Nichts zu lachen. "Eine stärkere, gerechtere und tödlichere Nato"

Beim Treffen eines Dreamteams der frei­en Welt macht der NATO-Chef ein wenig auf Friedfertigkeit:

welt​.de (25.4.25)

»… Positiv äußer­te sich Rutte zudem zu US-Präsident Trump und der Rolle der USA bei den Gesprächen. Er habe nicht den Eindruck, dass sich die US-Regierung aus den Verhandlungen über ein Ende des rus­si­schen Angriffskriegs zurück­zie­hen wür­de. Trump habe eine Blockade gebro­chen, unter Trumps Führung könn­ten die Verhandlungen zu einem „posi­ti­ven Ende gebracht“ wer­den. Weiter sag­te Rutte, dass es eine „tota­le Verpflichtung“ der USA zur Nato und zum Beistandsartikel des Verteidigungs­bündnisses gebe…

Rutte traf in Washington über­dies US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Er habe mit dem Pentagonchef erör­tert, wie eine „stär­ke­re, gerech­te­re und töd­li­che­re Nato sicher­ge­stellt“ wer­den kön­ne, schrieb er danach im Onlinedienst X…«

Diesen Tweet habe ich nicht fin­den kön­nen. Aber diesen:

x.com (25.4.25)

Update:

Der NZZ-Artikel for­mu­liert miß­ver­ständ­lich. Gemeint ist womög­lich das älte­re Zitat von Pete Hegseth:

x.com (12.2.25)

Update 2:

Ein Leser hat ihn gefun­den, danke:

x.com (24.4.25)

6 Antworten auf „Nichts zu lachen. "Eine stärkere, gerechtere und tödlichere Nato"“

  1. Die Bilder (welt​.de u. x.com) zei­gen mal wie­der sehr schön, dass die Kernkompetenz des inter­na­tio­na­len poli­ti­schen Personals in erst­klas­si­gem Zahnersatz, und des­sen gna­den­lo­ser Zurschaustellung vor Presse und Publikum besteht.

    Festsitzend, teu­er und schmutz­an­fäl­lig. Ein biss­chen wie die Nato.

  2. Hm. Hat der Käskopp Rutte tat­säch­lich so einen Klopper rausgehauen?
    Die "töd­li­che­re NATO" ist aller­dings bereits ein älte­res Bonmot
    https://www.n‑tv.de/politik/Hegseth-fordert-staerkere-toedlichere-NATO-article25556589.html
    das es vor, na, 6 Jahren womög­lich noch in eine leit­me­dia­le Empörungsgeisterbahn geschafft hätte
    (ana­log der legen­dä­ren "Mikrofonprobe"
    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​W​e​_​b​e​g​i​n​_​b​o​m​b​i​n​g​_​i​n​_​f​i​v​e​_​m​i​n​u​tes ).

    Es ist wohl Teil der "Zeitenwende", dass der Klopper nicht ange­mes­sen "gewür­digt" wur­de, obwohl *man* sich doch in den Redaktionen stets red­lich bemüht zeigt der Kamarilla des Bekloppten im DC Böses nach­zu­wei­sen oder zu unterstellen.
    Im Zweifelsfall tun die Bösen dann wohl doch wie­der Gutes (außer wenn's um Kriegsbeendigung ohne Endsieg geht?).

    Und egal, ob es im Original "fatal", "kil­ling", "lethal" oder "dead­ly" hieß: ein Lawrow oder ein Medwedew wer­den sicher die pas­sen­de und ein­präg­sa­me rus­si­sche Übersetzung gefun­den haben: eine die sowohl die Intelligenzia als auch die sibi­ri­sche Babuschka und der kare­li­sche Muschik rich­tig verstehen.

  3. https://​archi​ve​.is/​H​T​u0M

    Sieh da! Noch ein bis dato undif­fa­mier­ter alter wei­ßer Mann aus einem neu­tra­len(?) Land, der sich die Mühe macht, einen Konflikt zu lösen und ein Fragesteller, für den es wohl nur "Endsiege" gibt, egal wer dafür noch alles draufgeht.
    Respekt für Ersteren!
    Und der (NATO?-)SPIEGEL-ecker ent­blö­det sich nicht, die­sen so zu "beleh­ren":
    "Die Nato ist ein Verteidigungsbündnis, sie bedroht Russland nicht."
    (die ande­ren ceter­um cen­seo: "Diktator" et al sind dage­gen schon fast "aus­ge­wo­gen").

    Sollte man ihm einen Einberufungsbescheid gönnen 🤔?
    (Oder hat er den bereits bekom­men und arbei­tet jetzt in Wirklichkeit in einer "Public Private Partnership"? "Psychologische Kriegsführung", "Fremde Heere Ost" oder so?)

  4. Hauptsache, die Kriegsindustrie bekommt ordent­lich Zaster in den Rachen gestopft. Und selbst­ver­ständ­lich ver­die­nen die ulti­ma­ti­ven Eigentümer der Kriegsindustriekonzerne par­al­lel an den Schulden mit­tels Zinsen. Es dürf­ten ulti­ma­tiv die glei­chen Eigentümer der Konzerne und der die Mittel bereit­stel­len­den Finanzindustrie sein. Casino, näch­ste Runde. Das Ganze ist nichts ande­res als eine abnor­me Plünderung. 

    Engels hat dies bereits sehr tref­fend for­mu­liert: Die Völker wer­den durch die Last der Militärausgaben zugrun­de gerichtet.

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