Den Einen wird's gegeben, den Anderen genommen…

Es geht um dunk­le Materie, ent­fernt ver­wandt mit der daselbst ent­wickel­ten mRNA (magic Randomly Nonsens Agent).

stern​.de (22.5.25)

Ein ursprüng­li­ches Vorhaben aus dem Jahr 2020 wur­de auf Eis gelegt.

»…Grob gesagt suchen Wissenschaftler des Instituts für Physik, des Instituts für Kernphysik und des Helmholtz-Instituts Mainz nach einer Art neu­er Physik, die über das Standardmodell der Teilchenphysik hin­aus­geht. Dieses kann bestimm­te Phänomene im Universum wie die Existenz von dunk­ler Materie nicht erklären.

Die Wissenschaftler unter­su­chen, ob es nicht doch bis­lang unbe­kann­te Kräfte und Teilchen gibt, die Erklärungen bringen…«

"Die Förderung betra­ge bis zu 66 Millionen Euro für die näch­sten sie­ben Jahre, schrieb die JGU". Ein zwei­tes Projekt mit dem mög­li­chen Ziel, "lang­fri­stig künst­li­che Organe" zu ent­wickeln, erhielt kei­nen Zuschlag.

Soziales ist halt nicht exzellent:

»Demnach will die Stadt eini­ge Gebühren und Beiträge erhö­hen: unter ande­rem die Gewerbesteuer, die Vergnügungssteuer auf Spielautomaten, die Elternbeiträge für Essensgelder in Kitas und Schulen und die Anwohnerparkgebühren. Ihre Ausgaben will die Stadt um 10 Prozent sen­ken – wenn nicht gera­de Verträge oder Beschlüsse bestimm­te Summen vor­ge­ben. Weitere Kürzungen betref­fen unter ande­rem die Sozialausgaben und die Gebäudeunterhaltung…«
mer​ku​rist​.de (21.1.25)

13 Antworten auf „Den Einen wird's gegeben, den Anderen genommen…“

  1. Das mit Godzilla ist noch nicht "durch"

    Solange man Auswendischlerna und Andersprotektionierte pre­fe­riert wird die Physik erst­mal nicht vor­teil­haft rund­erneu­ert – eher flicken­ge­schu­stert. Da bleibt man bes­ser bei dem was man hat. Oder wird etwa in heim­li­chen Löchern, Sondersüppchen noch und nöcher, in den Löcher gekocht. Wer weiß .….

    Aber eins scheint klar zu sein. Wer's gar nicht bringt wird hoch-bezahl­ter Pandemiemodellierer. (Im Ggs. zu Hobby-!) – Hobbymodellierer sind natürl­cih "geneh­me Leuete", bloß bit­te nicht unter der Rubrik "wis­sen­schaft­lich". Damit kön­nen Politik und Management nicht umge­hen. Das ist wie mit Kindern und gefähr­li­chen Gegenständen. Das muß man lei­der so erklä­ren, weil es sonst zu umständ­lich wirkt – in etwa so umständ­lich wie eine AGB.

    Von Kriminellen, selbst­re­dend ganz zu schwei­gen. Ist klar, ne? (Denk mal an!)

  2. Ah, ein Beitrag aus der Rubrik:

    ««
    Fortschritt & Entwicklung

    Auf Einladung des NOMEN+OMEN-Verlages fand in Tübingen das erste Treffen der Welt von Schamanen und Ingenieuren statt.
     Die Schamanen waren gegen Erstattung der Reisekosten aus dem drit­ten vor­christ­li­chen Jahrtausend ange­reist, kau­ten auf Rauschkräutern und ras­sel­ten mit Knöchlein. Die Ingenieure rauch­ten Zigaretten und spiel­ten mit japa­ni­schen Taschenrechnern.
     «Was könnt ihr?» frag­ten die Schamanen.
     Die Ingenieure waren bemüht, sich durch vor­in­du­stri­el­len Wortschatz und kind­li­che Redeweise dem Steinzeitniveau der Magier anzupassen.
     «Wir haben eine Zauberscheibe», – damit mein­ten sie das Fernsehen, – «dar­auf kön­nen wir spre­chen­de und bun­te Bilder aus der gan­zen Welt herbeizaubern!»
     Die Schamanen staun­ten. Sowas konn­ten sie nicht.
     «Wirklich alles was ihr wollt?» frag­ten sie ungläubig.
     «Ja, alles!» sag­te der Oberingenieur. «Und wenn es uns nicht gefällt, dann schal­ten wir um auf ein ande­res Programm.»
     Die Zauberer hat­ten noch nie etwas von einem Programm gehört. Als man es ihnen erklärt hat­te, waren sie enttäuscht.
     «Ach so!», sag­te einer, «Ihr könnt auf eurer Zauberscheibe gar nicht sehen, was ihr her­bei­wünscht, son­dern zuerst muß jemand her­bei­wünsch­ba­re Bilder für euch machen!»
     Die Ingenieure erklär­ten das Auto. Das sei ein Apparat, der aus eige­ner Kraft über Land fah­ren kön­ne, weil er einen Kraftstoff in sich hät­te. Das gefiel den Schamanen.
     «Wirklich über­all hin, wo ihr wollt?»
     «Überall hin. Bloß manch­mal muß man das letz­te Stück zu Fuß gehen.»
     «Wieso?»
     Die Zauberer beka­men den Straßenbau erklärt und als sie das Prinzip ver­stan­den hat­ten, sag­ten sie: 
     «Ach so, ihr müßt euch erst befahr­ba­res Land machen, bevor ihr über Land fahrt! Ja, dann!»
     Nun spiel­ten die Ingenieure einen letz­ten Trumpf aus und erzählten:
     «Aber einer von uns hat schon den Mond betre­ten, ganz echt!»
     Die Schamanen waren skep­tisch und kicher­ten als einer sagte:
     «Ich glau­be, die müs­sen sich erst einen betret­ba­ren Mond machen, bevor sie den Mond betreten!»
     Das ver­stan­den die Ingenieure nicht. Sie piep­sten ner­vös mit ihren Taschenrechnern und nach einer Weile sag­ten sie mit beschwö­ren­dem Händeringen, das auch den Schamanen gut ange­stan­den hätte:
     «Aber wir kön­nen die gan­ze Welt erfor­schen mit allen Sternen, der Milchstraße und den aller­win­zig­sten Teilchen der Materie, samt allen Gesetzen der Welt!»
     Da sag­te der älte­ste und zahn­lo­se­ste und weiß­haa­rig­ste Schamane:
     «Das glau­ben wir euch ger­ne, daß ihr eines Tages die gan­ze Welt erforscht haben wer­det. Aber ver­geßt nicht, euch zuerst eine erforsch­ba­re Welt zu machen!»

    Ein Mann saß im Zugabteil, so schwer betrun­ken, daß er sich über­gab und den Mann gegen­über ganz vollspie.
     Der empör­te sich:
     «Sie Schwein!»
     «Schaun Sie erst ein­mal», sag­te der Betrunkene, «erst ein­mal sich sel­ber an!»

    Nach die­sem Muster ver­schan­delt uns der Geist der natur­wis­sen­schaft­li­chen Forschung die Welt. Erst hat er die Welt mit Gesetzen und Formeln voll­ge­kotzt und jetzt tut er so, als ob Formeln und Gesetze aus der Welt sel­ber gekom­men wären.
    »»

    Christof Staehlin, Schöner Denken, Nr. 7 (Aug. '84), S. 2.
    https://​www​.chri​stof​-staeh​lin​-gesell​schaft​.de/​s​c​h​o​e​n​e​r​-​d​e​n​ken

      1. @aa – Enchanté! & Nachtrag:

        ««
        Das klu­ge Kind

        Ein Kind wur­de in den Tiergarten geführt und alles wur­de ihm gezeigt: Elefanten und Seelöwen, Steinadler und Giraffen.
        Abends vor dem Schlafen wur­de das Kind gefragt, was ihm denn am besten gefal­len hätte.
        Es woll­te nichts sagen.
        «Nun, die Gorillas viel­leicht? Oder die Tiger?»
        Da sag­te das Kind ganz leise:
        «Die Ameisen!»
        »»

        Christof Staehlin, Schöner Denken, Nr. 7 (Aug. '84), S. 2.
        https://​www​.chri​stof​-staeh​lin​-gesell​schaft​.de/​s​c​h​o​e​n​e​r​-​d​e​n​ken

    1. @weltexperiment:

      Der Witz ist wirk­lich nicht schlecht. Zumindest auf vie­le grund­le­gen­de "Verfahren" in der BRD bezo­gen. Einen dumm aus­se­hen las­sen, und dem dann noch die Verantwortung dafür zuschu­stern. Lernt man schon unter Frühpubertierenden, (Um die Mädchen zu beein­drucken) Zieht sich schein­bar durchs gan­ze "deut­sche Leben". An sich eigent­lich gar nicht wit­zig. Habe aber trotz­dem drü­ber gelacht. (wegen Humor)

  3. Achja die Grundsteuer, die ist ja der­ma­ßen varia­bel durch die letz­te Steuerreform, da muß man ja schon ein Vollidiot sein um das nicht zu ver­ste­hen wor­auf das hin­aus­läuft. Das Erste was die­ser Reform zum Opfer fällt, sind so Plätze wie Parks und Freibäder und natür­lich – sie­he oben­ste­hend – alles Andere was noch einen Hauch von Sozial in sich hat. Genau das ist der Zweck.

    1. @Erfordia:

      Sie wer­den noch­mal eine KI-Einheit zum Abrauchen brin­gen, mit Ihren "bri­san­ten" Auslegungen. 😀

      1. Was heißt hier Auslegungen? In der Sendung "Hammer der Woche" (Länderspiegel ZDF) wird doch erklärt wie das geht:
        Der Betreiber eines Freibades kriegt auf der neu­en Grundsteuer-Berechnungsgrundlage einen Steuerbescheid über einen Betrag den er nicht mehr auf­brin­gen kann. Und schwubbs ist das Bad weg und weicht Projekten die dem Besitzer der Liegenschaft (*) mehr Profite ver­spre­chen. Ganz ana­log läuft das mit Plätzen auf denen öffent­li­che Veranstaltungen stattfinden.

        *) Gemeinde, Senat, Privatpersonen

        1. Ja, das stimmt! Der Trend ist ein­deu­tig. Gerade Heute ist mir wie­der sowas ähn­li­ches auf­ge­fal­len. Ob es Begegnungsstätten oder Schwimmbäder betrifft, es wird spür­bar Weniger. Viele Jüngere wis­sen noch nicht ein­mal was fehlt, man müss­te es ihnen erst erzäh­len, was wo mal war, als man sel­ber jün­ger gewe­sen ist. Das ist sehr trau­rig. Und wenn es mal was gibt, ist es meist sehr teu­er. Für sau­teu­re, über­flüs­si­ge, gefähr­den­de Spritzen ist Geld da, auch wenn's auf Kredit läuft, und höch­stens einem Haufen Aktienbesitzer was nützt.

  4. SWR Story: Pharmaland Südwest – Hightech statt Grundversorgung?
    21.05.2025 ∙ SWR STORY ∙ SWR
    Ab 0UT
    Sendungssignet 'SWR Story'

    Der Südwesten erlebt einen Pharma-Boom ohnegleichen. 

    Die Pharmariesen Eli Lilly, Merck, Teva und Co. inve­stie­ren Milliarden. 

    Politiker:innen jubeln über Deutschlands Rückkehr an die Pharmaweltspitze.
    Doch zeit­gleich bröckelt die Grundversorgung:
    In Apotheken, Arztpraxen und Kliniken herrscht Alarmstufe Rot. 

    Antibiotika, Schmerzmittel, selbst Fiebersäfte sind Mangelware. 

    Laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind bis zu 480 Arzneimittel von Lieferengpässen betroffen. 

    Doch neue Produktionsanlagen und Forschungszentren fokus­sie­ren sich auf teu­re Spezialmedikamente, wäh­rend all­täg­li­che Präparate zuneh­mend aus Asien impor­tiert werden. 

    Die SWR Dokumentation beleuch­tet das phar­ma­zeu­ti­sche Paradoxon im Südwesten Deutschlands, wo Milliarden in Hightechmedizin flie­ßen, wäh­rend gleich­zei­tig ein aku­ter Mangel an lebens­wich­ti­gen Generika herrscht. 

    Kann Deutschland Innovation und eine sta­bi­le Grundversorgung lang­fri­stig vereinen?

    https://​www​.ard​me​dia​thek​.de/​v​i​d​e​o​/​s​w​r​-​s​t​o​r​y​/​s​w​r​-​s​t​o​r​y​-​p​h​a​r​m​a​l​a​n​d​-​s​u​e​d​w​e​s​t​-​h​i​g​h​t​e​c​h​-​s​t​a​t​t​-​g​r​u​n​d​v​e​r​s​o​r​g​u​n​g​/​s​w​r​/​Y​3​J​p​Z​D​o​v​L​3​N​3​c​i​5​k​Z​S​9​h​Z​X​g​v​b​z​I​y​N​D​E​3​MTQ

    a.
    https://​stand​ort​-gesund​heits​wirt​schaft​.rlp​.de/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​gen
    aus

    https://standort-gesundheitswirtschaft.rlp.de/gesundheitswirtschaft/phamaindustrie‑2

  5. Ich hät­te über­haupt nichts dage­gen, wenn die Gemeinden in Deutschland für das Parken auf öffent­li­chem Grund min­de­stens so viel an Geld ver­lan­gen wür­den, wie es auf pri­va­tem Grund kosten wür­de, um im näch­sten Schritt das Parken auf öffent­li­chem Grund voll­stän­dig zu unter­bin­den. Das ist eine Voraussetzung für eine grund­sätz­li­che Änderung der Verkehrspolitik zugun­sten einer posi­ti­ve Umweltpolitik und damit auch eines bes­se­ren Lebensstandards.

    Was die Teilchenphysik an der JGU betrifft, muss man nüch­tern fest­stel­len, dass von den Leuten an MAMI und MESA über Jahrzehnte prak­tisch kein bedeu­ten­der Beitrag kam, dort Professoren sit­zen, die über den­sel­ben Zeitraum kei­ne rele­van­ten Veröffentlichungen lie­fer­ten, nach eso­te­ri­schen Teilchen wie "dunk­le Photonen" suchen und – als Krönung – bis­her noch nicht ein­mal ansatz­wei­se expe­ri­men­tell nach­weis­ba­re Physik in mathe­ma­ti­schen Modellen fin­den wollen.

  6. Die beste Verarschung der Leser von hei­se der ver­gan­ge­nen Wochen:

    Unbekannter Bakterienstamm auf chi­ne­si­scher Raumstation Tiangong entdeckt

    https://​www​.hei​se​.de/​n​e​w​s​/​U​n​b​e​k​a​n​n​t​e​r​-​B​a​k​t​e​r​i​e​n​s​t​a​m​m​-​a​u​f​-​c​h​i​n​e​s​i​s​c​h​e​r​-​R​a​u​m​s​t​a​t​i​o​n​-​T​i​a​n​g​o​n​g​-​e​n​t​d​e​c​k​t​-​1​0​3​9​0​6​0​1​.​h​tml

    Werner Pluta schreibt für hei­se (Hervorhebungen von mir):

    »Forscher haben auf der chi­ne­si­schen Raumstation ein bis­lang unbe­kann­tes Bakterium ent­deckt. Unklar ist, wie es dort hin­ge­kom­men ist und ob es gefähr­lich ist.«

    »Ist es außer­ir­di­sches Leben? An Bord der chi­ne­si­schen Raumstation Tiangong ("Himmelspalast") ist ein bis­her unbe­kann­ter Bakterienstamm ent­deckt wor­den, der auf der Erde nicht vor­kommt. Das haben Forscher der Shenzhou Space Biotechnology Group und des Beijing Institute of Spacecraft System Engineering bekannt gege­ben.«

    […]

    »Unklar ist noch, ob Niallia tian­gon­gen­sis eine Gefahr für die Gesundheit der Taikonauten dar­stellt. Seine Fähigkeit, Gelatine zu ver­dau­en, könn­te eine Gefahr dar­stel­len. Das irdi­sche Bakterium Niallia cir­culans kann zumin­dest bei Menschen, deren Immunsystem geschä­digt ist, eine Sepsis auslösen.«

    Mit Meldungen auf die­sem Niveau wur­de die "Corona-Pandemie" eingeleitet.
    Der Qualitätsjournalist bezieht sich auf fol­gen­de (seriö­se) Veröffentlichung:

    Niallia tian­gon­gen­sis sp. nov., iso­la­ted from the China Space Station
    https://​www​.micro​bio​lo​gy​re​se​arch​.org/​c​o​n​t​e​n​t​/​j​o​u​r​n​a​l​/​i​j​s​e​m​/​1​0​.​1​0​9​9​/​i​j​s​e​m​.​0​.​0​0​6​693

    Die Autoren der "Shenzhou Space Biotechnology Group" und vom "Beijing Institute of Spacecraft System Engineering" schrei­ben ganz sach­lich schon in der Einleitung ihrer Veröffentlichung:

    »Understanding the cha­rac­te­ri­stics of micro­bes during long-term space mis­si­ons is essen­ti­al for safe­guar­ding the health of astro­nauts and main­tai­ning the func­tion­a­li­ty of space­craft. In this stu­dy, a Gram-posi­ti­ve, aero­bic, spo­re-forming, rod-shaped strain JL1B1071T was iso­la­ted from the sur­face of hard­ware on the China Space Station. This strain belongs to the genus Niallia, with its clo­sest rela­ti­ve being Niallia cir­culans ATCC 4513T. The geno­me of JL1B1071T is 5 166 230 bp in size, with a G+C con­tent of 35.6 mol%. The avera­ge nucleo­ti­de iden­ti­ty and digi­tal DNA–DNA hybri­dizati­on values bet­ween JL1B1071T and N. cir­culans ATCC 4513T are 83.3 and 27.5%, respec­tively, both below the recom­men­ded thres­holds for spe­ci­es delineation.«

    Auf Deutsch:

    Das Verständnis der Eigenschaften von Mikroben wäh­rend Langzeit-Weltraummissionen ist unver­zicht­bar, um die Gesundheit von Astronauten zu schüt­zen und den siche­ren Einsatz von Raumfahrzeugen auf­recht­zu­er­hal­ten. In die­ser Studie wur­de ein gram­po­si­ti­ver, aero­ber, spo­ren­bil­den­der, stäb­chen­för­mi­ger Stamm JL1B1071T von der Oberfläche von Hardware auf der chi­ne­si­schen Raumstation iso­liert. Dieser Stamm gehört zur Gattung Niallia, sein näch­ster Verwandter ist Niallia cir­culans ATCC 4513T. Das Genom von JL1B1071T ist 5 166 230 bp groß und hat einen G+C‑Gehalt von 35,6 Mol% (Anm.: Stoffmengenanteil). Die durch­schnitt­li­che Nukleotididentität und die digi­ta­len DNA-DNA-Hybridisierungswerte zwi­schen JL1B1071T und N. cir­culans ATCC 4513T betra­gen 83,3 % bzw. 27,5 % und lie­gen damit bei­de unter den emp­foh­le­nen Grenzwerten für die Artabgrenzung.

    Mit ande­ren Worten: Die Autoren beschrei­ben kurz die Motivation für ihre Studie. Dann beschrei­ben sie ihren Fund. Das Ergebnis ist, dass sie eine neue Art einer Mikrobe gefun­den haben, die zu der auf der Erde wohl bekann­ten Gattung Niallia gehört. (Anm.: Eine Art ist die unter­ste Unterteilung sol­cher Organismen in der Biologie. Darüber liegt die Gattung. Art und Gattung sind Unterteilungen des Stamms.)

    Die Autoren schrei­ben wei­ter, wie die beob­ach­te­ten Änderungen der Mikrobe auf eine Anpassung an die gege­be­nen Umweltbedingungen zurück­ge­führt wer­den könnten.
    Das war es. Keine Sensation. Kein Angriff aus dem All. Nur inter­es­san­te Biologie.

    Nun habe ich kurz recher­chiert, wer das ist, der die Leser von hei­se so verarscht.

    »Werner Pluta ist seit 2008 Wissenschaftsredakteur bei Golem​.de. Ursprünglich ist er Geisteswissenschaftler mit Abschluss in Philosophie und hat als Kulturjournalist angefangen.«
    Weiter geht es mit
    »Mitte der 1990er Jahre ent­deck­te er das Internet und schreibt seit­her lie­ber über […]«
    http://​www​.golem​.de/​s​p​e​c​i​a​l​s​/​a​u​t​o​r​-​w​e​r​n​e​r​-​p​l​u​ta/
    https://​archi​ve​.today/​i​v​el7

    Schon an der Verwendung des Begriffs "Bakterienstamm" in der Überschrift des Artikels erkennt man, dass der Artikel von einem Scharlatan geschrie­ben wur­de. Der hat noch nicht ein­mal ver­stan­den, was ein "Stamm" in der Biologie ist. Oder er belügt die Leser absichtlich.

    In der vor­letz­ten Woche hat­ten wir von hei­se die Sensationsmeldung, dass eine über vie­le Monate anhal­ten­de Neigung zu Entzündungen im gan­zen Körper als Folge des Spritzmitteleinsatzes ("gegen Corona") ein uner­war­te­tes posi­ti­ves Ergebnis sei.

    Naturwissenschaften sind zumin­dest in Deutschland fer­tig. Leider.

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