Badepool zu 5 % voll. Die Merzkonterrevolution

Unlängst rech­ne­te einer der unver­meid­li­chen Experten im Deutschlandfunk vor, daß das vom Außenminister vor­ge­ge­be­ne Ziel, 5 % des BIP in Kriegstechnologie zu stecken sowie Brücken und das Gesundheitswesen kriegs­taug­lich zu machen, dazu füh­ren wür­de, daß die Hälfte des Bundesetats für die "Verteidigung" aus­ge­ge­ben würde.

Neben Herrn Waffenpfuhl glän­zen noch wei­te­re Großgeister im Kabinett der Merzkonter­revolution. Die bru­ta­le Niederschlagung der bür­ger­li­chen Märzrevolution von 1848 hat­te zur Flucht zehn­tau­sen­der libe­ra­ler und sozia­li­sti­scher AnhängerInnen der Republik geführt. Viele erhiel­ten in Frankreich, England oder der Schweiz Asyl. Die Lehre dar­aus zieht ein Herr Doofrind, der nicht Landwirtschaftsminister ist.

Der Name der Wirtschaftsministerin Reiche spricht für sich. Für ein Baschen sozi­al anu­mu­ten­de Pflästerchen auf die zu rei­ßen­den Wunden bei Armen und nicht ganz Reichen ist die Arbeitsministerin zustän­dig. Befreit man Frau Baerbock vom männ­li­chen Huftier, dann bleibt eine Ministerin für Raumfahrt übrig, die uns mit Flugtaxis auf den Mond schie­ßen will. Über Baldur Pistolius, den Mann mit sei­nem schlich­ten Gemüt adäqua­ter Sprache, wur­de an ande­rer Stelle Hinreichendes gesagt.

Ein Wilderer und Chef-Lobbyist des CDU-Wirtschaftsrats besetzt ein eigens für ihn geschaf­fe­nes Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, ähn­lich Musks DOGE. Sein Staatssekretär, er ist doch nicht blöd, ist der Nachwuchskarrerierist Alfred E. Amthor. Jener ist wie der neue Regierungssprecher Korlotius und der Kanzler selbst Mitglied der Atlantik-Brücke. Die wie­der­um wur­de u.a. vom Bankier Eric M. Warburg gegrün­det, wobei die Gnade sei­ner frü­hen Geburt ihn nicht mehr mit den ille­ga­len Cum-Ex-Geschäften sei­ner Nachfolger in Verbindung brin­gen läßt. Ihr heu­ti­ger Chef ist Siegmal Gabriel ("S"PD), wei­te­re Vorstandsmitglieder im Leuchtturm der Freiheit sind der ewi­ge Loser Norbert Alois Röttgen ("C"DU), der Uberflieger Kai Georg Diekmann (ehe­mals Springer-Konzern und Trauzeuge Kohls) sowie Lichtgestalten wie Wolfgang Ischinger und Omid Nouripour Die Mitgliederliste sei­nes International Advisory Council wie des Vorstands liest sich wie das Who is Who des deutsch-ame­ri­ka­ni­schen Größtkapitals.

Frau Alibaba-Radovan aus der auto­no­men Region Meckpomm ist für Wirtschaftsförderung im Ausland zustän­dig ("Entwicklungshilfe"). Ein wei­te­re Alois mit viel­fäl­ti­gen Geschäftsinteressen (Metzgermeister, Aufsichtsrat des Skandalunternehmens Toll Collect und im Kuratorium des Deutschen Bundeswehrverbandes) wur­de zum Landwirtschaftsminister geschla­gen und ist damit auch für "Heimat" zuständig.

Es ist also nicht nur Blackrock im Spiel, wenn das Klingbeil an das Grundverständnis eines reprä­sen­ta­ti­ven Parlamentarismus gelegt wird. Zudem ver­steht sich von selbst, daß sich die­se Blüte Deutschlands zur Führerschaft in Europa und der Welt beru­fen sieht, "in enger Abstimmung mit unse­ren Partnern".

34 Antworten auf „Badepool zu 5 % voll. Die Merzkonterrevolution“

  1. «Viele erhiel­ten in Frankreich, England oder der Schweiz Asyl.» – Und sind nach Amerika aus­ge­wan­dert. Es gibt sogar den Begriff «Forty-Eighers». Stramme Abolitionisten. Die Figur Dr. King Schultz in Tarantinos «Django Unchained», als Mischung aus Old Shatterhand, 48er und mör­de­ri­schem Deutschen, ist durch­aus gut getrof­fen. Und natür­lich von Waltz kon­ge­ni­al verkörpert.
    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​F​o​r​t​y​-​E​i​g​h​t​ers

    1. @weltexpriment.…

      Es muß an der Stelle ange­merkt wer­den, daß der Artilel von "Wikipedia" nicht histo­risch ist. Der "Wikipedia" wegen, bit­te ich streng­stens den Zeitstempel zum Kommentar zu berück­sich­ti­gen, Denn dort ver­or­te ich das höhe­re Maß an Seriösität. Im "Netz" ist S. sowie­so kei­ne wirk­lich gute Wortwahl!

      Und wo ich schon­mal dabei bin, es han­del­te sich NICHT um eine "euro­pä­isch-bür­ger­lisch-demo­kra­ti­sche" Revolution, son­dern um die geschei­ter­te Revolution um Demokratie in Deutschland.

      ", die sich infol­ge der Niederschlagung der bür­ger­lich-demo­kra­ti­schen Europäischen Revolutionen von 1848/​49 – "

      Die bei­den ande­ren Demokratien in D‑land ent­stan­den unter "Beaufsichtigung" von "Siegermächten". Daher – ver­mut­lich – vie­le unse­rer pro­ble­me .…. – Man muß zudem berück­sich­ti­gen daß allein der Umstand poli­tisch schon oft miß­braucht wurde.

      Aus eige­ner Kraft hat es Deutshland bis­her ledig­lich in die kon­sti­tu­tio­nel­le Monarchie hin­ein geschafft – Immerhin! Wer das klein­re­den möch­te, soll­te berück­sich­ti­gen daß es im Kontext der Zeit viel­eicht ein guter Anfang zur eman­zi­pier­te­ren Demokratie hät­te sein kön­nen. Bin aber KEIN Historiker! Und "hätte,hätte der Hund nicht geschis­sen… usw. – Pure Spekulationen!

      Auf jeden Fall erklärt es mir, den "Typus" von Politikern, die uns vor­ste­hen. – Wo gehts denn nun zu den Verteilstellen der unter­drück­ten Geldmassen… bla­bla-bla­bla. – Das sind natür­lich (frag­wür­di­ge?) "Vorbilder". (Vor-Bilder?)

      Mir kommt die gegen­wär­ti­ge Situation so vor, als wol­le man dem Bürger vor­ent­hal­ten, was sein Recht gewe­sen war. Natürlich um ihn vor Schaden zu bewah­ren. Denk mal an!

      Man hat übri­gens, sei­ner­zeit die Rolle des "Militärs" ver­kannt – in wohl dra­ma­ti­scher Manier?!?

      Außerdem scheint mir "48-er" eine Art "Stempel" zu sein. Also ver­mut­lich nicht unbe­dingt immer "wohl­mei­nend".

      1. > Aus eige­ner Kraft hat es Deutshland bis­her ledig­lich in die kon­sti­tu­tio­nel­le Monarchie hin­ein geschafft – Immerhin! 

        Nein. Nach der Niederlage der Schlachten von Jena und Auerstädt (1806) konn­te der Staat Preußen nur dadurch wei­ter­be­stehen, als daß er sich als Handlanger der Franzosenkönige Ludwig XIV und XV anbie­der­te. Und spä­ter, nach 1870/​71 war es die Blut-Und-Eisen-Politik eines Junkers aus der Altmark (Bismarck) der dem zer­brö­seln­den preu­ßi­schen Junkertum wei­ter­hin die Herrschaft sicherte. 

        Der gan­ze Parlamentarismus und das 1848 erkämpf­te Wahlrecht, was am 30. Mai 1849 ein­ge­führt wur­de und bis 1918 Bestand hat­te war nur eine Fassade, eine Scheindemokratie. Es sicher­te die Macht der Hohenzollern und der preu­ßi­schen Junker. Drei Wahlklassen konn­ten je eine glei­che Anzahl von Abgeordneten wäh­len. Die erste und die zwei­te Wählerklasse aus gro­ßen Gutsbesitzern und einer rei­chen Oberschicht der Bürger hat­ten dop­pelt soviel Stimmrecht wie das gesam­te übri­ge Volk; ein Junker hat­te das sie­ben­fa­che Stimmrecht gegen­über einem gewöhn­li­chen Bürger. Dieses Wahlrecht war der Ausdruck der tat­säch­li­chen Machtverhältnisse nach der sieg­rei­chen preu­ßi­schen Gegenrevolution.

        So gab es nach 1871 wohl einen Kaiser Wilhelm I. aber die Macht im Staate ver­blieb den preu­ßi­schen Junkern.

        MFG

        1. "… konn­te der Staat Preußen nur dadurch wei­ter­be­stehen, als daß er sich als Handlanger der Franzosenkönige Ludwig XIV und XV anbiederte"

          Meinten Sie etwa "Napoleon Bonaparte"?
          https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​S​c​h​l​a​c​h​t​_​b​e​i​_​J​e​n​a​_​u​n​d​_​A​u​e​r​s​t​edt

          Man ent­le­dig­te sich sei­ner ja später
          https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerschlacht_bei_Leipzig
          https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​K​o​a​l​i​t​i​o​n​s​k​r​i​ege
          https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​W​i​e​n​e​r​_​K​o​n​g​r​ess
          https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​S​c​h​l​a​c​h​t​_​b​e​i​_​W​a​t​e​r​loo

          Es ist aber sehr inter­es­sant das mal wie­der zu "sich­ten", weil die Auswirkungen bis zum heu­ti­gen Tag, schein­bar wohl gar nicht ger­ne gese­hen wer­den wol­len die­ser Tage, oder täuscht mich da mein Eindruck.

          Was für ein guter Dialog! Das war übri­gens auch die gro­ße Zeit vom Fürsten Metternich, den Kissinger ja zum Vorbild gehabt haben soll oder will. Klasse! Ein "Brückenschlag"? 😉

          1. Die Preußen haben mit allen Franzosenkönigen gemein­sa­me Sache gemacht über 200 Jahre von Napoleon 1 bis 3. Und den Krieg 1870/​71 übri­gens hat Bismarck ein­ge­fä­delt, Napoleon hat die­sen Krieg nur erklärt. Mit dem Stiefel auf dem zucken­den Herzen Frankreichs wur­de das Deutsche Kaiserreich geschaf­fen, die Stunden sei­ner Gründung präg­ten sein Gesicht. Durch Bismarck wur­de Deutschland statt zu einem moder­nen bür­ger­li­chen Staat zum Heiligen Reich Preußischer Nation. Einem Staat in dem der reak­tio­när-feu­da­li­sti­sche Apparat bis in die Zeit des Hochkapitalismus wei­ter existierte.

      2. PS: Die Hohenzollen und die Preußen-Junker haben weder Nationale noch Deutsche Interessen ver­tre­ten, son­dern im Bündnis mit den Franzosenkönigen die Zersplitterung Deutschlands nach dem Westfälischen Frieden 1648 in 365 Herzog- und Fürstentümer nur genutzt um sich sel­ber zu berei­chern und ihr eige­nes Volk auszuplündern.

      3. > Und wo ich schon­mal dabei bin, es han­del­te sich NICHT um eine "euro­pä­isch-bür­ger­lisch-demo­kra­ti­sche" Revolution, son­dern um die geschei­ter­te Revolution um Demokratie in Deutschland.

        Absolut rich­tig. Und als Ergänzung:
        Gescheitert ist die­se Revolution weil 1. das reich gewor­de­ne Großbürgerum die Kompromisse mit Krone und Adel dem Bündnis mit dem Volke vor­zog, weil 2. die demo­kra­ti­sche Partei der klei­nen Bürger und Bauern sich nicht recht­zei­tig zum Handeln ent­schloss und weil 3. die jun­ge Arbeiterklasse ihre Rolle noch nicht begrif­fen hatte.

        Das Scheitern der Revolution von 1848 hat­te fata­le Folgen für die wei­te­re Entwicklung der Deutschen Nation, ins­be­son­de­re die Verschmelzung des Preußischen Feudaladels mit dem Großbürgertum bestimm­te die gan­ze Entwicklung bis weit in das 20. Jahrhundert hinein.

    2. Der Artikel ist ver­mut­lich OK. Nicht ganz gele­sen. Mein Beitrag ist also falsch und muß gelöscht wer­den. Sorry, schlech­ter Tag! (mal wieder)

    3. Weil es nicht gelöscht wur­de, noch­mal genau­er: Der Artikel unter­stellt den Begriff "48'ers" auf alle Revolten und deren Migranten zurück­zu­füh­ren. So genau ken­ne ich den Sprachgebrauch in den USA nicht. Das rele­van­te Ereignis war die Deutche Revolution, die Errichtung der ersten Demokratie, und deren vor­läu­fu­ges Ende in Deutschland bis Weimar. Erwähnt soll­te wer­den, daß es vor "Weimar" zwar noch eine "Novemberrevolution" gab, aller­dings von weit­aus gerin­ge­rer Tragweite, und eben­falls mit Gewalt beendet.

  2. Der Weg zu Hitler ver­lief ganz ähn­lich. Zweifelsfrei gibt es heu­te wie auch damals in der Weimarer Zeit eine demo­kra­ti­sche Komponente, einen sozia­li­sti­schen Teil der bür­ger­li­chen Klasse, also der­je­ni­gen Klasse die 1848 als Sieger her­vor­ging. Aber es war eben genau die­se sozia­li­sti­sche Komponente die geschlach­tet wer­den muss­te um Hitler auf den Kanzlerstuhl zu heben: Die Weimarer Republik.

    Und um die­se Machtkämpfe inner­halb der Bürgerlichen Klasse vor der Öffentlichkeit zu ver­ber­gen, spiel­te man Wirtschaftskrisen, Bankenkrisen, Börsenskandale, Regierungskrisen und Theater ein­schließ­lich Mord in den eige­nen Reihen bis zum Sturz des Kabinetts Schleicher am 30. Januar 1933 womit der Vorhang fiel.

    Gesiste wie­der­holt sis eben doch. Schönen Sonntag!

    1. PS: Innerhalb von nur einem Jahr, 1932 bis 1933 hat­te die Weimarer Republik 3 (in Worten drei) Kanzler. Kommt uns das nicht irgend­wie bekannt vor?

      Und was die 48er Revolution betrifft, das auf­stre­ben­de Bürgertum hat sich da nicht vom Preußischen Adel befreit, son­dern sich mit ihm ver­bün­det. Das Ende des Bauernkrieges 1525 brach­te, dank des Verräters Martin Luther, dem Deutschen Volke 300 Jahre Finsternis!

    2. @Erfordia…

      Vermutlich ist es noch ver­track­ter. Es ist Vielen nicht so ganz klar, was "Fürst Metternich" bewirk­te. Den schrei­be ich im Hochkomma, weil ich nicht unbe­dingt sei­ne Person, son­dern sei­nen Beitrag zur Politik bzw. Geschichte damit meine.

      Der "Röhm-Putsch", wel­cher allei­nig als Erfindung Hitlers bezeich­net wer­den kann, ist nichts wei­ter als die ver­schlei­ern­de Betitelung dafür, wie die NSDAP-Rechte mit ihrer "Linken" verfuhr.
      (Es gab kei­nen Röhm-Putsch) Das hat auch rein gar nichts mit den "Homosexuellen" zu tun gehabt. Auch auf eine "Bemerkung" des Führers zurück­führ­bar. Der Mann hat so wie er war, von 1920 bis 1935, nie­man­den in der NSDAP gestört. Nicht im Mindesten! Es hät­te ver­mut­lich auch sehr verwundert .….

      Vermutlich hat Hitler nichts wei­ter tun müs­sen, als kor­rekt die Fehler zu deu­ten. Das hal­te ich für ein­fa­cher als gedacht. Schwerer ist es dage­gen durch den "Schleier dum­men Zeugs" zu schau­en, den Macht und Opposition sich öffent­lich­keits­wirk­sam abhal­ten. Auf einen Thron gehievt wur­de Der jeden­falls nicht – zumin­dest nicht von all­zu lan­ger Hand geplant. Meine Vermutung, der wur­de schwer falsch ein­ge­schätzt und hat es irgend­wie gemerkt Wie. Für eini­ge Jehre hat er es ver­mut­lich geschafft sich der Marionettenstränge zu ent­le­di­gen. Weiß der Geier, wie das geht. Vermutlich wür­den Einige ein Vermögen in so eine Fähigkeit inve­stie­ren – so sie ein Wahres besäßen. 😉

      1. Was den sog. Röhm Putsch betrifft, nun, es gab auch in den eige­nen Reihen der Großindustriellen Machtspiele. Der Öffentlichkeit jedoch spiel­te man einen "Putsch" nach dem Anderen vor um die­se Machtspiele zu ver­schlei­ern und schreck­te auch vor einem Mord in den eige­nen Reihen nicht zurück. All die­se Putsche waren nur Inszenierungen, der Sturz des Kabinetts Brüning, der Sturz des Kabinettes von Papen (bei­de 1932) und schließ­lich der Sturz des Kabinetts Schleicher am 30. Januar 1933, dem Tag an dem der Vorhang viel.

        Der Mord an Lübcke (2019) ist unter den glei­chen Aspekten ein­zu­ord­nen wie der Mord an Röhm (1934). Ebenso alle heu­ti­gen Bankenkrisen (Lehman, CumEx…), Wirtschaftskrisen, Regierungskrisen, Wahldebakel usw.

          1. aa, was heißt hier Dialektik? Primitive Machtspiele sind das. Sämtliche Krisen heu­ti­gen Zeit haben die­sel­ben Ursachen wie die Krisen der Weimarer Republik. Bankenkrisen, Wirtschaftskrisen, Regierungsbildungskrisen, Terroranschläge, Inflation usw. das alles hat mit Dialektik nicht das Geringste zu tun.

            Auch unter den Stahl- und Kanonenkönigen der 20er Jahre gab es Meinungsverschiedenheiten bezüg­lich der zukünf­ti­gen Rolle Hitlers und sei­ner Partei. Das ist heu­te nicht anders.

      2. Metternich, österr. Staatsmann, hat­te nach dem Wiener Kongreß 1815 weder Interesse an einem Österreich als Führungsland in einem deut­schen Kaiserreich noch Interesse an einem geein­ten Deutschland. Einziges Interesse Metternich's war die Machterhaltung der Habsburger, und so bau­te Metternich Österreich, daß durch sei­ne Reformen unter Maria Theresa und ins­bes. Joseph dem II. zeit­wei­lig zu einem Gegenpol zum reak­tio­nä­ren Preußentum Friedr. II gewe­sen war zu einem Völkergefängnis aus.

        Die Schaffung des Deutschen Bundes war Metternich's geziel­ter Schlag gegen den Plan, ein ein­heit­li­ches Deutschland zu schaf­fen wie es sich Ernst Moritz Arndt und Freiherr v. Stein vor­ge­stellt hat­ten. Damit wur­de Metternich zum Retter des preu­ßi­schen Junkertums bis in das Jahr 1848.

      3. In Metternich's "Deutscher Bund" waren u.a. ver­tre­ten: Der König von England, der König der Niederlande und der König von Dänemark. Deutschland selbst war zer­split­tert in 365 Partikulargewalten, es gab weder ein Deutsches Parlament, noch ein­heit­li­che Maßeinheiten. Es gabe kein ober­stes Deutsches Gericht und kei­ne ein­heit­li­che Währung. Es gab ledig­lich einen Bundestag von Gesandten der Länder in Frankfurt am Main.

        Der Songtext "Einigkeit und Recht und Freiheit" (Hoffmann v. Fallersleben) blieb eine Utopie jen­seits der Galaxie.

  3. Die har­sche, alles durch­drin­gen­de Militarisierung der Gesellschaft, ein­schließ­lich der abstru­sen Ausgaben für Kriegstechnik, ist der näch­ste Schritt der Plünderung durch die herr­schen­de Klasse.

    Zur SPD in die­sem Raubzug: Wer von einer kapi­ta­li­sti­schen Partei wie der SPD etwas ande­res erwar­tet, als viel­leicht ein paar kos­me­ti­sche Korrekturen an irgend­et­was im sozia­len Bereich, der ist seit 1914 auf der fal­schen Fährte. Dass selbst die letz­ten Reste sol­cher kos­me­ti­schen Dinge aus den Anliegen einer in 1945 auf­er­stan­de­nen SPD ver­schwun­den sind, erklärt sich bereits aus dem Godesberger Programm und letzt­lich auch aus dem soge­nann­ten Schröder-Blair-Papier.

    Heute, wie vor 111 Jahren, ver­rät die SPD die zen­tra­len Anliegen der Arbeiterklasse durch Kriegskredite, Militarisierung der Gesellschaft und die Befürwortung von Gewalt zur Bedienung (pseudo)nationaler Interessen der herr­schen­den Klasse. Die Arbeiterklasse ein­zel­ner Staatsgebilde wird unver­än­dert gegen­ein­an­der gehetzt und met­zelt sich zum Wohl des Profits der Großindustrie gegenseitig. 

    Es geht nicht um "die Deutschen", "die Europäer", "die Russen", "die Ukrainer", "die Amerikaner", son­dern um die Menschen der glei­chen Klasse, die sich "von oben befoh­len", gegen­sei­tig mit immer per­fi­de­rer Technik mas­sa­krie­ren. Man kann die­sen Gedanken noch viel wei­ter füh­ren, es ist immer der glei­che Sachverhalt. 

    Was das Großkapital durch voll­ver­sor­gen­de und gut­be­zahl­te Bütteldienste und Bonzen noch immer schafft, ist mit­tels Indoktrination die Gesellschaften zu spal­ten und mit­tels der Fokussierung auf natio­na­le und damit ver­bun­de­ne Blockinteressen eine gefühl­te Zusammengehörigkeit, ein "Wir" gegen "die Anderen", zu erhalten.

  4. Badewohl emp­fiehlt die "SchMerz Baderevolution".
    Das SchMerzerlebnis für die gan­ze Familie.
    Aus: Badespass heu­te, Wadepool für kal­te Wickel.

  5. wie soll ich mich ausdrücken?
    ich fra­ge mich, ob sich hin­ter meh­re­ren pseud­ony­men immer nur eine per­son verbirgt,
    erfurt /​Erfordia Vicia Faba.
    welt​ex​pe​ri​ment​.com /​Deutsche Revolution von 1848/​1849 /​"48'ers".
    es ergibt sich dar­aus ein monolog.
    ich fin­de es selt­sam, aber es muß nicht abge­schafft werden.

    1. @holger blank: Zustimmung. Ich fän­de es auch fai­rer, wenn User sich mit einem ein­zi­gen Namen erkenn­bar mach­ten und ihre Selbstgespräche nicht hin­ter ver­schie­de­nen "Überschriften" ver­stecken würden.

      1. Wir kön­nen uns ja auf Sempfgurke eini­gen. Aber letzt­end­lich ist das auch egal, Sie erken­nen mich an mei­nen Inhalten.

        1. @R. Furt: Ich hat­te jeman­den ande­ren im Blick, der sehr viel postet, aber sich nicht auf einen Usernamen fest­le­gen will. Das erweckt den fal­schen Anschein, als sei­en es ver­schie­de­ne Personen. Man erkennt aber auch ihn an sei­nen Inhalten…

    2. Die ver­schie­de­nen Namen erge­ben sich aus der Fähigkeit der Browser, auch die Namen zu spei­chern die in ande­ren Foren ver­wen­det wer­den. So kommt das manch­mal durch­ein­an­der, ist kei­ne Absicht.

    3. @holger blank: Außerdem kom­men von die­ser Person immer öfter Einwürfe, die sich jeweils auf eine ver­meint­li­che Aussage bezie­hen, die so nir­gends steht oder gar ins genaue Gegenteil ver­dreht wird, was jemand anders zuvor geschrie­ben hat­te. Eine sol­che Falschdarstellung von die­ser Person dient ihr als Einleitung für eine Belehrung in einem arro­gan­ten Ton. Bemerkenswert ist, dass Ansatz und Stil die­ser Belehrungen von den gespal­te­nen Persönlichkeiten iden­tisch sind.

        1. @MfG, es ist wirk­lich ein Wunder daß es ein Deutsches Volk über­haupt noch gibt. Über Jahrhunderte von sei­nen Führern ver­ra­ten und ver­kauft und frem­den Mächten aus­ge­lie­fert. Vom Klerus gebrannt-schatzt und bis auf Hemd aus­ge­beu­tet, erhob es sich im Jahr 1525 unter Thomas Müntzer und kämpf­te tap­fer aber die­se Aufstände wur­den bru­tal nie­der­ge­schla­gen, denn dank der Progrome eines Martin Luther kam kein Bündnis zwi­schen den Bauern und der städ­ti­schen Bürgerschaft zustan­de. 100 Jahre spä­ter, im 30jährigen Krieg und unter wech­seln­der Führung der Habsburger, unter schwe­di­scher und däni­scher Herrschaft wur­de das Deutsche Volk fast aus­ge­rot­tet bis es sich – 200 Jahre spä­ter – erneut erhob im Jahre 1848.
          Kann man das Deutsche Volk für sei­ne Führer ver­ant­wort­lich machen?
          Ganz sicher wird man die­se Frage ange­sichts der Geschichte des Deutschen Volkes von 1525 bis 1848 mit NEIN beant­wor­ten und ganz sicher auch mit NEIN was die Bismarck-Ära und die Zeit Wilhelm des I. und Wilhelm des II. bis 1919 betrifft. Und ganz sicher war es auch nicht das Deutsche Volk was einen Hitler her­vor­brach­te son­dern die per­sön­li­chen Erben Bismarcks waren das und die per­sön­li­chen Erben der letz­ten deut­schen Kaiser in einer unheil­vol­len Allianz mit den Großindustriellen von Rhein und Ruhr die Hitler und den 2. Weltkrieg mit Milliarden US$$ aus der Dawes-Anleihe vorfinanzierten.

          Nicht das Deutsche Volk ist krank son­dern sei­ne Führer. Also braucht das deut­sche Volk auch kei­ne Wunderheiler son­dern Menschen mit Verstand. Der Irrweg einer Deutschen Nation ist erst zu Ende wenn es nicht mehr von Irren geführt wird!!

    4. @holgerblank;@aa

      Das dem Problem zu Grunde lie­gen­de Problem, hat wenig mit "Fairness" zu tun. Ansonsten: JA, das wäre wohl Fairer – Nicht bes­ser! Das "mono­lo­gi­sie­ren" hält sich aller­dings in gewis­sen Grenzen.
      Es ist bereits ein Weilchen her, da wur­de unter­stellt ich sei "@aa". Also auch das "Bezichtigen" nimmt schwer deut­ba­re Formen an, zuwei­len. Konkret ist "@weltexperiment.." defi­ni­tiv nicht @Revolution… – Soweit geht es dann doch nicht.

      Um aber auf die "Fairness" zu spre­chen zu kom­men. Menschen die damit reich­lich wenig am Hut haben, inter­es­sie­ren sich zuwei­len ja auch.… – Und es gab der­zeit auch einen aktu­el­len, recht media­len Streitfall zum Thema. Nur um den Fingerzeig mal in die rich­ti­ge Richtung abzugeben.

      Zynisch: "Fair-Talk" scheint mir zur Trademark ver­kom­men zu sein. Vieleicht habe ich damit ja auch Unrecht. Ich zum Beispiel ste­he Personen die mit Klarnamen agie­ren (das ande­re Extrem) sehr posi­tiv gegen­über und küm­me­re mich nicht wei­ter dar­um. Es freut mich sogar, daß es vie­le noch tun (kön­nen?)

      Weil wir "Früher" echt sehr vie­le Kommentatoren hat­ten, wür­de mich inter­es­sie­ren ob eine/​r mit­liest, der/​die von schlech­ten Erfahrungen dies­be­züg­lich zu berich­ten weiß. Das wäre mal ein inter­es­san­ter Aspekt – auch im Sinne des Blogs, den­ke ich. Man muß es ratio­nal (und sel­ber) ent­schei­den. Das ist mei­ne Erfahrung.

  6. Ach ja und noch etwas:
    Bismarck und Lassalle waren Freunde. Doch die­se Freundschaft, auf der Bismarcks erfolg­rei­cher Kampf gegen die Arbeiterklasse grün­de­te, durf­te auf kei­nen Fall offen sicht­bar wer­den. Und wie durch einen Zufall starb Lassalle 1864 an den Folgen eines Duells … Ooops.

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