Aber die ePA ist sicher

faz​.net (22.5.25)

Facebook wie­gelt ab, "es han­de­le sich um eine 'recy­cel­te Newsstory'", die Daten sei­en meh­re­re Jahre alt. Dagegen steht die Einschätzung des litaui­schen (!) Cybersicherheitsunter­nehmens "Cybernews".

»Ein Rechercheteam von „Cybernews“ behaup­tet indes, die Daten sei­en frisch. Dafür habe man eine Stichprobe von 100.000 Datensätzen unter­sucht. Diese ent­hiel­ten dem­nach un­ter ande­rem Nutzer-IDs, Namen, E‑Mail-Adressen, Telefonnummern, Standorte, Geburtsdaten. Unklar bleibt ange­sichts der Behauptung, 1,2 Milliarden Datensätze erbeu­tet zu haben, wie viel Daten die Angreifer tat­säch­lich steh­len konn­ten. Sollte sich die Größenordnung des Datendiebstahls bestä­ti­gen, wür­de er zu den größ­ten Datenlecks zäh­len, von de­nen Facebook je betrof­fen war…

Bereits 2021 erbeu­te­ten Hacker von Facebook Nutzerdaten-Sets in Millionenhöhe (angeb­lich 500 Millionen). Für sei­nen nach­läs­si­gen Umgang mit Nutzerdaten wur­de Facebook sei­ner­zeit von der iri­schen Datenschutzbehörde DPC mit einer Geldstrafe von 265 Millionen Euro belegt.«

9 Antworten auf „Aber die ePA ist sicher“

  1. Sicher oder nicht sicher: "Den Staat" oder irgend­wel­che ande­ren Personen oder Unternehmen, Forschungseinrichtungen etc., die ich nicht expli­zit ein­zel­fall­be­zo­gen zur Einsichtnahme und Nutzung ermäch­tigt wur­den, haben pri­va­ten Gesundheitsdaten nichts anzu­ge­hen. Die Überlassung von pri­va­ten Gesundheitsdaten ohne expli­zi­te Zustimmung (nein, Opt-Out-Modelle sind eine Art Beweislastumkehrprinzip) stellt einen Ansatz eines Neofeudalismus mit leib­ei­gen­schafts­ähn­li­chen Zügen dar. Von Organen bis zu Gesundheitsdaten will ein den Profitinteressen des Großkapitals die­nen­der Staat Zugriff haben. Dies zu der nahe­zu tota­len Überwachung, bei der kein Opt-Out vor­ge­se­hen und mög­lich ist. Von Bewegungsprofilen bis zu finan­zi­el­len Transaktionen. Daher: Die ePA ist auch dann abzu­leh­nen, wenn sie sicher wäre.

  2. Wenn jede Art von "Arztpraxis" da Zugang hat, fra­ge ich ob man einen "Hacker" dem Begriffe nach, über­haupt benötigt.
    Natürlich. Es gibt immer wel­che die den Ikea-Badezimmerschrank vom gelern­ten Kunstschreiner mon­tie­ren las­sen. Normal – wenn's Umsätze erzeugt.
    Gut – Was Umsätze erzeugt darf nicht hin­ter­fragt wer­den. Ist so die tref­fen­de Chrakterisierung unse­rer Zeit?

    Legal-Illegal‑S.….

  3. > Für sei­nen nach­läs­si­gen Umgang mit Nutzerdaten wur­de Facebook sei­ner­zeit von der iri­schen Datenschutzbehörde DPC mit einer Geldstrafe von 265 Millionen Euro belegt.

    Ja, mag schon sein daß von FB Millionen Euro an den iri­schen Staat flie­ßen. Nur hat das ganz sicher nichts mit Datenschutz zu tun.

  4. Im Übrigen liegt das Problem in der pri­va­ten Verwendung aller Daten die in irgend­ei­ner Form (digi­tal, ana­log, schrift­lich, münd­lich) erho­ben wer­den. Hundertprozentig lan­det eine jede Bewerbungsmappe in pri­va­ten Händen und genau­so ist das mit Ihrer Krankenakte, uner­heb­lich ob digi­tal oder in gedruck­ter Form.

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    Nur noch 3 Tage Zeit zum Ablehnen – danach fres­sen WhatsApp, Instagram und Co. Ihr digi­ta­les Leben

    Stand: 23.05.2025, 10:49 Uhr

    Von: Louis Exenberger

    Kommentare
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    Meta plant, ab dem 27. Mai öffent­li­che Nutzerdaten für KI-Training zu ver­wen­den. Betroffene haben nur noch weni­ge Tage Zeit, um zu widersprechen.

    https://​www​.mer​kur​.de/​p​r​o​d​u​k​t​e​m​p​f​e​h​l​u​n​g​/​c​o​m​p​u​t​e​r​-​t​e​c​h​n​i​k​/​m​e​t​a​-​n​u​t​z​t​-​i​h​r​e​-​d​a​t​e​n​-​f​u​e​r​-​k​i​-​n​u​r​-​t​a​g​e​-​z​e​i​t​-​z​u​m​-​w​i​d​e​r​s​p​r​e​c​h​e​n​-​z​r​-​9​3​7​4​5​2​8​1​.​h​tml

  6. https://www.arte.tv/de/videos/118271–000‑A/dna-tests-das-geschaeft-mit-den-genen/

    Dem Fazit des Sprechers wider­spre­che ich. Es gibt kei­ne unab­hän­gi­gen Wissenschaftler. Dennoch inter­es­sant, zumal die EPA sehr gut geig­net sein könn­te Gendaten zu speichern. 

    Inwiefern die mil­li­ar­den­fa­chen PCR Tests für "Covid" auch dazu genutzt wur­den, Gendaten zu sam­meln wird lei­der auch nicht in Erwägung gezo­gen. Bei mei­ner Suche habe ich nicht sehr viel Aussagekräftiges gefunden:
    https://​www​.fr​.de/​w​i​s​s​e​n​/​d​n​a​-​w​e​t​t​r​u​e​s​t​e​n​-​c​h​i​n​a​s​-​s​u​c​h​e​-​m​e​n​s​c​h​l​i​c​h​e​-​g​e​n​e​t​i​s​c​h​e​-​d​a​t​e​n​-​b​e​f​u​e​r​c​h​t​u​n​g​e​n​-​z​r​-​9​2​5​4​2​7​0​8​.​h​tml

    https://www.umu.se/en/news/covid-tests-may-leak-personal-data–_11394501/

    Wie so oft blickt man bei bri­san­ten Typen eher nach außen und läßt Informationen wie die­se außen vor:
    https://www.bbmri.de/news-events/article/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=310&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=982ba088ae1f543de4e56f570c090883

    " 20.01.2020
    Deutschland tritt EU-Genomprojekt bei

    Deutschland ist offi­zi­el­ler Partner des euro­päi­schen Großprojekts „1+Million Genomes Initiative“. Am 16. Januar 2020 unter­zeich­ne­ten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gemein­sam die Deklaration „Towards access of at least 1 mil­li­on sequen­ced Genomes in the EU by 2022“. Ziel der Initiative ist es, län­der­über­grei­fend einen siche­re­ren und gere­gel­ten Zugang zu min­de­stens einer Million kom­plet­ter Genomsequenzen und wei­te­rer Gesundheitsdaten zu ermög­li­chen. Aktuell haben sich über 20 euro­päi­sche Länder zur Zusammenarbeit verpflichtet."

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