Es geht weiter

Der Irrsinn und die­ser Blog. Das Erstgenannte liegt auf der Hand, für das zwei­te Thema gilt das nicht unbe­dingt. Der Stillstand durch den Ausfall mei­nes Systems und die Suche nach einem Ersatz hat gezeigt, es gibt durch­aus ein Leben ohne Blog. Es kann hel­fen, den Wahnsinn aus­zu­blen­den, jeden­falls für eine Weile. Andererseits hat es mir in den letz­ten Jahren gut getan, über die Dokumentation und mit­un­ter das Verlachen der dys­to­pi­schen Entwicklungen einen Standpunkt zu erar­bei­ten und zur Diskussion zu stel­len. Wenigstens vor­erst gilt also, der Blog macht wei­ter, wenn auch mit ver­rin­ger­ter Schlagzahl.

Ein Problem dabei: Wo anfan­gen, was benen­nen in der Flut sich über­schla­gen­der wahn­wit­zi­ger Nachrichten? „Es geht wei­ter“ weiterlesen

Multiples Versagen

Wegen besorg­ter Nachfragen, war­um hier seit einer Woche nichts mehr zu lesen ist, sei hier infor­miert: Der zuletzt erwähn­te Versuch, mein System down­zu­gra­den, hat zu leid­lich bekann­ten Folgen geführt. Murphy läßt grü­ßen: Nach und nach sind mir alle mög­li­chen Komponenten ver­reckt. Ich wer­de sie wie­der ans Laufen bekom­men oder erset­zen. Das gilt auch für mei­ne Nerven, die der Grund sind für das Schweigen hier; viel­leicht war es auch ein Psycho-Trick, mich dem fort­schrei­ten­den Elend der Welt zu ent­zie­hen. Wie auch immer, im Laufe des Wochenendes wer­den sich mein System und ich berappeln.

Ausfall von Polizeicomputern. "Kein Chaos"

Mein Rechner lag einen gan­zen Tag lang still. Grund war ein lan­ge miß­lin­gen­des Downgrade des Mac-Betriebssystems. Apple hat mit sei­ner neue­sten Version ent­schie­den zu vie­le Überwachungsfunktionen ein­ge­baut, der Rückweg zu einem frü­he­ren System gestal­te­te sich schwie­rig und zeit­rau­bend. Ein gewis­ser Trost war die Meldung, die ähn­lich mit elek­tro­ni­schen Patientenakten natür­lich nie­mals nie nicht ent­ste­hen kann:

faz​.net (3.1.25)

»… Nach Angaben des Bundesinnenministeriums und der Bundespolizei gab es tech­ni­sche Störungen an Informationssystemen, „die das Bundeskriminalamt (BKA) für den poli­zei­li­chen Informationsverbund" betrei­be. Davon betrof­fen sei­en auch die Einreisekontrollen durch die Bundespolizei. „Ausfall von Polizeicomputern. "Kein Chaos"“ weiterlesen

Aber die Überschrift ist falsch…

Der Text der dpa-Meldung vom 2.1.25 beschreibt dage­gen weit­ge­hend rich­tig, wie die poli­ti­schen Maßnahmen Kinder bis heu­te beeinträchtigen.

main​-echo​.de (2.1.25)

"Die Pandemie ist vor­bei, die Einschränkungen sind Geschichte, aber jun­ge Menschen spü­ren noch immer die Folgen der Corona-Politik. Wie blicken Lehrer, Ärzte und Forscher heu­te auf die­se Zeit? „Aber die Überschrift ist falsch…“ weiterlesen

Stellungnahme der gematik zur Kritik an der ePA beim CCC-Kongress: „Es ist verboten, kriminell zu sein. Also ist die ePA ziemlich sicher“

Unter die­ser Überschrift wird am 1.1.25 auf pati​en​ten​rech​te​-daten​schutz​.de ein Papier der gema­tik GmbH doku­men­tiert. Sie reagier­te damit auf die vom Chaos Computer Club nach­ge­wie­se­ne Angreifbarkeit der Daten in der elek­tro­ni­schen Patientenakte. Die gema­tik schreibt:

»Aktuelles | Stellungnahme zum CCC-Vortrag zur ePA für alle
Die gema­tik dankt den Sicherheitsforscher:innen des Chaos Computer Clubs (CCC) für die Hinweise zur Sicherheit der neu­en elek­tro­ni­schen Patientenakte (ePA für alle) und nimmt die­se ent­spre­chend ernst. Die vom CCC vor­ge­stell­ten Angriffsszenarien auf die neue ePA wären tech­nisch mög­lich gewe­sen, die prak­ti­sche Durchführung in der Realität aber nicht sehr wahr­schein­lich, da ver­schie­de­ne Voraussetzungen erfüllt sein müs­sen. Dazu zäh­len zum Beispiel die ille­ga­le Beschaffung eines Institutionsausweises (SMC‑B Karte), der dazu­ge­hö­ri­gen PIN, der Vertrag mit einem Zugangsdienst und eine tech­nisch kom­ple­xe Manipulation. Unberechtigte Zugriffe auf die ePA sind straf­bar und kön­nen nicht nur Geld‑, son­dern auch Freiheitsstrafen nach sich zie­hen. „Stellungnahme der gema­tik zur Kritik an der ePA beim CCC-Kongress: „Es ist ver­bo­ten, kri­mi­nell zu sein. Also ist die ePA ziem­lich sicher““ weiterlesen

Herman Halluzinoschtschenko vor historischem Sieg

welt​.de (1.1.25)

».. „Wir haben den Transit von rus­si­schem Gas blockiert, das ist ein histo­ri­sches Ereignis. Russland ver­liert Märkte, es wird finan­zi­el­le Verluste erlei­den“, teil­te der ukrai­ni­sche Energieminister Herman Haluschtschenko am Mittwoch laut einer Erklärung sei­nes Büros mit…

Seit dem Ende der Sowjetunion im Jahr 1991 wur­de rus­si­sches Gas über Pipelines in der Ukraine nach Europa gelie­fert, wobei Moskau mit dem Gas und Kiew mit den Transitgebühren Einnahmen erzielten…«

Wir wer­den jeden­falls immer unab­hän­gi­ger (Tagesschau, 1.1.25):

Brecht hat wieder Recht

"Reicher Mann und armer Mann stan­den da und sah’n sich an.
Und der arme sag­te bleich, wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."


»Einer neu­en Studie zufol­ge leben in Deutschland mehr Menschen in Armut als bis­her ange­nom­men. Nach Abzug von Miete, Nebenkosten, Kreditzinsen und ande­rem hät­ten mehr als 17,5 Millionen Menschen ein ver­füg­ba­res Einkommen im Armutsbereich. Zu die­sem Ergebnis kommt die Forschungsstelle des Paritätischen Gesamtverbands bei einer Auswertung von Daten des Statistischen Bundesamts.«
sued​deut​sche​.de (29.11.24)

Aus den RKI-Tätigkeitsberichten (3). Ein unbekanntes Gremium?

In sei­nem Zweiten inter­nen Zwischenbericht des Robert Koch-Instituts zur COVID-19-Pandemie vom 28.7.22 ist über den seit 2012 bestehen­den "Expertenbeirat pan­de­mi­sche Atemwegsinfektionen" zu lesen:

»… Der Expertenbeirat für pan­de­mi­sche Atemwegsinfektionen berät das RKI zu wis­sen­schaft­li­chen Fragen vor und wäh­rend Pandemien, die durch aku­te Atemwegsinfektionen gekenn­zeich­net sind. Er ergänzt und stärkt die Expertise des RKI und unter­stütz­te das Institut vor der COVID-19 Pandemie ins­be­son­de­re bei der grund­sätz­li­chen Neubearbeitung der wis­sen­schaft­li­chen Grundlagen des natio­na­len Pandemieplans. Die erste Sondersitzung zu COVID-19 fand am 31. Januar 2020 statt. Seitdem ist das Gremium bis Ende 2021 für 16 Sitzungen im Abstand von zunächst 2–4 und spä­ter 6–8 Wochen zusam­men­ge­kom­men, um zu COVID-19- spe­zi­fi­schen Schwerpunktthemen zu bera­ten, z. B. zur Rolle von Kindern und Jugendlichen sowie zu Fragen der Virologie, Immunologie, Therapie, Risikokommunikation und zu Long COVID.«

Über die häu­fi­gen Sitzung des Gremiums ist nichts bekannt. In dem Papier wird es neben dem Wissenschaftlichen Beirat des RKI, dem u.a. Alena Buyx ange­hört, und einer omi­nö­sen "Beratergruppe COVID-19", die bis dahin 11 Mal getagt hat­te (mehr dazu hier), genannt. „Aus den RKI-Tätigkeitsberichten (3). Ein unbe­kann­tes Gremium?“ weiterlesen

Wünsche, gut gerutscht zu sein!

Die letz­ten Stunden des alten Jahres ver­brach­ten wir umge­ben von Eimern, Töpfen und Schüsseln vol­ler Wasser. In halb Berlin sank wegen eines Bruchs einer 900 Jahre alten Leitung der Wasserdruck, um schließ­lich ganz zu ver­sie­gen. Zum Glück war der Schaden schnell beho­ben. Ein Dank an alle, die dafür kurz vor Mitternacht aus­rück­ten, und die Hoffnung auf gute Überstundenzuschläge für sie!

Und allen, die hier mit­le­sen, die besten Wünsche für 2025. Auf daß wir Kräfte sam­meln, Kriegstreiberei und Sozialraub gemein­sam etwas ent­ge­gen­zu­set­zen (um nur zwei wich­ti­ge Themen zu benennen)!