Merz ist geil! Ein Kabinettstückchen

Der künf­ti­ge "Digitalminister" Wildberger ist CEO von Ceconomy, dem Mutter-Konzern von MediaMarkt und Saturn – wenn nicht die SPD-Basis noch zu Sinnen kommt.

Die Forschungsministerin soll Dorothee Bär geben. Wahrscheinlich wegen die­ses Mega-Erfolges:

»Flugtaxis gal­ten als gro­ße Hoffnung der Mobilität. Zumindest bei den CSU-Politiker Dorothee Bär und Markus Söder. Nun sind zwei der bedeu­tend­sten Unternehmen der Branche in wirt­schaft­li­cher Schieflage.

Dorothee Bär – damals Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung – warb 2018 gegen­über Bild für sie: Flugtaxis, so mein­te die CSU-Politikerin damals, sei­en die Zukunft. "In weni­gen Jahren" soll­ten die auto­nom flie­gen­den Luftgefährte nicht nur über deut­schen Städten flie­gen, ver­riet die Politikerin im Interview. Dazu ließ sie sich neben einem Zweisitzer der Firma Volocopter abbilden.

Rund sechs Jahre spä­ter ist nicht nur Dorothee Bär nicht mehr Staatsministerin, son­dern auch Volocopter insol­vent. Der Traum von der neu­en revo­lu­tio­nä­ren Technologie "Made in Germany" scheint fürs Erste aus­ge­träumt. Denn auch der zwei­te nam­haf­te Hersteller Lilium muss­te vor kur­zem wirt­schaft­li­che Schwierigkeiten vermelden…«

Der neue Innenminister Dobrindt kann mit der Pkw-Maut, mit der er neben Andi Scheuer (bei­de waren auch für Digitales zustän­dig) als Verkehrsminister vie­le Millionen Euro ver­senkt hat­te, ähn­lich Erfolge aufzeigen.

Über die vor­aus­sicht­li­che Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ist zu lesen: "Wie am Montag bekannt wur­de, sind sie und der frü­he­re Verteidigungs- und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ein Paarzeit​.de (28.4.25). Auch die­se Verbindung bürgt für qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Politik im Interesse des ganz gro­ßen Geldes wie des ver­arm­ten Adels.

Staatssekretäre wie Philipp Amthor (eben­falls Digitalisierung) und Wolfram Weimer (für Kultur !?!) sind wei­te­re bered­te Zeugen für die Degeneration und Trumpisierung des poli­ti­schen Lebens. Es ver­steht sich von selbst, daß es sich durch­weg um stram­me Rechtsaußen der Union handelt.

5 Antworten auf „Merz ist geil! Ein Kabinettstückchen“

  1. Diese Subjekte len­ken die Aufmerksamkeit der Volksmassen auf sich. Genau des­we­gen wur­den die so aus­ge­sucht. Nur deswegen.

  2. Konsequent wäre Merz dann, wenn er gleich das Digitalministerium out­sour­ced an Google und Apple als Konsortium. Diese bei­den haben eine über­ra­gen­de Kompetenz in der Nutzung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten. Dies ist doch das Ziel, war­um also der Umweg? Der durch­schnitt­li­che Einwohner der Bundesrepublik Deutschland wird dage­gen nicht auf­mucken. Und die paar Blogger, die dage­gen sind, die eli­mi­niert die "Regierung" mit­tels Debanking.

  3. Erst schum­melt der Freiherr bei der Doktorarbeit, und jetzt lässt er sich mit Damen aus dem ein­fa­chen Volk ein.

    Ob die Ehe von "Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg" und "Stephanie Anna Charlotte Buhl-Freifrau von und zu Guttenberg gebo­re­ne Gräfin von Bismarck-Schönhausen" denn auch ordent­lich geschie­dien ist? Nicht, dass der römisch-katho­li­sche Freiherr schon wie­der schum­melt, und dies­mal den Zorn Gottes und der Kirche auf sich zieht.

    Für sei­ne Lobbyfirmchen und Aktieninvestments dürf­te die neue Verbindung zur Regierungsclique aber sicher nicht von Nachteil sein.

    Immerhin: Zu sei­nen Gunsten spricht ein wöchent­li­cher Podcast mit Gregor Gysi – ger­ne auch als Live-Auftritt. Linkspartei und Geldadel. Da wächst zusam­men, was zusam­men gehört.

  4. Warum ein "Volocopter", der in D‑Land, wem sei Dank, immer noch einen Piloten braucht, wesent­lich gün­sti­ger sein soll als ein Helicopter, erschließt sich mir nicht so ganz. Natürlich sind die Triebwerke der Helis mord­steu­er in Anschaffung und Unterhaltung, Aber "preis­gün­stig" sind die Volos wohl kaum und für Langstrecke ver­mut­lich unge­eig­net. Außerdem braucht man, je nach Landemöglichkeiten, am Ende ver­mut­lich doch noch ein Taxi – gar zwei, eins hin eins zum Zielort. Hätte ich kei­nen Cent und kei­ne Minute rein inve­stiert. Vermutlich wer­den die­se Vehikel in schwer zugäng­li­chen Gegenden den Hubschrauber auf gerin­ger Distanz hie und da erset­zen. Ansonsten ein teu­rer Spaß für Betuchte, ver­mut­lich. Aber das her­kömm­li­che Taxi wer­den sie wohl kaum erset­zen, und in den mei­sten Fällen nicht mal in der Leistung über­bie­ten. Ob Frau Bär und herr Söder tat­säch­lich inve­stiert haben, oder bloß Blablabla und hei­ße Luft – wohl eher! ;-D

    Was den CEO angeht, es wird immer ame­ri­ka­ni­scher, bzw. glo­bal-demo­lier­ter. Hat der Mann zwar Physik stu­diert, frägt man sich aber was hat das mit Verwaltungssoftware zu tun. – Gar Nichts, kurz und knapp gesagt. Aber was solls, ein BWL'er wäre mei­nes Erachtens ein anders-ein­sei­ti­ges Fehlgewicht für so einen Job. Was mich aber über das hin­aus am mei­sten stört, ist die Tatsache daß ein Amt kein Unternehemn ist, und daß der Mann als Berufs- und Quereinsteiger defi­ni­tiv NICHT geeig­net zu sein scheint. Mit an Sicherheit gren­zen­der Wahrscheinlichkeit, fän­den sich hun­der­te von geeig­ne­te­ren Leute.

    Ein so wich­ti­ges Amt, auf eine stu­fe mit Saturn/Media-Markt zu stel­len – mit ver­laub Wahnsinn! Auch wnn es zum Wende-merz ganz gut pas­sen wür­de. Das ist ja das Problem .……

    DANN, kann ja nix mehr schief gehen, -
    "Tschuldigung, haben Sie auch Minister (und Kühlschrak mit dabei) ?"
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​M​H​V​K​m​_​u​_​Qlc

    Gut daß Die (?) ver­gli­chen haben

  5. Cornelia Stolze retweeted
    Jan A. Karon
    @jannibal_
    10h
    Cerstin Gammelin (SZ) wird zur Sprecherin von Frank-Walter Steinmeier. 

    Stefan Kornelius (SZ) wird zum Sprecher von Friedrich Merz. 

    Michael Stempfle (Tagesschau) wird zum Sprecher von Boris Pistorius.
    Damit wur­de Stempfle inter­es­san­ter­wei­se zum Nachfolger von Christian Thiels (ARD), der wie­der­um erst Sprecher von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)
    und spä­ter Christine Lambrecht (SPD) wurde.
    Stefan Seibert (ZDF) wur­de erst Merkels Sprecher im drit­ten Kabinett, dann Botschafter in Tel Aviv, – und in sei­ner Sprechertätigkeit für Merkel folg­te Seibert auf 

    Ulrich Wilhelm, der wäh­rend er Sprecher des Kabinetts Merkel I und Merkel II war, zeit­gleich als Intendant des Bayrischen Rundfunks auf­trat, um im Anschluss ARD-Vorsitzender zu werden. 

    Damit ähnelt er im Übrigen Peter Hausmann, der von 1994 bis 1998 Regierungssprecher war
    und davor und danach beim Bayerischen Rundfunk ange­stellt wurde. 

    In der letz­ten Regierung waren auch Christiane Hoffmann (FAZ),

    Steffen Hebestreit (Frankfurter Rundschau/​Dumont)

    und Wolfgang Büchner (Spiegel, Reuters, AP, dpa) Regierungssprecher. 

    In jedem ver­kack­ten Ministerium tum­meln sich Journalisten, und ihr könnt mir erzäh­len, dass jeder frei sei­ne Jobs wech­seln kön­ne und Nähe zwi­schen Publizistik und Sprechertum ja auch irgend­wie nor­mal sei, aber nein, das ist nicht nor­mal, das hat mit Berufsethos zu tun und das Ausmaß die­ser Personalrochaden ist abso­lut uto­pisch und ver­fe­stigt das Bild eines polit­me­dia­len Klüngels, bei dem Journalisten weder maxi­mal kri­tisch auf Politik geschaut haben, noch per­sön­lich etwas ris­kiert haben, noch wirk­lich unab­hän­gig waren – und am Ende nicht mal genug Selbstachtung auf­brin­gen konn­ten, auf ihre spä­te­ren Arbeitsjahre auf einen Judaslohn als Ministeriums- und Regierungssprecher zu ver­zich­ten. Mal wie­der gilt: Verachtet Journalisten, die­se Branche ist ein ein­zi­ger Sellout.

    https://​nit​ter​.net/​c​o​r​n​e​l​i​a​s​t​o​lze

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