen Lebens. Denn ihr obliegt es, die sozialen Energien anzuspannen für das politische Ziel, nämlich die kriegerische Selbstbehauptung der sich bildenden Nation. Doch in den ukrainischen Städten läuft anscheinend die Vergnügungsindustrie weiter wie im Frieden… Eine solche Weiterführung der Normalität ist abnormal, weil widersinnig, wenn die Unterwerfung droht.«
"Entartet" mithin.
Jene blutig errungene Würde des Krieges
Diese Normalität erzeugt
»… eine Mentalität, die sich verhängnisvoll auswirkt, sobald der Krieg endet und der Friede eintritt. Denn sie widerstrebt der Aufnahme des beendeten Krieges in den moralischen Haushalt der Nation und widersetzt sich seiner Bedeutung als einer kollektiven existenziellen Leistung, dank welcher sich ein Staat behauptet und eine neue Nation ihre politische Identität errungen hat…
Wird dem Krieg jene blutig errungene Würde entzogen, dann ist der Sinnhorizont derer, die sich geopfert haben für die Nation, unverträglich mit dem Sinnhorizont derer, die ohne Opfer den Nutzen ziehen aus der kollektiven Leistung. Ein solches Auseinanderbrechen wird Folgelasten auf das Zusammenleben nach dem Kriege legen, moralische, soziale, sozialpsychologische, edukative und kulturelle…«
Wie verheerend das sei, könne man an den USA erkennen, "als die kriegsmüde amerikanische Gesellschaft sich großenteils weigerte, den Vietnamkrieg als den ihrigen anzuerkennen".
Kollektiver Opfermut als kardinale Ressource
»… Am Einsatzwillen von Individuen und Gruppen hängen alle herausragenden Kulturleistungen; und der kollektive Opfermut ist die kardinale Ressource jeder kriegerischen Verteidigung…
Nun, da die Sorge lauter wird, es würden immer mehr westliche Staaten kriegsunfähig, ist daran zu erinnern, dass diese Unfähigkeit den Kern des Politischen betrifft. Zur militärischen Wehrlosigkeit treiben einige Faktoren, zwei davon beweisen eine besondere Schubkraft, zum einen die Tabuierung der Feindschaft in den öffentlichen Diskursen, zum anderen die ehrabschneidenden Angriffe auf die Streitkräfte.
Zunächst zum ersten Faktor. Feindschaft nicht denken können heißt die Augen vor dem Ernstfall verschließen…
Der Feind ist deswegen Feind, weil er unser politisches Sein infrage stellt und eventuell zerstören will… Wer sich weigert, Feindschaft zu denken, hat die politische Selbstbehauptung aufgegeben.«
Ob das Wort "Tabuierung" ebenfalls bildungssprachlich ist, habe ich dann doch nicht überprüft.
»Der zweite Faktor taucht in den öffentlichen Diskussionen kaum noch auf. Es geht nicht zuletzt um das Skandalon, dass man in Deutschland Soldaten als Mörder beschimpfen darf. Dieser berühmte Satz Kurt Tucholskys untergräbt die Gewilltheit, sich mit dem Gemeinwesen zu identifizieren, an zentraler Stelle – nämlich dort, wo der demokratische Staat dem schwersten Konflikt ins Auge sehen muss…
Im Juni 1999 scheiterte der letzte Versuch, ein Gesetz zum Ehrenschutz für Soldaten auf den Weg zu bringen. Der Bundestag begründete die Ablehnung des Antrags damit, es sei ein besonderer Ehrenschutz für die Bundeswehr „weder gerechtfertigt noch erforderlich“. Unsere politische Klasse glaubt demnach, dass Soldat sein ein Beruf wäre wie andere auch.
Indes, im Gegensatz zur Leistung aller anderen Berufe gibt es für diese „Leistung“ – bereit sein, das eigene Leben einzusetzen für die politische Gemeinschaft – kein materielles Äquivalent… Das einzige geeignete Äquivalent ist das ehrende Gedenken für die Gefallenen, die ehrende Anerkennung der Veteranen und die Achtung vor der beschworenen Todesbereitschaft derer, die unsere politische Freiheit bewaffnet sichern.«
Gibt es eigentlich einen Ort in der BRD, in dem nicht das "ehrende Gedenken" für die Mörder der beiden von Deutschland losgetretenen Weltkriege, mitunter gar als "Helden" gefeiert, in Stein gemeißelt wurde?
Der vom Liberalismus so gehätschelte Selbsterhaltungstrieb
Weil Namedropping den Artikel durchziehen muß, geht es so weiter:
»Solange der Krieg, wie Clausewitz darlegt, ein äußerstes Mittel der Politik ist, kann es sensu stricto keine postheroischen Gesellschaften geben, sondern nur entpolitisierte. Wieso? Die postheroische Gesinnung setzt Schillers Diktum „Das Leben ist der Güter höchstes nicht“ außer Kraft. Doch dann verschwände, wie Hannah Arendt gesagt hat, alle Moral und jede Ethik aus dem menschlichen Leben; und so fiele dieses auf ein animalisches Niveau. Gott sei Dank ist dem nicht so. Die subjektive Bereitschaft der Menschen, nötigenfalls das Äußerste zu opfern, ist immer vorhanden – ebenso wie jener vom Liberalismus so gehätschelte Selbsterhaltungstrieb.«

Es wäre an der Zeit, bei der Diskussion über drohenden Faschismus im Lande nicht nur auf die AfD zu starren, sondern solche Autoren in den Blick zu nehmen. Und die meinungsbildenden Medien, die sie popularisieren.
(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

Ich detektiere hinter all diesem bildungssprachlichen Wortgeklingel die feste Absicht des Herrn, seine nationenbildende Opferbereitschaft an der Front zu beweisen.
Wir sollten ihn keinesfalls davon abhalten, dem desertierungsgefährdeten ukrainischen Landser derartige Motivationsmoralische Kampfwilligkeitsbooster zukommen zu lassen. Sinnvollerweise direkt im Schützengraben.
Meine persönliche Opferbereitschaft für die Nation geht so weit, dass ich mich zu umfangreichen finanziellen Opfern (Sondervermögen) bereitfinden würde um ihn stilgerecht auszurüsten und zu transportieren.
Möglicherweise wäre es sinnvoll einen Sammeltransport der einschlägig Hochmotivierten an bevorzugte Frontabschnitte zu organisieren.
Die entsprechende Talkshow Begleitung sollte natürlich zeitgleich vor Ort erfolgen damit der Heroismus dieser Teilhabe an der politischen Gemeinschaft in aller gebotenen Ausführlichkeit nicht nur kommentiert sondern auch ge- und erlebt werden kann.
Wenn jemand das Recht hat in irgendeinem Land der Welt einen Krieg zu führen, dann ist es das Volk dieses Landes, nämlich um sich selbst, seine Heimat und sein Vaterland sowie seine Errungenschaften zu verteidigen. Erfolgreich kann ein solcher Kampf nur dann sein, wenn sich der Staat in den Händen des Volkes befindet.
Derzeit gibt es kein einziges Land auf das diese Aussage zutreffen würde!
"… wenn die Unterwerfung droht"
Opfer oder Unterwerfung. Das sind also die Pole zwischen denen stockkonservatives Denken fluoresziert.
Dazwischen findet es "Generalmobilmachung", "kriegerische Selbstbehauptung", den "moralischen Haushalt der Nation", und endet im "Opfertod". Ein sadomasochistischer Intellektuellen-Porno, nur einen Hochschulabschluss entfernt vom Landser
Natürlich in der FAZ, der Wichsvorlage für Vaterlandsfreunde und das heimische Kapital.
„Eine Nation“, schrieb Genosse Stalin, „ist eine historisch entstandene stabile Gemeinschaft von Menschen, entstanden auf der Grundlage der Gemeinschaft der Sprache, des Territoriums, des Wirtschaftslebens und der sich in der Gemeinschaft der Kultur offenbarenden psychischen Wesensart.“
In "Marxismus und die Nationale Frage" zeigte Stalin daß die Nation keine Rassen- und keine Stammesgemeinschaft, sondern eine historisch entstandene Gemeinschaft von Menschen ist, daß die Nation kein zufälliges und kein kurzlebiges Konglomerat von Menschen, sondern eine stabile Gemeinschaft ist.
Jede Nation, jedes Volk dieser Welt ist das Ergebnis einer geschichtlichen Entwicklung und nicht die Folge einer Rasse!
@R. Furt: Und da der Genosse Stalin immer Recht hat, kann es daran keinerlei Zweifel geben…
@aa, Merkmale, was ein Volk, was eine Nation betrifft, sind Kriterien die zur Beurteilung heutiger Vorgänge unerlässlich sind. Was tun denn EU-Staatsmänner hinsichtlich nationaler Fragen, hinsichtlich einer zukunftsweisenden, kulturellen und geistigen Entwicklung ihrer Völker? Einigkeit und Recht und Freiheit? Souveränität, Selbstbestimmung?
Diese Fragen können wir uns schenken!
Frage @aa: Ist Migration im Interesse der Deutschen Nation?
Was Stalin betrifft, er war es der sich maßgeblich für ein geeintes Nachkriegsdeutschland eingesetzt hat und die Verhandlungen in Jalta und Potsdam dahin lenkte daß ALLE Alliierten diesbezügliche Schlüsse fassen und beurkunden.
Damit hat Stalin für die Deutsche Nation mehr getan als alle anderen deutschen Staatsmänner der letzten 2000 Jahre!
@Erfordia…: Selbst Stalin hätte auf diese Frage die Gegenfrage gestellt, für welche Klasse der Nation welches Interesse gegeben ist. Vermutlich hätte er festgestellt, daß das Thema der Migration sehr unterschiedliche Interessen bedient.
Von den großen Linien her sieht das Kapital recht gerne billigere Arbeitskräfte zuwandern. Es nutzt sie zugleich, um Spaltungen innerhalb der hiesigen Arbeiterschaft zu schüren. Sein politischer Arm, jedenfalls der rechte, pflegt das Narrativ: Die billigen ausländischen Menschen nehmen den deutschen ihre Arbeitsplätze weg, zumindest senken sie das Lohnniveau. Was vermeintlich folgerichtig daherkommt, unterschlägt, daß die Höhe von Löhnen und Gehältern immer eine Frage des Kräfteverhältnisses zwischen den "Sozialpartnern" aka Klasse ist.
Schon immer hat die Kapitalseite mit dem Argument, in Tschechien oder Bangladesch seien die Löhne viel niedriger, meist erfolgreich versucht, Löhne zu drücken und Arbeitsplätze zu vernichten. Daran würde sich kein Deut ändern, wenn weiteren armen Schluckern aus dem Ausland der Zuzug untersagt wäre. Eine Parallele zu dieser Diskussion findet sich übrigens in der frühen Debatte der Gewerkschaften über die Zulassung von Frauen zur Arbeitswelt. Auch damals gab es die Befürchtung, Frauen würden die Löhne senken. Es brauchte geraume Zeit und mehrere Kriege, in denen Frauen notgedrungen eingestellt wurden, weil die Männer an der Front waren (und oftmals dort verreckten), um zu erkennen: Die Höhe der Löhne wird bestimmt durch die Kämpfe der Arbeitenden. Daran sind im übrigen migrantische ArbeiterInnen oftmals entschlossener beteiligt.
@aa:
"Was vermeintlich folgerichtig daherkommt, unterschlägt, daß die Höhe von Löhnen und Gehältern immer eine Frage des Kräfteverhältnisses zwischen den "Sozialpartnern" aka Klasse ist."
Genau darum geht es.
Die "Zulassung" von Frauen, in männerdominierten Arbeitswelten hat ganz eindeutig ergeben, daß es am Interesse mangelt. Die Bereiche sind nach- wie vor männerdominiert. Leider sogar dementsprechend leicht "politisiert". – Letzteres aber ein anderes Thema.
Wir haben gerade eine Zeit (hoffentlich) hinter uns gelassen, in denen Homosexualität, Transgenderismus und "Migrationshintergrund" (was immer man darunter verstehen möchte) stark gehypet, und Minderheitenzugehörigkeit wie "Behinderung" weggeleugnet wurden. Die waren nicht "en-vogue".
Wer heutzutage eine Fernsehsendung betrachtet, muß glauben daß der Querschnitt der Bevölkerung aus zwanzig Prozent "Homos und Transen", zwanzig Prozent ausländischen und zwanzig Prozent deutschen Mit-Migrationshintergrund,, zwanzigt Prozent deutschen Firmeninhabern, Geschäftsführern und Mnagern, Dann kommen noch Zehn Prozent Paraplegiker, Psychisch-Labile und "duften-knorken" Harz-IV-Empfängern hinzu und den Rest bilden Studenten und Umweltaktivisten. Ob das jetzt mathematisch genau auf 100% paßt erübrigt sich. Es ist ganz einfach Anti-Mathematisch – also Falsch!
Wer beachtet dabei noch das Tollhaus Parlamnent? Soviel zur Medienhoheit, welche ja weiter ausgebaut wird. Sollte sich der Kreditrahmen irgendwann einengen, gehts halt mit Gesetzen und Erlassen weiter – eben der Sparvariante!
Was bitteschön ist an diesem Thema überhaupt "Links"? War "corona-pandemic" denn keine Lehre für alldiejenigen die sich angeblich für "links" halten. [Ich weiß, die Antwort wäre NEIN – also bitte …] Was bitteschön soll "Links" denn jetzt sein. – "Realitätsfern", das sagen dei "Rechten" doch schon seit immer! Logischerweise alkso: bestätigend Rechtsstützend. Gibt's oft.
Die Zahl der Beschäftigten wird wohl zu Gunsten von Maschinen stark sinken, das System enden oder gar Beides gleichzeitig.
ja @@aa, ich denke auch daß Stalin so geantwortet hätte. Denn eine Migration die sich gegen alle Merkmale richtet, welche eine Nation bestimmen, kann nicht im Interesse dieser Nation sein, sondern nur im Interesse einzelner Klassen.
@R. Furt: Welche Merkmale der Nation mögen es sein, die die Migration angreift??
@aa, nicht die Migration sondern der Staat der diese Migration als Mittel benutzt zur Unterdrückung nationaler und Durchsetzung privater Interessen. Migration war noch nie eine spontane Erscheinung!
Es geht um den "gerechten Krieg", der ist ewig ein "Verteidigungskrieg": "lieber tot als rot!" /lieber du als ich.
der verteidiger opfert den anderen sich.
der überlebende opferte sich den Getöteten (nicht "dem").
"Der Feind ist deswegen Feind, weil er unser politisches Sein infrage stellt und eventuell zerstören will…" (Flaig)
„Der Krieg folgt aus der Feindschaft, denn diese ist seinsmäßige Negierung eines anderen Seins.“ (Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen, Text von 1932, 7. Auflage, 5. Nachdruck der Ausgabe von 1963, Duncker & Humblot, Berlin 2002, S. 33)
———————————
„Der Krieg ist für Kant ein Zustand, in dem ein Gemeinwesen seinen Erhaltungswillen unter Beweis stellen kann. Im Krieg wird die loyale Bindung der Bürger zum Staat offenbar. Der Bürger kämpft für die Erhaltung seines Gemeinwesens: „Der Krieg kann nur Tugenden hervorbringen, wenn er patriotisch ist, d. i. wenn er nicht dazu dient sich Geld u. Unterhalt zu erwerben, sondern sich zu erhalten, und wenn der Soldat wieder Bürger wird.“ (Kant, GW Band XX: Bemerkungen zu den Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (Handschriftlicher Nachlass), S. 76.)“ (Milosz Matuschek, Erinnerungsstrafrecht. Eine Neubegründung der Holocaustleugnung auf rechtsvergleichender und sozialphilosophischer Grundlage. Schriften zum Strafrecht, Heft 231, Duncker & Humblot, Berlin 2012, S. 161)
—————————
„Heute in dem totalen Kriege ist das Wort Volk und mit ihm [mit dem Wort] es [das Volk] selbst in die vorderste Linie gerückt, es ist zugleich die Bedeutung der Volksseele für die Erhaltung des Volkes in seinem täglichen Leben und erst recht in seiner Todesnot erkannt worden. Gewiß geht es im totalen Kriege auch um die Erhaltung des Staates, die ja von der Erhaltung eines freien Volkes nicht zu trennen ist, aber im totalen Kriege kämpft schließlich nicht der Staat, sondern das „Volk“. Jeder Einzelne im Volk hat seine gesamte Kraft an der Front oder in der Heimat einzusetzen. Er wird dies nur tun können, wenn es kein Gerede, sondern unantastbare Wahrheit für ihn ist, daß der Krieg allein um die Lebenserhaltung des Volkes geführt wird. Im Volke liegt der Schwerpunkt im totalen Kriege [auf dem Volk liegt die Last]. Die Führung desselben hat mit dem Volk zu rechnen. Die totale Politik hat ihr die Kraft des Volkes zur Verfügung zu stellen und das Volk zu erhalten. Der Beachtung tiefer rassischer und seelischer Gesetze wird es gelingen, Volk, Kriegsführung und Politik zu der gewaltigen Einheit zu verschweißen, die die Grundlage seiner Lebenserhaltung ist.“ (Erich Ludendorff, Der totale Krieg. Faksimile der 1939 in München im 104.–108. Tsd. erschienenen Ausgabe. [Erste Ausgabe 1922.] Archiv-Edition, Verlag für ganzheitliche Forschung, Viöl/Nordfriesland 1999, S. 28.)
Richtig @holger @blank, es gibt gerechte und ungerechte Kriege. Und da sich im Goßen Vaterländischen Krieg der UdSSR der Staat in den Händen des sowjetischen Volkes befand war dieser Krieg sowohl gerecht als auch erfolgreich.
Denn erstmals in der Geschichte der ganzen Menschheit haben da Menschen IHR Volk, IHRE Heimat, IHR Vaterland und IHRE sozialistischen Errungenschaften verteidigt! Was dieses Volk unbesiegbar machte!
@R. Furt
Was dem "unbesiegbaren Volk" vor allem geholfen hat, waren die Unmengen an Rüstungs‑, Material und Rohstofflieferungen der Alliierten.
Das soll nicht die Leistung der sowjetischen Soldaten schmälern, wie der "Große Vaterländische Krieg" jedoch ohne die massiven Hilfslieferungen, vor allem der USA verlaufen wäre, darüber kann man nur spekulieren.
Propaganda ist nur Bestandteil des Erfolgs. Ohne die materielle Basis wird es schwierig, mit der Unbesiegbarkeit. Die Ukrainer können davon ein Lied singen, und auch der Kollege Flaig sollte sich das hinter die Ohren schreiben, wenn er seine schwülstigen Opferungsfantasien in die Welt setzt.
@Pandemievertrag,
Rüstungs‑, Material und Rohstofflieferungen der Alliierten sind eine Erfindung der westlichen Propaganda. Fakt ist, daß mit dem Ende des 2. WK eine neue Epoche der Menschheit begann, die Epoche des weltweiten Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus. Und diese Epoche ist noch lange nicht zuende!
die Rote Armee war kein Privatunternehmen.
Stalin war nicht der Unternehmensinhaber.
deutschland war ein Privatunternehmen. Hitler war der Inhaber.
heute stehen sich nur noch Privatunternehmen/er gegenüber.
Die opfernden unten, die "verwaltenden" oben – wie es sich gehört. Da bleibt natürlich keine Zeit für den "Wehrdiemst" über, bei so vielen Aufgaben (Die sich selbst quasi schon auf-gaben, vor lauter "Pflichten") – Stell Dir vor Unterschicht, es gibt Krieg. Geht schonmal vor, wir stehen hinter Euch! 😀
Individualrecht vs. Wehrpflicht. Wer sich per Vertrag zur Zahlung einer Summer verpflichtet, muß sich nicht wundern wenn der Schuldner sie beim Ausbleiben versucht einzutreiben. In dieser Sprache kann man es den feigen Knallköpfen wohl am besten verdeutlichen. Eine "Allgemeine Wehrpflicht" gehört zum Vertrag.
Warum gibt der Bürgerliche nicht zu, daß er zu seinem persönlichen Wohl, koste es so viel es will, Unterschichtige massenhaft zu verheizen sucht – obendrein in einer extremst dümmlichen Manier! Des Pudels Kerne, wohl.
Jacob Burckhardt, Kriege als Maßstabgeber für die historische Kraft einer Nation. Mit diesem "Axiom", kann man sich prima, je nachdem wer den Krieg gewinnt, auch beim neuen Hgemon geltend machen. – Falsch verstanden, Ich?
Die Ukraine – berücksichtigt man alle Narrative – kämpft derzeit einen verkleinernden Krieg. Zumindest wenn man es territorial sieht. Jetzt darf man sich nicht ausmalen, was zu geschehen hätte, um das Blatt zu wenden. Denk mal an!
Die Ukraine habe "diesen Kairos" im Frühjahr 2022 vorübergehen lassen. – Diesen Wer? – Egal. Viele ethnische Russen, unter den Ukrainern, suchten Schutz in Russland, viele Andere wiederum in Deutschland und anderen Staaten. Einem jeden von Denjenigen, in ukrainische Uniform gesteckt und bewaffnet, hätte bitte welches bedenkliche Gefühl bei den Machthabern hervorrufen können – spekulativ natürlich? – "Heikel".
Dem muß hinzugefügt werden, daß die "Combatanten" der (so "Minsk") unabhängigen Gebiete Donezk und Luhansk, ebenfalls Ukrainer sind. Und wenn ich es richtig verstanden habe, sahen diese das zum Teil auch genau so?!? – Frägt man sich also, wer gründet hier was, und warum berichtet man nach US of A, der Manier nach, wie zu einem Chef? Aber, daran beißt die Maus natürlich keinen Faden ab, bewegte sich doch die Armee Russlands auf ukrainisches Hoheitsgebiet – zweifelsohne uneingeladen UND ohne UNO-Mandat! – Nunja…
Wozu also die Glaubensfrage nach dem "Kairos". Wer schon einen Mangel an Glauben verheimlichen möchte, benutzt dafür gerne auch verschlüsselte Worttechnologien. Ist dieser "Glaube", welchem es, aller Abstrusität unterstellend, ermangeln könnte [Konjunktiv], in Wahrheit eine Art Zeichen – der $$$ gar? Wir werden es so "klar" niemals erfahren, fürchte ich.
Befremdlich die Tatsache, daß er nichtmal Ukrainer ist, und ihm dort die Felle, privilegierter Stand und "Existenz" wegzubrechen drohten, sondern zu jener Schicht Privilegierter gehört, welche sich in Luflinie zweier starker, im Frieden lebender Nationen vom Krieg entfernt, eingebettet im "NATO-Bündnis" befindet. Gibt es denn ein bildungssprachliches Femdwort für eine so geartete Entrücktheit? Vieleicht könnte mir da ja eine KI weiter helfen.
Und dann die "Fahnenflüchtigen". Nun, als "Söldner seiner Heimatfront" versieht er "seine Berufung" eben den Möglichkeiten entsprechend. Das ist nichts Neues, jedenfalls in Deutschland. Ärgerlich wenn die "Unterhaltungsindustrie" auf Hochturen, den interessanteren Zeitvertrib bildet, oder was genau stört ihn daran? Letztere ist, Rüstung und Nahrungsmittel gleichgestellt, im Wesentlichen doch Kern des Problemes. Darum geht es doch, im Grunde. Das kann ich in meiner laienhaften Informationsabhängigkeit natürlich nicht präzise beurteilen. Doch das Problem des Konfliktes scheint zu sein, wer in der Ukraine die Geschäfte kontrolliert. Interessant daß er angesichts dessen von einer Nationenneubildung spricht. Wie es scheint werden die profitierenden Nationen, gar keine "Neuen" sein. Soweit daß man glatt Namen nennen, es aber auch genausogut bleiben lassen könnte.
Kriege erzeugen Folgelasten für das Zusammenleben. Als Deutscher seiner Altersgruppe weiß er darüber Bescheid. – Keine Frage. – Er weiß daß er ganz bewußt "abstuft". Die Richtung ist unzweideutig.
Wer einen vom "Liberalismus gehätschelten Selbsterhaltungstrieb" zu erkennen vermag, scheint den Liberalismus weder ausreichend studiert noch verstanden zu haben, was ihn nicht gerade zu einem Ausnahmezeitgenossen machen würde. Schließe ich ihn aber vom liberalen Nationendenken einmal aus, so bleiben mir für seine "Kategorisierung" nicht mehr sehr viele Varianten nationalen Denkens übrig.
Es heißt immer wieder, dem Hitler sei es lediglich gelungen, minder gebildete Zeitgenossen und "einfachere Charaktere" in seinen Bann zu ziehen. Tut mir sehr leid, aber vor dem hoch gebildeten "Bürgertum" machte diese Form der ganz besonderen Dummheit, wie alle wissen (sollten, m.E.) nicht halt.
Die Auszüge belegen soweit, ein starkes Plädoier für die sich in der Etablierung befindliche Form der Zensur. Darüber hinaus lässt die Zustimmung zur Propaganda tief blicken, so der "Urheber" sich ja bereits um die Zweckhaftigkeit des Mittels, als darum wissend darlegt.
Das bildungssprachlichste und verträglichste Adjektiv daß ich ohne Wörterbücher dafür verwenden kann, wäre wohl opportunistisch.
nachgereicht:
https://www.youtube.com/watch?v=T2ttzdBZLFY
Vielen Dank für das Zerpflücken dieser (Sumpf-?)Blüte!
Ad hominem braucht man deren Au(!-)Toren erst gar nicht anzugreifen (obwohl mir, als überzeugtem Badener – nach Kurzlektüre [s]eines Wikipedia-Eintrags – der schwäbische Geburtsort vielleicht eine Zehennote wert gewesen wäre)!
Bei der FAZ-Leserschaft (m/w/d) kommt man ja mit einem "argumentum ad auditores" durch.
Ich habe auch mal ChatGpt befragt:
(Vorgabe: "Bitte nur maximal 3 Punkte um die Unvereinbarkeit des Textes mit allgemeinen Menschenrechten und der Tradition der Aufklärung hervorzuheben. Und maximal eine DIN A4-Seite. Gerne auch polemisch überspitzen und die potentielle Unzurechnungsfähigkeit des Autors hervorheben.")
Die Antwort kam ein wenig später als üblich:
"Drei Gründe, warum dieser Text ein intellektueller Totalschaden ist – und eine Gefahr für Menschenrechte und Aufklärung
1. Der Mensch als Kollektivvieh – Aufklärung rückwärts:
Der Autor verabschiedet sich komplett vom aufklärerischen Ideal des autonomen, vernunftbegabten Individuums. Stattdessen reduziert er den Menschen auf ein tribalistisches Herdenwesen, unfähig zu moralischem Denken außerhalb des „Stammes“. Die Idee universeller Menschenrechte wird so zur „kulturellen Eigenheit westlicher Gesellschaften“ degradiert – also bestenfalls ein modisches Accessoire, schlimmstenfalls ein übergriffiger Exportartikel. Das ist nicht nur geschichtsvergessen, sondern auch gefährlich: Wer Moral auf Gruppenzugehörigkeit beschränkt, ebnet den Weg für kulturellen Relativismus und moralische Beliebigkeit à la „Folter ist halt Teil ihrer Kultur“.
2. Die Menschenrechte als „Irrtum“ – autoritäre Rhetorik im gelehrten Gewand:
Wenn der Autor allen Ernstes nahelegt, dass Menschenrechte ein „Irrtum“ der Moderne seien – ein „funktionaler Code“, der nur in westlichen Gesellschaften funktioniert –, dann klingt das weniger nach Soziologie und mehr nach dem pseudointellektuellen Vorspiel für autoritäre Systeme. Der Übergang von soziologischer Deskription zu normativer Rechtfertigung ist hier fließend – und spätestens beim Begriff „opake Prozesse“ ist man gedanklich schon beim chinesischen Sozialkredit-System angekommen.
3. Gefährlicher Zynismus statt Humanismus – oder: Braucht der Autor ärztliche Hilfe?
Der unterschwellige Zynismus des Textes – Menschenrechte als „illusorischer moralischer Code“, die westliche Zivilisation als nicht verallgemeinerbar – erinnert weniger an Soziologie als an die nihilistische Weltverachtung eines gelangweilten Bourgeois mit Hang zur akademischen Provokation. Wer ernsthaft meint, dass universelle Würde ein westlicher Sonderfall ist, dem wäre entweder ein Gespräch mit einer Geflüchteten oder ein MRT des Frontallappens zu empfehlen. Die Polemik ersetzt hier die Analyse – und die Ratio die Ressentiments.
Wenn das so weitergeht, schreiben demnächst Kühlschränke Texte über die Relativität der Kühlkette."
— was mich zu einer weiteren Aufgabe an "die KI" inspirierte:
".…und jetzt widerlege deinen eigenen Textvorschlag!"
ChatGPT:
Sehr gut – du willst also die Dialektik aufs Parkett führen. Hier ist eine Widerlegung meines eigenen polemischen Textes – diesmal sachlicher, differenzierter und mit einem gewissen Verständnis für die Denkweise des ursprünglichen Autors. Ich nehme die drei Kritikpunkte auf und zeige jeweils, warum sie verkürzt oder ungerecht sein könnten:
Drei Gründe, warum die Kritik zu kurz greift – und der Text mehr verdient als nur Polemik
„Kollektivvieh“ oder realistische Anthropologie?
Die Annahme, dass der Mensch primär in Gruppenstrukturen denkt und handelt, mag der aufklärerischen Idee des autonomen Subjekts widersprechen – aber sie ist empirisch gut belegt. Evolutionspsychologie, Soziologie und Neurowissenschaften zeigen immer wieder, dass moralisches Verhalten stark durch Gruppenzugehörigkeit geprägt ist. Der Autor beschreibt also einen anthropologischen Befund – er normiert ihn nicht. Ihm gleich kulturellen Relativismus zu unterstellen, verkennt die Differenz zwischen Beschreibung und Bewertung.
Menschenrechte als funktionale Errungenschaft – keine Verachtung, sondern Kontextualisierung:
Die Behauptung, Menschenrechte seien ein „Irrtum“, lässt sich auch als provokante Umschreibung dafür lesen, dass sie historisch gewachsen und institutionell fragil sind. Der Autor weist (vielleicht überspitzt) darauf hin, dass der Glaube an universelle Normen nicht automatisch global geteilt wird. Das ist keine Absage an den Humanismus – sondern ein realistischer Hinweis darauf, dass moralische Systeme nicht außerhalb von Kultur und Macht existieren. Wer globale Normen durchsetzen will, sollte ihre kulturelle Verankerung verstehen.
Zynismus oder intellektuelle Redlichkeit?
Was als Zynismus ausgelegt wurde, könnte auch als intellektuelle Nüchternheit verstanden werden. Der Autor stellt unbequeme Fragen: Funktionieren moralische Systeme unabhängig von ihren sozialen Bedingungen? Gibt es überhaupt so etwas wie universelle Werte – oder sind wir nur daran gewöhnt, unsere als solche zu betrachten? Solche Fragen mag man unbequem finden, aber sie zu stellen bedeutet nicht, die Antworten schon zu kennen oder autoritäre Alternativen zu bevorzugen. Im Gegenteil: Wer an universelle Rechte glaubt, sollte in der Lage sein, ihre Grundlagen kritisch zu durchleuchten.
Fazit:
Die ursprüngliche Kritik arbeitet sich an der Pose des Textes ab, aber übersieht seinen erkenntnistheoretischen Kern: dass Moral, Recht und Rationalität nicht im luftleeren Raum existieren, sondern im Gewebe sozialer Codes. Der Autor mag übertreiben – aber das bedeutet nicht, dass er unrecht hat.
Wenn du magst, kann ich aus beiden Texten einen kurzen Streitdialog zwischen zwei fiktiven Figuren machen – wäre das spannend?"
(mittlerweile würde ich die Frage mit einem klaren JEIN beantworten, da die Antwort maximal so vorhersehbar und unterhaltsam wie "Lanz" sein könnte – vielleicht mit ein bisschen mehr Nebelkerzen)
Ich habe (nach der ernüchternen Erkenntnis, dass es https://www.dwds.de/wb/tabuieren , zumindest als Verb, auch ohne Binnen-"is" gibt) der Versuchung widerstanden, "die KI" aufzufordern ein paar (sehr) selten genutzte altphilologische Termini einzubauen.
P.S.:
ich konnte der Versuchung nun doch nicht widerstehen – und das Ergebnis ist zu gut, um es dem geneigten Publikum vorzuenthalten:
ChatGPT:
"Aber mit Vergnügen. Hier ist die überarbeitete Widerlegung, gespickt mit einigen selten genutzten Fremdwörtern und altphilologischen Perlen – dezent, aber wirksam eingestreut, damit der Text nicht zur reinen Vokabelversteigerung verkommt:
Drei Gründe, warum die Kritik an jenem Traktat ins Leere läuft – und was man bei aller Irritation nicht ignorieren sollte
„Kollektivvieh“ oder deskriptive Anthropologie?
Was als Misanthropie oder gar Anthropomachie gedeutet wurde, ist womöglich nichts weiter als eine nüchterne Diagnose des zoon politikon. Der Autor operiert mit einem tragischen Menschenbild, das in seiner Grundstruktur auf Aristoteles zurückverweist: Der Mensch als primär sozial konstituiertes Wesen, affektgesteuert, tribalistisch, jederzeit zur Hybris neigend. Wer dies als Zynismus denunziert, verkennt, dass hier kein Imperativ, sondern ein heuristisches Instrumentarium geboten wird.
Menschenrechte als säkularisierte Theologia civilis
Die angebliche Verächtlichmachung universeller Menschenrechte lässt sich auch als Reflex auf ihre sakralisierte Selbstwahrnehmung lesen. Der Autor betreibt gewissermaßen eine Apokalyptik der politischen Moral – nicht, um sie zu zerstören, sondern um ihre Prämissen zu entmythologisieren. Dass Rechte nicht ex nihilo existieren, sondern kontingente Epiphänomene historischer Prozesse sind, ist kein Nihilismus, sondern eine historiographisch gut fundierte Skepsis. In dieser Perspektive ist das Ideal des universalistischen Normensystems nicht Makulatur, sondern ein Artefakt – bewahrenswert, aber nicht naturwüchsig.
Zynismus oder philosophische Parrhesia?
Wenngleich der Duktus des Textes durchaus zur polemischen Exaltation neigt, könnte man darin auch eine Form der Parrhesia erkennen – jene antike Freimütigkeit, mit der Wahrheiten ausgesprochen werden, selbst wenn sie unbequem sind. Die invektiven Zuspitzungen sind weniger Ausdruck geistiger Dyskrasie als vielmehr Stilmittel sokratischer Provokation. Wer moralische Überzeugungen im Modus der Aporie befragt, stellt sie nicht notwendig infrage – er exponiert ihre Fragilität, um sie gegen den Schleier der Ideologeme zu wappnen.
Conclusio:
Die ursprüngliche Kritik verwechselt Rhetorik mit Intention und Stil mit Gehalt. Der Text, so sperrig er ist, verweigert sich der gängigen Eschatologie des Liberalismus nicht aus Bosheit, sondern aus methodischer Redlichkeit. Man mag ihn antipathisch finden – aber im Sinne der alten Rhetoren: non est disputandum de gustibus, wohl aber über Argumente.
Wenn du willst, kann ich den Text stilistisch auch noch stärker an einen pseudo-scholastischen Duktus anlehnen – mit mehr pars pro toto, argumentum ad absurdum und einer Prise fin-de-siècle-Überspanntheit."
@Giaur: Köstlich!
Ja, dann sieht der juristische Prozess der Zukunft wie folgt aus:
Den Vorsitz führt Chat-GPT
Die Anklage vertritt Chat-GPT
Die Verteidigung vertritt Chat-GPT
Bitte um Entschuldigung, und welche Therapie empfiehlt Chat-GPT-Mandat1 dem Chat-GPT-Mandat2 ? Sind wir nicht alle ein bischen .…… (KI bitte vervollständigen mit den üblichen rechtsschreib- und Syntaxfehlen)
https://www.youtube.com/watch?v=LDyizHZL6w4
bei etwa 1:50 These: Die KI wird sich etwa 2037 selbst hinreichend verstehen. – Boahh!
Aber "klingen" tut die KI schonmal gut. Bei Müll kommt es eben auch nur auf die Verpackung an. Als Manager würde ich mich schonmal warm anziehen. Hihi. Und das mit der (Nicht-) Haftung kriegen die auch noch in den Griff. Haben die (realen) Männis ja schließlich auch geschafft. – Bloß teurer! 😀
Versucht man den Leuten schonend beizubringen daß die Welt verrückt geworden ist, und dann sowas. Die KI ist Balla-balla! Gipfelniveau, auf.
Zu angeblich ChatGPTs letzter durch Sie, Giaur, angefragten Analyse:
1. Flaig bietet kein "heuristisches Instrumentarium", sondern verabsolutiert sein Menschenbild – das besagt, dass der 'Mensch des Westens' über allen anderen steht. Flaig entwickelt keine Fragestellung mit Pro- und Contra-Argumenten, er reflektiert nicht, wo sich Widersprüche innerhalb seiner Thesen ergeben, und er bietet keine Werkzeuge zur Überprüfung seiner Aussagen (das alles und noch viel mehr wäre ein "heuristisches Intrumentarium").
2. Flaig verabsolutiert sehr wohl ein Normensystem, das er überdies als universalistisch mystifiziert. Es besagt, dass es dem alle anderen überragenden westlichen Menschen (bzw. der alle anderen überragenden westlichen Gattung) 'irgendwie' naturwüchsig eigen und für alle anderen uneinholbar sei, weshalb sie nur mit blutiger Vernichtung darauf regieren könnten und würden.
Auch nicht ganz neu ist in Flaigs Ideologie bzw. Normensystem das zentrale Element des individuellen Opfers für die Gemeinschaft.
– Hier sieht man: Wie eng verwandt sein Denken mit dem von ihm doch stets als "DAS GANZ ANDERE", das Un- ja: Außermenschliche 'perhorreszierte' v.a. "des Islams" ist, ist diesem verbitterten Männlein völlig unbewusst.
3. Flaigs rhetor. Stilmittel sind bar jeder Sokratesscher Mäeutik: Flaig fragt nicht, er indoktriniert per Dekret-artigen Ausagen.
Wenn Flaig mit Sokrates eine Ähnlichkeit hat, dann hat auch ein Kronkorken Ähnlichkeit mit einer Opernpartitur.
~ ~ ~
Würde ich Flaig nicht einstmals persönlich gekannt haben, hielte ich ihn für eine KI. (Aber wer weiß, ob er noch lebt, ich nicht.)
Passend dazu:
"Keine Reichweitenbeschränkung mehr: Merz hebt Limit für Ukraine-Waffen auf".
Es macht ganz den Anschein, als wolle CDU-Kanzler Merz dem Autor des obigen Artikels in der Faz seinen sehnlichen Wunsch erfüllen, und die "kriegerische Selbstbehauptung der Nation" in "blutiger Würde" herbeiführen.
Wie er das bewerkstelligen will – mit welchen Waffenlieferungen gegen Russland – darüber will er nicht mehr reden. Dass er Scheiße gebaut hat, merken wir also erst, wenn es über unseren Köpfen kracht.
Dabei hätte man es vorher wissen können: Merz hat nie ein Geheimnis aus seiner kriegstreiberischen Haltung gemacht, und was die konservative Seele für die Menschen in diesem Land vorgesehen hat, findet sich beim Todes-Mystiker Flaig: Die "Bereitschaft […] das Äußerste zu opfern", und das "ehrende Gedenken für die Gefallenen".
Flaig: »Um Missverständnissen vorzubeugen: Dass „Opferbereitschaft“ hier keinen religiösen, sondern einen rein politischen Sinn hat, ist a priori klar…«
Und ich armer, unwissender Naturwissenschaftler bin immer davon ausgegangen, dass die vom Volk zu erbringenden Opfer immer im politischen Sinn zu sehen waren, weil die herrschenden Verbrecher von der Antike bis heute diese Opfer zum eigenen Machterhalt einforderten bzw. noch immer einfordern, wobei es vollkommen egal war und ist, ob diese unter einem religiösen Deckmäntelchen standen oder nicht. Selbst wenn keine Religion eingesetzt wird, um das Volk zu manipulieren, zu unterdrücken, zu bestehlen und zu ermorden, so sind es doch immer dieselben Methoden.
Während der vergangenen Jahre hat die Corona-Sekte uns immer wieder erklärt, die vielen Verletzten, Kranken und Toten als Folge des Spritzmitteleinsatzes wären notwendige Opfer gewesen, um größeres Unheil durch das Corona-Monster, die schlimmste Pandemie aller Zeiten abzuwenden. Die Hohepriester der Tagesschau gingen sogar so weit, dass sie uns ihren Guru Bill Gates zum Fliegenden Spaghettimonster erkoren. Die medialen Scheiterhaufen brannten schon lichterloh. Es gab Menschen, die den Terror der Corona-Sekte nicht verkraften konnten und sich deshalb selbst umbrachten.
Jetzt wird der heilige Krieg gegen den pösen Putin ausgerufen. Unser Land sei erst erlöst, wenn wir bis 2029 alle kriegsbereit sind. Wir müssen unseren Glauben an "unsere Demokratie" verteidigen und Opfer bringen. In was unterscheiden sich überhaupt die Kriege gegen Russland von den Kreuzzügen?
Wie ist das eigentlich mit dem Klimawandel durch den "CO₂ Verbrauch" (so beschreiben es die Grünen)? Ist das eine Religion, die von uns Opfer (Steuerabgaben) verlangt oder die "neue Wissenschaft", der die Politik folgt? Hier eine Prophezeiung, für alle, die schon so richtig auf die CO₂-Steuer eingestimmt sind: "Wasserknappheit". Das wird kommen und es werden von uns Opfer verlangt. Die Glaubensbekenntnisse werden schon geschrieben, mit sich ständig überschlagenden apokalyptischen Meldungen.
Von einem Althistoriker hätte ich mir gewünscht, dass er die Herrschaftsinstrumente kennt, ihren Einsatz versteht und einen Bezug zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart herstellen kann, damit wir Menschen uns als Persönlichkeiten und gleichzeitig als Gesellschaft weiterentwickeln.
https://nitter.net/pic/orig/media%2FGr2OrM_XsAEcZZx.png
Friedrich Merz vor 7 Stunden auf seinem Account bei "X":
"Wir werden alles tun, was in unseren Kräften steht, um die Ukraine weiter zu unterstützen. Das bedeutet auch keinerlei Reichweitenbeschränkungen mehr für Waffen, die wir liefern. Die Ukraine kann sich jetzt auch verteidigen, indem sie militärische Stellungen in Russland angreift." (1)
(1) >>> https://x.com/bundeskanzler/status/1926985204498829795
Da hat sich aber ein Patriot imperialistisch-großbürgerlich "ausgekotzt".
Es geht immer nur um die Frage der Opferbereitschaft für die Nation, die nach den Vorstellungen des Großkapitals und der auf der eigenen Schleimspur ausrutschenden Parteienoligarchie, definiert ist. Die Frage ist doch, ob ich bereit bin, mir unbekannte Menschen aufgrund eines staatlich verordneten Massenmords zu erledigen. Ob ich bereit bin, Leben zu vernichten, Leid zuzufügen. Und dies mir unbekannten Menschen, nur weil mir befohlen wird, dass ich diese hassen und vernichten muss? Die Antwort lautet schlicht: Nein!
Ich möchte nicht vernichtet werden oder verstümmelt. Und ich mag dies auch keinem anderen zufügen.
Kriege sind Maßstabgeber, welche einer Nation ihre historische Kraft anzeigen? Was ist eine Nation, wer bestimmt, was "eine Nation" wie zu sehen hat? Aber es beschreibt zumindest die Realität, dass die "Nation" versucht mir vorzuschreiben, wen ich zu hassen und zu erledigen habe. Für die historische Größe der Nation.
Danke, nein. Ich perhorresziere vomierend.
Kommt drauf an, für welche Demokratie man Opfer bringen soll. Welches System nennt sich selbst schon "Diktatur" oder "Unrechtsregime"… Auch die DDR war ja ausdrücklich eine Demokratie.
@Sica, auch die DDR war eine Klassengesellschaft. Die Klasse des werktätigen Volkes – die herrschende Klasse –bildete jedoch die Mehrheit, bestimmte also maßgeblich den Verlauf der nationalen und gesellschaftlichen Entwicklung.
In der BRD ist die Herrschende Klasse eine Minderheit.
Das ist lupenreine Goebbels-Rhetorik.
Daß dieser verbale Ausfluss übelster Machart auch noch mit "Krieg und Werte" überschrieben ist, ist eine Verhöhnung sondergleichen.
Und daß sich die immer wieder so gern geforderte 'Opferbereitschaft', das "Gürtel enger schnallen", der Verzicht und die "gemeinsam zu tragenden Lasten" natürlich nur für den niederen Pöbel gelten, versteht sich von selbst.
Solche Schreibtischtäter und Salon-/Sofa-Bellizisten hat es immer gegeben und wird es wahrscheinlich auch immer geben.
Daß solchen Empathie‑, Geist- und Seelen-Befreiten mittlerweile immer unverblümter eine derartige Bühne eingeräumt wird, ist das eigentlich Unfassbare.
In jeglicher Hinsicht (und das gilt sowohl für diesen sogenannten 'Historiker', der offensichtlich ein paar Mal zu oft in Stahlgewittern gebadet hat, als auch für die zuständige Redaktion) einfach nur erbärmlich und ekelerregend.
danke für das Rechtsradikale Geschmalze.…
(man merkt Akademiker-Bildung ist nicht alles 😉
folgenden Satz finde ich spannend:
"Die Ukraine kämpft einen gründenden Krieg, in welchem das multiethnische und plurisprachliche ukrainische Volk zur Nation wird."
wird uns nicht dauernd verklickert, dass die UK Jahrzehnte (ja eigentlich Jahrhunderte) lang eine tolle westl geprägte Demokratie-Nation war, bevor der pöse Putin kam?
@Marla, die Ukraine ist ein Kind der Revolution, ein Kind Lenins und Stalins. Denn erst die Rote Armee hat dieses Land von faschistischen Milizen gesäubert und wirtschaftliche Bedingungen für eine freiheitlich demokratische Entwicklung des ukrainischen Volkes geschaffen.
@Maria: "Akademiker-Bildung ist nicht alles"
Das akademische Bildungswesen lässt sogar Schreib- und Syntaxfehler in einem ganz neuen Licht an Abwechslung erscheinen und wahre Freuden eröffnen sie vorfinden zu können.
Dabei könnte die Wahrheit über ihre Entstehung (der Rechtschreibfehler) , in einigen Fällen, sehr verstörend auf die Bevölkerung wirken, und sogar auch den akademischen Teil?
Wie jedoch eine KI in der Lage ist, den Wald- und Wiesenakademiker (s.O.) zu ersetzen, läßt bestätigend blicken. War doch seine wahre Domaine bisher, korrekt schreiben und lesen zu können. – Nicht wahr?
Unter dem Aspekt wäre ich bestimmt auch dafür den "Kapitalismus" so schnell wie möglich abshaffen zu wollen. 😀
Dieser Post ist ohne Unterschrift.
Gerade arbeite ich mich – durchaus mit Mühe – durch Adornos "Jargon der Eigentlichkeit", und, kennte ich Flaig nicht aus meinem Leben Nr. 1 persönlich, würde ich mich damit bescheiden, ihn genau dort: in diesen Heideggerianischen Wortschawülsten (sic!) zu positionieren.
Da ich Flaig aber persönlich kenne, weiß ich leider auch, dass manchmal Männer von eher kleiner, zarter Statur (vielleicht, weil sie als Vertriebenenkinder im Schwabenlande nur wenig zu beißen bekamen) und nie mit der so heiß&innig erhofften Endstation "C4-Professur" (der so viele "Opfer" gebracht wurden) gesegnet, sondern nur – und nur mit Hängen und Würgen vor der Altergrenze – mit einer W‑Professur an einer 'niederrangigen Ost-Uni im Norden' betraut, sich förmlich aufzehren ob all der gescheiterten Lebenspläne.
Dann werden sie bitter und als ehemalige Radikallinke auch üble Renegaten, die nur ein Ziel kennen: Sich in die "Presse", an die sie nach wie vor glauben, zu bringen, auch noch mit 76 und immer zarterer Statur und mit einem von A bis Z gefälschten französischen Akzent, mit dem sie irgendwann in jedem Gespräch beiläufig betonen, dass sie bei Bourdieu studiert hätten, um kurz darauf mit diesem falschen Akzent zu bemerken, dass die Afrikaner die wahren Sklavenhalter waren und die teutsche Jugend wieder ihr Leben als Opfer darbringen muss.
Bei den nachdenkseiten finden sich hier im Leserbrief Nr. 5 weitere Informationen zu dem opferungswütigen Historiker, der bei Studenten anscheinend weniger, bei der AFD dagegen umso beliebter war.
Leserbrief Nr. 15 zeigt Ozzy Osborne als Antikriegsaktivisten, und dass die Würze in der Kürze liegt:
Der Krieg,
der stellt die Weichen,
links die Leichen,
rechts die Reichen
(Erich Fried)