Ja, meine Söhne geb' ich gern!

Das rich­ti­ge histo­ri­sche Händchen fin­det sich bei der "Zeit" immer. Ihr Autor hat sich Führers Geburtstag für das Erscheinen sei­nes mar­kan­ten Bekenntnisses aus­ge­sucht. "Er ist Autor, Unternehmensberater und evan­ge­li­scher Theologe" und stammt aus Sri Lanka.

zeit​.de (20.4.25)

Stephan Anpalagan adres­siert für sei­ne Propagierung der Kriegstauglichkeit eine lin­ke Klientel. Ausführlich schil­dert er eine Bundeswehr, die auf dem rech­ten Auge blind ist und eine Gesellschaft, in der die Erinnerung an die Nazi-Vergangenheit bei gro­ßen Teilen uner­wünscht blieb:

»… Als Mitte der 1990er-Jahre eine histo­ri­sche Ausstellung die deut­sche Öffentlichkeit über die Verbrechen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg auf­klärt, reagie­ren ihre Kritiker hyste­risch. In Saarbrücken ver­üben Rechtsextreme einen Bombenanschlag auf die Ausstellungsräume, um die Eröffnung zu ver­hin­dern. Die ört­li­che CDU schal­tet eine Anzeige mit dem Wortlaut: "Wir las­sen unse­re Väter von die­sen Ausstellungsmachern und ihren Hilfstruppen nicht unwi­der­spro­chen als Verbrecher und Mörder diffamieren."

Zwischen Rassismus und Gewalt

Im Jahr 2003 kommt eine Studie der Bundeswehruniversität in Hamburg zu dem Ergebnis, dass Offiziersstudenten zuneh­mend rech­te Einstellungen zeigen.

Im Jahr 2012 berich­tet der Spiegel dar­über, wie der spä­te­re NSU-Terrorist Uwe Mundlos wäh­rend sei­ner Bundeswehrzeit trotz rechts­extre­mer Einstellungen von Militärrichtern frei­ge­spro­chen und inner­halb der Truppe sogar zwei­mal beför­dert wird.

Im Jahr 2017 wird Oberstleutnant Franco A. ver­haf­tet. Gemeinsam mit ande­ren Bundeswehrangehörigen plan­te er Anschläge auf Politiker und demo­kra­ti­sche Institutionen. Das Bundeskriminalamt ermit­telt, dass er Munition aus Bundeswehrbeständen gestoh­len, Waffen beschafft und Feindeslisten erstellt hat. Auch Franco A. wird trotz rechts­extre­mer Äußerungen in die Bundeswehr auf­ge­nom­men und zum Berufssoldaten ernannt, spä­ter sogar befördert.

Ebenfalls im Jahr 2017 berich­ten Journalisten der taz über Mitglieder eines Reservistenverbandes, die die Entführung und Tötung von 5.000 Menschen, über­wie­gend Journalisten, Politiker und Aktivisten, geplant haben. Später decken die­sel­ben Journalisten auf, wie sich akti­ve und ehe­ma­li­ge Mitglieder von Spezialeinheiten in Bundeswehr und Polizei auf einen Umsturz am "Tag X" vor­be­rei­ten. Die Ermittler fin­den Bestellzettel für Leichensäcke und Löschkalk. Mit letz­te­rem sol­len die Leichen der getö­te­ten Flüchtlinge unkennt­lich gemacht werden.

Im Jahr 2021 berich­ten Journalisten des Spiegels dar­über, wie Reservisten der Bundeswehr Anschläge auf Migranten pla­nen. Ihr Anführer Jens G., Oberstleutnant der Reserve, steht in Kontakt zu einem Referenten des Bundesverteidigungsministeriums.

Keine ein­zi­ge die­ser Nachrichten geht spur­los an mir vor­über. All die Jahre habe ich mich gefragt, wie ich Teil einer Militärorganisation hät­te wer­den sol­len, in der gleich meh­re­re Netzwerke Flüchtlinge, Migranten und poli­tisch Andersdenkende ermor­den wollen…

Kollegen von Spiegel, Tagesspiegel und ZEIT berich­ten davon, wie im Jahr 2025 in Teilen Deutschlands die "Baseballschlägerjahre" wie­der­keh­ren.

Als ich 13 Jahre alt bin, sagt der Fraktionschef der CDU im Berliner Landesparlament, Klaus Landowsky, in einer Debatte über Migration Folgendes:

"Es ist auch viel Abschaum an Kriminalität in die Stadt gekom­men, von China, über Russland, Rumänien und so wei­ter, mei­ne Damen und Herren. (…) Es ist nun mal so: Wo Müll ist, sind Ratten, und wo Verwahrlosung ist, ist Gesindel, mei­ne Damen und Herren, und das muss besei­tigt wer­den in der Stadt."

Mit 15 Jahren erle­be ich, wie der hes­si­sche Ministerpräsident Roland Koch eine Unterschriftenaktion orga­ni­siert, bei der sich Rentner in der Wiesbadener Innenstadt erkun­di­gen, wo man hier "gegen Ausländer unter­schrei­ben" könne…

Dieses Land lehnt Einwanderer ab, wehrt sie ab und grenzt sie aus. Selbst Politiker eta­blier­ter Parteien las­sen kei­nen Zweifel dar­an, dass sie mich und mei­nes­glei­chen am lieb­sten aus dem Land schaf­fen wür­den. Dieser Bundesrepublik soll ich die­nen? Auch wenn damals kein Krieg in Sicht ist, ist es befremd­lich: Ich soll für ein Land mein Leben ris­kie­ren, das mich leben­dig nicht will…«

Das alles ist für ihn nach­ran­gig, nach­dem er "Meine per­sön­li­che Zeitenwende" erleb­te:

»Ich habe das Gefühl, dass wir Deutschen die Tragweite der viel beschwo­re­nen "Zeitenwende" noch immer nicht begrif­fen haben. Dieses Land wird sich ver­än­dern müs­sen. Die Bundeswehr wird sich ver­än­dern müs­sen. Ich wer­de mich ver­än­dern müs­sen. Sowohl die Einheimischen als auch die Einwanderer wer­den ihr Verhältnis zuein­an­der und zu die­sem Land ver­än­dern müs­sen. Man kann es auch so for­mu­lie­ren, dass es selbst der Letzte ver­steht: Auch Ibrahim und Mohammed, Anpalagan und Özdemir wer­den nicht umhin­kom­men, Deutschland zu ver­tei­di­gen, wenn die Deutschen eine Zukunft in Freiheit und Selbstbestimmung haben wollen.

Die Bundeswehr ist heu­te eine ande­re, als sie es in den 1990er-Jahren war. Die Probleme inner­halb der Truppe sind nicht beho­ben, zumin­dest aber exi­stiert mitt­ler­wei­le ein Problembewusst­sein. Der Militärische Abschirmdienst wird seit eini­ger Zeit von einer Frau geführt, die den Kampf gegen Rechtsextreme end­lich ernst zu neh­men scheint. Der Bundesverteidigungsminister ist glaub­wür­dig in sei­nem Bemühen, die Bundeswehr zu moder­ni­sie­ren und für Frauen, Migranten und Menschen aller Couleur zu öff­nen. Wer heu­te in der Bahn auf Soldatinnen und Soldaten trifft, erlebt höf­li­che, zurück­hal­ten­de Menschen, denen man die Verteidigung die­ses Landes anver­trau­en möch­te…«

Nein, meine Söhne geb ich nicht

Unter die­ser Zwischenüberschrift gibt sich der Autor als lang­jäh­ri­ger Fan von Reinhard Mey aus. Nun aber meint er zu wissen:

»Wir kön­nen uns den Pazifismus, den Reinhard Mey hier besingt, und dem ich auch selbst lan­ge ange­han­gen habe, nicht län­ger lei­sten. So hart es auch klin­gen mag: Wer sei­ne eige­nen Söhne nicht gibt, lie­fert die Kinder der ande­ren aus.

"Und eher wer­de ich mit ihnen flie­hen /​Als dass ihr sie zu euren Knechten macht /​Eher mit ihnen in die Fremde zie­hen /​In Armut und wie Diebe in der Nacht."

Nicht alle wer­den flie­hen kön­nen. Die Armen, Alten, Kranken und Schwachen wer­den zurück­blei­ben…«

Da ist es wie­der, das Corona-Narrativ. Wieder wer­den die "vul­ner­ablen Gruppen" ins Feld geführt, zu deren Schutz sich alle auch den unsin­nig­sten, gefähr­li­chen und frei­heits­ein­schrän­ken­den Maßnahmen zu unter­zie­hen hät­ten. Daß gera­de sie und, nicht zu ver­ges­sen, die Kinder zu Spielbällen poli­ti­scher Profilierung gemacht und alles ande­re als geschützt wur­den (wie auch in einem bewußt kaputt­ge­spar­ten Gesundheits- und Bildungssystem), ist dem Autor so wenig eine Überlegung wert wie die Frage nach Interessen. Die Rüstungsindustrie ist heu­te kein Thema, wie es die Pharmakonzerne gestern kei­nes waren. Wie zur Einstimmung auf den natio­na­len Zusammenhalt damals Bergamo instru­men­ta­li­siert wur­de, tut es Anpalagan mit Butscha. Fehlen dür­fen bei ihm nicht ver­ge­wal­tig­te Frauen, die es offen­bar nur als Opfer rus­si­scher Bestien gibt. Daß Frauen zu jeder Zeit im Krieg, egal auf wel­cher Seite, zu Opfern wer­den, weil Krieg auch für womög­lich gerech­te Ziele immer Verrohung mit sich bringt und mit sich brin­gen muß, um das Töten zu ermög­li­chen, ver­schweigt der Autor.

»Würde ich für Deutschland in den Krieg zie­hen, töten und sterben?

Man muss sich, um die­se Frage in ihrer Gesamtheit zu begrei­fen, im Klaren dar­über sein, dass Deutschland zu den sicher­sten Ländern der Welt zählt. Diese Frage also in die­sem Land zu stel­len, wäh­rend anders­wo Krieg herrscht und Menschen ster­ben, ist wohl­feil. Aber viel­leicht ist sie nichts­de­sto­trotz wich­tig. Weil der Krieg nicht immer nur die ande­ren trifft. Weil der Krieg auch zu uns kom­men kann. Weil die Verteidigung von Heimat und Mitmenschen genau die staats­bür­ger­li­che Verantwortung ist, die uns Deutschen auf­ge­ge­ben ist. Und die seit dem 16. Oktober 2000 auch mei­ne ist.

Ehrlich gesagt fällt mir eine Antwort immer noch schwer. Aber es ist nicht mehr das kla­re Nein, das es so vie­le Jahre war.

Es ist nun­mehr ein zurück­hal­ten­des und nach­denk­li­ches, aber den­noch ver­nehm­ba­res Ja.«

Ruhm und Ehre sind bei den links­li­be­ra­len BellizistInnen eher out. Die neu­en Kriege sol­len aus "staats­bür­ger­li­cher Verantwortung" geführt wer­den. So wie Joschka Fischer mit einem ver­lo­ge­nen "Nie wie­der Auschwitz" und einem gefälsch­ten "Hufeisenplan" den Weg frei­ge­macht hat­te für die NATO-Bombardements Belgrads und ande­rer Städte. Damals, 1999, ent­stand das Unwort des Jahres "Kollateralschaden". Die Verharmlosungen in der "Zeit" sind dem ebenbürtig.

29 Antworten auf „Ja, meine Söhne geb' ich gern!“

  1. Er sehnt sich danach, dass die "Zeitenwende" ihn von Diskriminierung und Anfeindung erlöst.

    Der Mechanismus: Die Individuen ver­schmel­zen in der Gemeinschaft, die sich mit einem ver­meint­lich höhe­ren Ziel iden­ti­fi­ziert: Der Kampf gegen den äuße­ren Feind. Gestern Corona, heu­te Putin. Dafür will er sogar ster­ben, und bra­him, Mohammed, Anpalagan und Özdemir sol­len ihm nach­fol­gen. Die wer­den sich bedan­ken, und ihm den Vogel zei­gen. Zurecht.

    Frage an den Autor: Was glaubt er was pas­siert, wenn anschlie­ßend wie­der "nor­ma­le" Zustände ein­keh­ren soll­ten? Genau: Dann ist er wie­der der Ausländer und wird angefeindet.

    Aber das wird er wohl nicht mehr erle­ben, als tap­fe­rer Krieger für das Vaterland. Vielleicht trö­stet ihn das ja.

  2. Die Verharmlosungen in der Zeit sind schlim­mer als 1999, denn damals war das Sterben weit ent­fernt, heu­te wird es nach Deutschland kommen.

    Der evan­ge­li­sche Unternehmensberater erin­nert am Paul Bäumer ("Im Westen nicht Neues") der mit ähn­li­chem Pathos und Begeisterung in den Krieg zieht, und dort sei­ne Naivität und sein Leben verliert.

    Darüber soll­te das selbst­er­nann­te Leitmedium Zeit viel­leicht mal schreiben.

  3. Die Wahrheit ist, daß der Bundeswehrsoldat weder Volk noch Vaterland noch Deutschland noch sei­ne Heimat ver­tei­digt son­dern die Interessen derer die ihr eige­nes Volk aus­plün­dern, aus­beu­ten und unterdrücken.

  4. Die "Maske" sitzt locke­rer. Wundern tut mich an dem Artikel nichts. Der "Vorzeigedeutsche" der Zeit hat wohl gewar­tet mit sei­nem Bekenntnis, bis Deutschland sich ent­spre­chend "gewan­delt" hat. (Rechtsruck) Im Übrigen scheint er ja sel­ber ganz gut "drum her­um gekom­men" zu sein. Das Sieben geht seit 25 Jahren – gene­rell, und nicht nur in der Armee!

    "Wir kön­nen uns den Pazifismus, den Reinhard Mey hier besingt, und dem ich auch selbst lan­ge ange­han­gen habe, nicht län­ger lei­sten …" – Tja, weni­ger Gehalt bei "fal­scher Gesinnung"? [Frage!]

  5. "Dienen", woll­te der Verfasser des obi­gen Traktats jeden­falls schon frü­her. Leider konn­te er es nicht, weil die Bundeswehr noch "eine ande­re" und vol­ler Nazis war.

    Jetzt soll die Zeitenwende dafür her­hal­ten, sei­ne Unterwerfungswünsche inmit­ten jun­ger Männer wahr zu machen ("Ibrahim, Mohammed, Anpalagan und Özdemir"), was er mit schwül­sti­gem Gerede von "Freiheit" und "staats­bür­ger­li­cher Verantwortung" kaschiert.

    Der inne­re Konflikt bleibt jedoch bestehen ("eine Antwort fällt immer noch schwer"), die Lösung bringt der Tod. ("für Deutschland sterben")

    Bedauernswert.

  6. Wenn man ganz böse wäre (!), könn­te man jetzt sagen: "Da erfah­ren wir doch end­lich, was die mit der Migrationsförderung errei­chen wollen!"
    Zum Glück bin ich nicht böse und ver­mu­te, daß der Herr Anpalagan ein­fach sehr anfäl­lig für rechts­extre­me Weltanschauung ist, wes­halb ihn die "Zeit" dafür instrumentalisiert.
    Andererseits soll­te nicht ver­ges­sen wer­den, daß die letz­te Bundesregierung Flüchtlinge aus Afghanistan zum Militärdienst in der Ukraine ver­pflich­tet, wodurch sie sich die deut­sche Staatsbürgerschaft ver­die­nen kön­nen (falls sie überleben).
    Wir bräuch­ten viel­leicht mal ein neu­es Wort für "Zynismus". Und für "Vergangenheitsbewältigung" (was ich schon immer für eine furcht­ba­re Vokabel halte).

  7. Keiner, der zur defi­nier­ten abzu­schlach­ten­den Humanressource gehört, stirbt für Deutschland, son­dern aus­schließ­lich für die Profit- und Machtinteressen der herr­schen­den Oligarchie der west­li­chen Welt. Die ulti­ma­ti­ven Eigentümer der glo­bal agie­ren­den Konzerne und ihre unter­ge­ord­ne­ten Finanz- und Politikbüttel benö­ti­gen für die näch­ste Runde der Ausbeutung hel­den­haf­te Humanressourcen. Es gibt kein Feld der Ehre, son­dern aus­schließ­lich blu­ti­ges Gemetzel, wenn nicht gar die Massenvernichtung mit moder­nen Waffen droht. 

    Das Kriegsblatt möge die Bilder der durch Minen ver­stüm­mel­ten Kinder zei­gen, der Verhungerten in Gaza, der Verbrannten in Odessa, der Verstümmelten nach Panzerangriffen und der her­um­lie­gen­den Körperteile nach dem Einschlag einer bun­ker­bre­chen­den Bombe. Und danach die Frage stel­len, ob man sich Pazifismus lei­sten kann.

        1. War so klar. Dass @aa das wie­der­mal nicht ver­ste­hen. Ich habs doch nun oft genug erklärt. Daß hin­ter allen Kriegen pri­va­te Profitinteressen stecken. Und daß es null,komma,nix bringt mit denen dis­ku­tie­ren zu wol­len die Menschen Arme und Beine abschnei­den, Frauen ver­ge­wal­ti­gen und auf­hän­gen, Kinder mor­den mit Streubomben die wie Spielzeug aus­se­hen, Menschen in Kirchen zusam­men­pfer­chen und anzün­den, Dörfer und Städte ver­wü­sten, Krankenhäuser bom­bar­die­ren.… und Pazifismus pre­di­gen. Denn hin­ter Pazifismus ver­birgt sich die Fratze des Faschismus.

            1. @aa,

              was wäre denn Ihr erster Gedanke, wenn Faschisten in Ihr Haus ein­drin­gen, Ihre Angehörigen ver­ge­wal­ti­gen und Ihre Möbel klein­hacken? Pazifismus!?

                1. @aa,

                  Pazifismus ist das was der Staat pre­digt, ein Staat der pri­va­te Interessen der­je­ni­gen ver­tritt die von Gemeinwohl und Frieden faseln, in Wahrheit jedoch den Krieg wollen!

                  MFG

                  PS: "Ehrbare" Leute sind mir schon immer suspekt gewesen.

  8. "weil Krieg auch für womög­lich gerech­te Ziele immer .…" (Kommentierung aa).

    Können Sie bit­te aus­füh­ren, was für Sie das "gerech­te Ziel" eines Krieges sein könnte?

    Zuem sind SIE es hier, der das Leid der Frauen als Kollateralschaen abtut.

    Es ist ein­fach, sich mit selbst­ge­rech­tem Blick in den Spiegel in die eige­ne Tasche zu lügen, wäh­rend sich Claqueure reihen.

    1. @Goalive

      ja, es gibt auch gerech­te Kriege! Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetarmee war ein gerech­ter Krieg! Und zwar sowas von!

  9. »Daß Frauen zu jeder Zeit im Krieg, egal auf wel­cher Seite, zu Opfern wer­den, weil Krieg auch für womög­lich gerech­te Ziele immer Verrohung mit sich bringt und mit sich brin­gen muß, um das Töten zu ermög­li­chen, ver­schweigt der Autor.«

    Frauen kön­nen bald auch mit­ma­chen. Reinhard Mey ist ver­al­tet, denn sie wol­len auch die Töchter.

  10. Kommen wir der Sache ad homi­nem etwas näher?
    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​S​t​e​p​h​a​n​_​A​n​p​a​l​a​gan
    OK, eth­ni­scher Tamile, des­sen Eltern einem Krieg entkamen?
    Den die Tamil Tigers – viel­leicht mit bes­se­ren "Methoden", Waffen oder mehr Kämpfern oder so? – hät­ten gewin­nen können?
    Und dann WAS mit den Singhalesen gemacht hätten?
    Wenn man an der Wupper auf­wächst muss man natür­lich immer auf der Hut sein, ob von deren ande­rer Seite jemand rüber­ma­chen will – die­se Einsicht kann einen natür­lich auch erst nach dem Eintritt in jene Altersgruppe befal­len, in der man selbst nur noch als "Volkssturmmann" betrof­fen wäre (oder, um es mit Woddy Allen zu sagen: Tauglichkeitsgrad AGW = im Kriegsfall "als Geisel verwendungsfähig").

    Nach ergän­zen­der Lektüre sei­ner ZEITenwend-Ergüsse ( = argu­men­tum ad popu­lum"?) blei­ben wei­te­re Fragen:
    Inwieweit hat er jene "staats­bür­ger­li­che Verantwortung" ("die seit dem 16. Oktober 2000 auch" die sei­ni­ge ist) wahr­ge­nom­men? ("aus­ge­mu­stert", Zivildienst gelei­stet, oder sich die­ser gar durch das Theologiestudium ele­gant entzogen?)
    Ob er (poten­ti­ell) gefähr­de­te Söhne (m/​w/​d) hat?

    Die mora­li­sie­ren­de Aufhübschung und Rechtfertigung von (staat­li­chen) Gewalttaten (die stets noch Schlimmeres zu ver­hü­ten vor­ge­ben) ist nicht erst seit Joschkas Instrumentalisierung von Auschwitz in der BRD salon­fä­hig: Neu dar­an war nur, dass auch die "Bundeswehr" dar­an betei­ligt war (ich kann mich noch gut an die Verharmlosungen und Relativierungen bezüg­lich der Untaten "unse­rer Schutzmacht" in Südostasien erin­nern: bis weit in die 80er hin­ein – aber damals ging's ja "nur" um ein Fröntchen im Kalten Kriegchen und nicht "uns" selbst ans Krägchen …).

  11. https://​mul​ti​po​lar​-maga​zin​.de/​m​e​l​d​u​n​g​e​n​/​0​235

    Ja, mei­ne Patienten geb ich gern, oder was? 🙁
    Ärzte und Ärztinnen in Niedersachsen haben ihre Patienten geop­fert zugun­sten von viel höhe­ren Honoraren als sonst üblich.

    Zitat:
    Ein Klinikarzt aus Deutschland, der anonym blei­ben möch­te, berich­te­te Multipolar von Kollegen in Elternzeit, die an „ein bis zwei Wochenenden in Impfzentren“ soviel ver­dient hät­ten, wie anson­sten in „fünf bis sechs Monaten Arbeit in Vollzeit“. Mehrere Kollegen hät­ten ihm das „stolz“ erzählt. Aus sei­ner Sicht habe es „finan­zi­el­le Fehlanreize“ gege­ben, die „sicher so beab­sich­tigt“ gewe­sen seien.
    Ende Zitat
    —————
    Was mich gera­de rich­tig froh macht: eine mir sehr lie­be jun­ge Frau wohnt im Bundesland Brandenburg und hat mir vor ein paar Tagen von ihrem Hausarzt erzählt, der sei­ner­zeit die mrna- "Impfung" radi­kal abge­lehnt, VERWEIGERT hat und jetzt ein rie­si­ges Plakat in sei­ner Praxis auf­ge­hängt hat: 

    FRIEDEN SCHAFFEN OHNE WAFFEN.

    Das kann er ja machen, es ist sei­ne Praxis und so kann man oder frau auch die eige­ne Meinung zu sinn­lo­sen Kriegen, zu sinn­lo­sen Opfern äußern. Ich fin­de, es passt: die sich gegen die mrna-"Impfung" gestellt haben, ob als Arzt oder aus Selbstschutz als poten­ti­el­les "Impf"-Opfer, sind oft, nicht immer, auch gegen sinn­lo­se Kriege. Warum ist das eigent­lich so? Aber es passt zusammen. 

    Nein, mei­ne Söhne und Töchter "impf" ich nicht, schon gar nicht mei­ne Enkelkinder, Nichten, Neffen. Nur für den erhöh­ten Umsatz der "Impf"-Ärzte. Müssen die eigent­lich nicht bei "Impf"-Schäden haf­ten? Oder sind nur die Hersteller von der Haftung befreit?

    ~ ~ ~

    1. > Frieden Schaffen ohne Waffen, 

      damit hat­te auch der BRD-Staat kein Problem den Krefelder Appell zu unter­schrei­ben, nur um Millionen Menschen den Narrativ in den Kopf zu pflan­zen, daß die Staaten des Warschauer Vertrages mit der NATO "um die Wette rüsten".

      Und Millionen Deutsche haben die­sen bil­li­gen Propagandatrick bis heu­te nicht verstanden.

      1. @Erfordia: Es wäre rat­sam, bevor man Bullshit ver­brei­tet, sich mit dem Thema zu beschäf­ti­gen und mit Leuten zu spre­chen, die am Krefelder Appell betei­ligt waren. Dann wür­de man sehen, daß auch damals die Friedensbewegung ganz ähn­lich wie heu­te als "fünf­te Kolonne Moskaus" dif­fa­miert wur­de, und zwar jah­re­lang. Nicht weni­ge wur­den ein­ge­kna­stet oder mit Bußgeldern belegt, weil sie sich etwa an der sym­bo­li­schen Blockade von Atomwaffenlagern betei­lig­ten. Und natür­lich hat "der BRD-Staat" den Krefelder Appell nicht unter­schrie­ben, son­dern sei­ne "Nachrüstung" gegen den mil­lio­nen­fach geäu­ßer­ten Willen aus der Bevölkerung durch­ge­zo­gen. Richtig ist, daß auch hier Teile der SPD unter Willy Brandt, als der Protest wirk­lich mas­sen­haft wur­de, ver­sucht haben, sich an sei­ne Spitze zu set­zen und ihn zu entschärfen.

        1. Auch die heu­ti­ge sog. "Friedensbewegung" geht von denen aus die in Wirklichkeit den Krieg wol­len. Hat sich jemals, also nach 1945 ein deut­scher Politiker offen erklärt daß er einen Krieg will? 

          Und ger­ne noch ein­mal: Wer wirk­lich Frieden will, der muß auch ver­ste­hen, daß ein Frieden bewaff­net sein muß. Mit einer pazi­fi­sti­schen Haltung ist da nichts zu machen und sehen Sie @aa, eine sol­che Haltung ist genau das was dem Frieden nicht dien­lich ist son­dern dem BRD-Staat nützt.

  12. Nein, das Gesundheitssystem ist nicht kaputt gespart. Die unge­sun­den Maßnahmen allein gegen "Corona" 440 Milliarden haben den Bund für die "Gesundheit" geko­stet. Also bit­te nicht noch mehr Geld für Krankmachendes! Auch sonst ist "unser Gesundheitssystem" eines der Teuersten und den­noch sind so vie­le krank und ster­ben einen vor­zei­ti­gen Tod, nicht sel­ten wegen Medikamenten! 

    Zum Thema fiel mir die­ser Satz von Claus Leggewie ein, der genau wie der obi­ge Zeitautor, den Dreh hin­be­kommt und den momen­ta­nen Wahn der "Zeitenwende" wider­gibt: "…Deutschland benö­tigt bekannt­lich jede Menge Geld: für die Reparatur der demo­lier­ten Infrastruktur, für die Bereitstellung guter Bildung und Ausbildung und die Sicherung der Alten gegen Armut, und natür­lich für die Verteidigung des Landes gegen einen bar­ba­ri­schen Kriegsherrn Wladimir Putin. …"
    https://​www​.deutsch​land​funk​.de/​w​i​e​-​m​a​n​-​d​e​n​-​r​e​g​i​m​e​w​e​c​h​s​e​l​-​n​o​c​h​-​v​e​r​h​i​n​d​e​r​n​-​k​a​n​n​-​1​0​0​.​h​tml

    Natürlich!

    Nichts dar­an ist natür­lich. Danach hat­te ich kei­ne Lust mehr, den Beitrag zu Ende zu hören. Man müss­te den Beitrag mal aus­ein­an­der­pflücken. Wenn ich nur nicht so müde wäre.…

    "…

    1. o.W., was macht denn ein Staat der Millionen Steuergelder in ein System steckt was von pri­va­ten Interessen bestimmt wird?

      Genau: Er investiert!
      Weil: Investitionen dazu die­nen, Kapital zu ver­meh­ren. Genau das macht der Staat. Mit Gesundheitsfür- und Vorsorge hat das alles frei­lich nichts zu tun.

  13. Zwickau 1945.
    Das Geschenk der Amerikaner:
    Ein Bekannter von mir war 9 Jahre alt als die Amerikaner in Zwickau ein­mar­schier­ten. Natürlich waren er und die ande­ren Kinder neu­gie­rig und nah­men Kontakt mit den Amerikanern auf. Da nahm einer der US-Soldaten eine Handgranate, zog den Splint und drück­te sie mei­nem Bekannten in die Hand mit den Worten, er sol­le das Geschenk gut fest­hal­ten und sei­nen Eltern brin­gen. Das tat mein Bekannter auch, aber als der Vater die Gefahr erkann­te war es zu spät. Die Granate explo­dier­te und riss mei­nem Bekannten den rech­ten Arm ab.

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