Krisensitzung der Paketzusteller

Vier Herren, die sich in ihren Ländern jeweils als die­je­ni­gen ver­kau­fen, von denen "Führung" in Europa ver­langt wer­de, und die alle­samt unter erheb­li­chem innen­po­li­ti­schen Druck ste­hen, woll­ten es dem Russen end­lich mal so rich­tig zei­gen. Ihr Ultimatum ohne Ratio sah vor, Putin müs­se bedin­gungs­los sei­ne Waffen schwei­gen las­sen, sonst… Genau, sonst wer­de es das ich weiß nicht wie­viel­te Sanktionspaket geben. Die besin­nungs­lo­se Fehleinschätzung wur­de schnellst­mög­lich zu einem, nun ja: Rohrkrepierer. Ihr Schützling droht aus dem Ruder zu lau­fen und den Endsieg der vier Willigen zu ver­mas­seln. Der hat­te am 30.9.22 ein Dekret erlas­sen, das Verhandlungen mit Rußland für "unmög­lich" erklär­te. Nun will er das Angebot Putins zu bedin­gungs­lo­sen Gesprächen höchst­per­sön­lich anneh­men. Entsprechend knat­schig reagiert die Viererbande auf die­sen Coup des Gottseibeiuns.

Lustig ist, was ChatGPT zu dem Thema bei­tra­gen kann:

Eine kla­re Sache, soll­te man den­ken, auch wenn das Datum 4.10. eine typi­sche "KI"-Halluzination ist. ChatGPT behaup­tet natür­lich nicht irgend­et­was Regierungsloyales, son­dern fügt auch die­se Belege bei:

Sämtliche ange­führ­ten Meldungen aus die­ser Zeit gehen in die glei­che Richtung. Aber dann, zwei Jahre spä­ter, gibt es den unver­meid­li­chen Faktencheck:

Dort heißt es zur Entlarvung von "Verschwörungstheorien und rus­si­scher Propaganda":

»DW-Faktencheck: Falsch

Es gibt kein ukrai­ni­sches Gesetz, das der Ukraine oder ande­ren Ländern ver­bie­tet, Friedensverhandlungen mit Russland zu führen.

Bei sei­ner Behauptung bezieht sich Wladimir Putin offen­sicht­lich auf das Dekret des Präsidenten der Ukraine Nr. 679/​2022 vom 30. September 2022. Damit erklär­te er den Beschluss des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats vom sel­bi­gen Tag für gül­tig. Dieser Beschluss beinhal­tet fol­gen­den Satz: "Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hat beschlos­sen, die Unmöglichkeit fest­zu­stel­len, Verhandlungen mit dem Präsidenten der Russischen Föderation W. Putin zu füh­ren". Dabei geht es also ledig­lich um eine Feststellung des Sachstandes und kei­nes­wegs um ein Verbot, mit Russland als Kriegspartei zu ver­han­deln.«
dw​.com (15.9.24)

Ich habe deepl​.com den ange­ge­be­nen Text aus dem Ukrainischen über­set­zen las­sen. Er lautet:

»DEKRET DES PRÄSIDENTEN DER UKRAINE Nr. 679/​2022
Über den Beschluss des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine vom 30. September 2022 „Über die Maßnahmen der Ukraine als Reaktion auf den Versuch der Russischen Föderation, Gebiete unse­res Staates zu annek­tie­ren, mit dem Ziel, die Sicherheit des euro-atlan­ti­schen Raums, der Ukraine und die Wiederherstellung ihrer ter­ri­to­ria­len Integrität zu gewährleisten“

Gemäß Artikel 107 der Verfassung der Ukraine beschlie­ße ich:

1. Den Beschluss des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine vom 30. September 2022 „Über die Maßnahmen der Ukraine als Reaktion auf den Versuch der Russischen Föderation, Gebiete unse­res Staates zu annek­tie­ren, mit dem Ziel, die Sicherheit des euro-atlan­ti­schen Raums, der Ukraine und die Wiederherstellung ihrer ter­ri­to­ria­len Integrität zu gewähr­lei­sten“ (im Anhang) in Kraft zu setzen.

2. Die Kontrolle über die Umsetzung des mit die­sem Dekret in Kraft getre­te­nen Beschlusses des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine wird dem Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine übertragen.

3. Dieses Dekret tritt am Tag sei­ner Veröffentlichung in Kraft.
Präsident der Ukraine 

W. SELENSKI
30. September 2022«

In die­sem Beschluß fin­det sich tat­säch­lich die­se Formulierung:

»Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Sitzung des Obersten Befehlshabers und nach Anhörung der Mitglieder des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine hat der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine beschlossen:

1. Die Unmöglichkeit von Verhandlungen mit dem Präsidenten der Russischen Föderation W. Putin festzustellen…«

Wie konn­te also die Weltpresse zu ihrer Einschätzung gelan­gen, Verhandlungen sei­en ver­bo­ten, wo sie doch nur als unmög­lich dar­ge­stellt wer­den? Sollte da ein Hauch von histo­ri­scher Erfahrung gewirkt haben? Hatte nicht die katho­li­sche Inquisition Ketzer ver­brannt, weil sie an der unmög­li­chen These fest­hiel­ten, daß sich die Erde um die Sonne dre­he? Und wie sonst konn­te das Dekret ver­stan­den werden?

Ob ver­bo­ten oder nicht, Selenskyj hat sich seit­dem an die Linie gehal­ten: Mit den Russen spre­chen wir nicht, und wur­de dabei wärm­stens von den west­li­chen Regierungen unter­stützt. Zwar stell­te das Reden vom "Siegfrieden" nur eine Episode dar, doch die Strategie wur­de bei­be­hal­ten. Erinnert sei nur an den eben­so teu­ren wie frucht­lo­sen "Friedensgipfel" in der Schweiz, der Rußland eben­so aus­schloß wie der Bundestag bei sei­nem Gedenken an den Jahrestag der Kapitulation von Nazi-Deutschland. Hier trifft "bedin­gungs­los" ein­mal zu.

Lernfähigkeit ist bei der "Tagesschau aller­dings nicht ange­sagt. In einem Widewidewitt-Kommentar vom 11.5.25 lesen wir:

»Mögliche Verhandlungen mit Putin
Der Westen muss nun Konsequenz zeigen

Der gemein­sa­me Auftritt west­li­cher Staats- und Regierungschefs in Kiew und das an Moskau gestell­te Ultimatum schei­nen zu wir­ken: Russlands Präsident Putin schlägt direk­te Gespräche mit der Ukraine vor. Der Westen soll­te kon­se­quent antworten.

Derart auf dem fal­schen Fuß erwischt hat man Dmitri Peskow lan­ge nicht mehr erlebt. Es sei eine neue Situation ent­stan­den, man müs­se erst eine Haltung dazu fin­den, sag­te Wladimir Putins Sprecher am Samstagabend, als er zur neu­en west­li­chen Forderung befragt wur­de. In Kiew hat­ten vier euro­päi­sche Unterstützer der Ukraine Moskau ein Ultimatum gestellt: Entweder schwei­gen ab Montag bedin­gungs­los und für min­de­stens 30 Tage die Waffen oder der Druck auf Russland wer­de erhöht. Ökonomisch, poli­tisch und gege­be­nen­falls in Form von wei­te­rer Militärhilfe.Die rus­si­sche Reaktion folg­te in der Nacht. Machthaber Putin stell­te direk­te Gespräche mit der Ukraine in Aussicht – in Istanbul, begin­nend noch in den kom­men­den Tagen. Als Zeichen einer plötz­li­chen Friedfertigkeit ist Putins Angebot aber mit­nich­ten zu verstehen…

Ist man bereit, die scharfen Schwerter zu ziehen?

Gleichzeitig nimmt sich der Westen mit dem Ultimatum auch selbst in die Pflicht. Er muss Putin nun zur gefor­der­ten Waffenruhe drän­gen – not­falls mit dem ange­droh­ten höhe­ren Druck.Zweifel sind da durch­aus ange­bracht. Ist man wirk­lich bereit, die ganz schar­fen Schwerter zu zie­hen? Also etwa end­lich rus­si­sche Vermögenswerte zu kon­fis­zie­ren? Nach dem Treffen in Kiew geht es auch um die Glaubwürdigkeit der Ukraine-Unterstützung. Kiews Partner dür­fen sie nicht ver­spie­len.«
tages​schau​.de (11.5.25)

7 Antworten auf „Krisensitzung der Paketzusteller“

  1. In denen ihren Paketen tickt es. Wenn die Staatsmänner der EU jetzt den Stecker zie­hen, wer­den sie trotz­dem wei­ter­hin alles tun, Menschen der EU in die Armut, in das Elend und in den Tod zu trei­ben. Die Pakete zuzu­stel­len wird dar­an aber auch nichts ändern, nur beschleunigen.

  2. man­che Fuck Den Checks, dür­fen halt erst 250.000 Tote spä­ter gemacht wer­den, um die Hälfte davon zu ver­hin­dern, hab ich das rich­tig ver­stan­den oder waren es 500.000?

  3. tages­schau:
    Der gemein­sa­me Auftritt west­li­cher Staats- und Regierungschefs in Kiew und das an Moskau gestell­te Ultimatum schei­nen zu wir­ken: Russlands Präsident Putin schlägt direk­te Gespräche mit der Ukraine vor. Der Westen soll­te kon­se­quent antworten.

    Was für ein Dünnschiss von den zwangs­fi­nan­zier­ten Berufslügnern der Tagesschau.

    Die Regierung Russlands hat wäh­rend des gesam­ten Krieges immer wie­der betont, dass Russland jeder­zeit zu Verhandlungen bereit ist. Aber gleich­zei­tig haben sie stets betont, dass es kei­nen Waffenstillstand geben wird, bis ein Verhandlungsergebnis erreicht ist, das die Interessen Russlands berück­sich­tigt. An der Haltung hat die Regierung Russlands nichts geän­dert, auch nicht auf­grund des Auftritts der vier Demokratiedarsteller, von denen FF Merz noch nicht ein­mal vom Volk gewählt wur­de, im Gegensatz zu Präsident Putin.

    Die rus­si­sche Position zu den Verhandlungen wur­de post­wen­dend klar­ge­stellt. Ausgangspunkt ist der bereits im April 2022 (!) ver­han­del­te Vertrag zwi­schen Russland und der Ukraine, unter Berücksichtigung der Realität auf dem Boden.

    "Der Westen" hat die Ukraine seit 2004 ("oran­ge­ne Revolution") offen gegen Russland ein­ge­setzt. Seit 2014 hat die ukrai­ni­sche Regierung Gewalt mit Waffen gegen die rus­sisch­spra­chi­ge Bevölkerung der Ukraine aus­ge­übt. Wir, "der Westen", haben zu die­sem Zweck ukrai­ni­sche Faschisten an die Macht gebracht. De fac­to war die Ukraine schon lan­ge Teil der NATO, durch Personal der NATO und Geheimdiensten vor Ort, Militärbasen, Biowaffenlabore, mili­tä­ri­sche Übungen, Aufrüstung, poli­ti­sche Ausrichtung usw. Es ging nie um Frieden, son­dern immer nur dar­um, Russland in einen Krieg zu ver­wickeln. Merkel und Hollande haben es selbst bestä­tigt: Die Minsker Verträge dien­ten nur dazu, die Ukraine wei­ter auf­zu­rü­sten. Und so kam es, wie vom "Westen" geplant: Kurz vor dem Einmarsch der rus­si­schen Armee im Februar 2022 hat­te die Ukraine eine Armee auf­ge­stellt, die unmit­tel­bar für den Einmarsch in jene rus­sisch­spra­chi­gen Gebiete (Oblaste) zusam­men­ge­zo­gen wur­de, die man über Jahre zuvor mit Artillerie beschos­sen hatte.

    Erste Dokumente, in denen das Vorgehen des "Westens" gegen Russland beschrie­ben wird, fin­det man bereits aus dem Jahre 1993, also kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Für uns Bürger ist das beson­ders wich­tig, weil dar­aus folgt, dass Teil unse­res Regimes Personen sind, die kei­nen Frieden wol­len (und nicht nur nicht mit Russland). Denen ist das Leben ande­rer nichts wert. Deren Skrupellosigkeit geht so weit, dass sie gen­tech­ni­sche Experimente welt­weit durchführen.

    Die zwangs­fi­nan­zier­ten Berufslügner der Tagesschau schrei­ben weiter:

    Derart auf dem fal­schen Fuß erwischt hat man Dmitri Peskow lan­ge nicht mehr erlebt. Es sei eine neue Situation ent­stan­den, man müs­se erst eine Haltung dazu fin­den, sag­te Wladimir Putins Sprecher am Samstagabend, als er zur neu­en west­li­chen Forderung befragt wur­de. […]

    Weder Peskow noch sonst wer in Russland wur­de auf dem fal­schen Fuß erwischt. Sie waren vor­be­rei­tet und haben ihre Position über Jahre hin­weg immer wie­der offen dar­ge­legt und ver­tre­ten. Nichts pas­sier­te zufällig.

    Es sind die Zuschauer und Leser der Tagesschau, die pau­sen­los belo­gen wer­den und des­halb nichts ver­ste­hen. Zu der Zielgruppe der Tagesschau gehö­ren unter ande­rem die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

  4. Im Übrigen: Die größ­te Gefahr für einen Krieg immer noch die­sel­be die sie vor 100 Jahren schon war. Einzig die UdSSR und das sozia­li­sti­sche Weltsystem hat die­ser Gefahr Einhalt gebo­ten, die NVA, die Sowjetarmee und die Staaten des Warschauer Vertrages waren die­je­ni­gen die das Kriegsgelüste in kla­re Schranken gewie­sen haben. Doch genau die­se Schranken gibt es heu­te nicht mehr.

  5. Im Netz gibt es Spekulationen, dass die Herren Macron, Merz und Starmer hier im Zug beim Koksen erwischt wor­den sei­en. ( Macron lässt schnell das Tütchen ver­schwin­den, Merz das Röhrchen mit Pulverresten)

    Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber Drogenmissbrauch schie­ne mir eine plau­si­ble Erklärung für die pol­tern­de und auf­ge­bla­se­ne Großmannspolitik die­ser welt­po­li­ti­schen Möchtegerns.

  6. Was hat denn der Machthaber der kor­rupt-bank­rot­ten Ukraine zu bie­ten? Der Verhandlungspartner sitzt nicht im Osten, er sitzt im Westen. Ohne die stän­di­ge Infusion von Zaster hört die Ukraine auf zu exi­stie­ren als orga­ni­sier­ter Staat. Das vom infun­dier­ten Zaster wohl der größ­te Teil in den Taschen von Oligarchen und kor­rup­ten Bozen lan­det, ist ein für die Ukraine eher natür­li­cher Effekt. 

    Selbstverständlich mag die EU den Konflikt nicht been­den. Kallas und Gleichgesinnte auf­grund von ideo­lo­gi­schem Russenhass, nor­mal-stra­te­gisch den­ken­de EU-Größen nicht, da die finan­zi­el­len Lasten nicht zu stem­men wären. Daher ist auch das Gerede von einem EU-Beitritt der Ukraine nicht mehr als Geschwätz.

  7. Ähnlich wie die "Pandemie" nicht zu Ende gehen durf­te, weil man noch nicht genü­gend Daten hat­te, hat man auch kein Interesse an Friedensverhandlungen, weil man sich doch noch fort­dau­ern­den Wissenstransfer von den BlutTäterOpfern im Einsatz als Gegenleistung für die "Solidarität" wünscht:

    https://​www​.deutsch​land​funk​.de/​u​k​r​a​i​n​e​-​e​u​r​o​p​a​s​-​v​e​r​t​e​i​d​i​g​u​n​g​-​u​n​d​-​d​e​r​-​u​k​r​a​i​n​i​s​c​h​e​-​w​i​s​s​e​n​s​t​r​a​n​s​f​e​r​-​1​0​0​.​h​tml

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