
Reitschuster ("Abschiebe-Triumph von Trump") und Homburg sind begeistert von der Regierung Trump und schier aus dem Häuschen, was ihr erträumtes Pendant von Merz und Höcke betrifft.
»US-Präsident Donald Trump will auf dem US-Marine-Stützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba ein großes Lager für Abschiebehäftlinge bauen. Er weise das Pentagon und das Heimatschutzministerium per Dekret an, eine Einrichtung für 30.000 Migranten aufzubauen, so der Präsident im Weißen Haus.
Das Lager soll genutzt werden, um "die schlimmsten kriminellen illegalen Ausländer zu internieren, die die Amerikaner bedrohen", so Trump wörtlich. "Wir wollen nicht das sie zurückkommen. Also schicken wir sie raus nach Guantánamo."…
Sollte das Lager tatsächlich gebaut werden, wäre das eine weitere Ausweitung der Rolle des US-Militärs beim Thema Einwanderung. Trump hatte schon kurz nach Amtsantritt per Dekret angewiesen, dass 1.500 Soldaten an der Grenze zu Mexiko unter anderem bei der Abschiebung von Einwanderern ohne gültige Papiere helfen sollen…«
tagesschau.de (30.1.25)
Wortführer der Coronakritik verwenden die gleichen Ausgrenzungstechniken wie diejenigen, die sie zuvor angeprangert hatten. Damals wurden einzelne Träger von gelben Geimpft-Sternen und durchgeknallte Träumer einer Lauterbach-Entführung genutzt, um die Kritik an den Maßnahmen insgesamt zu diskreditieren und zu kriminalisieren. Exakt so wird verfahren, wenn kranke Asylbewerber (denen noch weniger psychologische Hilfe zuteil wird als Einheimischen, doch das ist ein anderes Kapitel) instrumentalisiert werden, um Menschen, die Zuflucht bei uns suchen, insgesamt als kriminell darzustellen.
Beide Verfahren dienen dazu, emotionale Themen zu schaffen, um von grundlegenden Krisen und ihren Ursachen abzulenken. Hier treffen sich der Populismus der Regierenden und der der vermeintlich Kritischen. Übrigens: Die acht Enthaltungen des BSW zum gestrigen Unions-Antrag hätten als Nein-Stimmen übrigens ausgereicht, um das Bündnis CDU/CSU-AfD vorerst zu stoppen. Das ist kein Zufall; Wagenknecht gingen die Merz-Pläne nicht weit genug. Ohnehin hat die Entschließung des Bundestags keine rechtliche Bindung. Sie sollte allerdings das manifestieren, was von der AfD frenetisch als historische Wende gefeiert wurde. In der Sache sind sich sowieso alle Parteien rechts von der Linken einig: So wie in den Jahren zuvor alles Übel in diesem Land verdeckt wurde durch eine Schuldzuweisung an MaßnahmenkritikerInnen, so gilt heute Migration, meist als illegal geframt, als Ursache aller Krisen, wo nicht der Russe oder der Chinese Schuld trägt. Über die plamäßig sich immer weiter öffnende Schere zwischen arm und reich muß nicht gesprochen werden, wenn ein Gegensatz zwischen innen und außen, heimisch und fremd, weiß und schwarz konstruiert werden kann.
Guantanamo
Der US-Stützpunkt auf Kuba ist bekannt als Ort, in dem von allen Regierungen seit Bush Gefangene zum Teil seit Jahrzehnten festgehalten und gefoltert wurden. Traurige Berühmtheit erlangte er in der BRD durch den Fall Murat Kurnaz, der als deutscher Staatsbürger unrechtmäßig inhaftiert und gequält wurde. Die Bundesregierung, namentlich der heutige Bundespräsident und damalige Außenminister Steinmeier, hatte alles getan, um diesen Zustand nicht beenden zu müssen.
Pikanterweise wird Guantanomo als Willkommensort für kubanische Flüchtlinge genutzt, während solche aus Haiti ebendort festgesetzt wurden. Daß es den Stützpunkt überhaupt gibt, ist Ergebnis der frühen imperialistischen Politik der USA. Zahlreiche militärische Interventionen und die Einsetzung genehmer Präsidenten bahnten den Weg dazu. Kuba erkennt den erzwungenen Pachtvertrag über 4.085 Dollar jährlich nicht an. Einen Einstieg in die Geschichte gibt es auf de.wikipedia.org.

Ach ja, Trumpi. Der will Häuser für die Palästinenser bauen. Hat er versprochen. Und zwar nachdem GAZA von den Palästinensern gesäubert wurde SIC!
Also, für die die danach noch übrig sind. So ein Guter!
"Hier treffen sich der Populismus der Regierenden und der der vermeintlich Kritischen." Yep!
Dass die Rechtgläubigen sich als besondere MenschenfreundInnen aufspielen und weiterhin "leugnen", dass sie selbst nicht nur Grundrechte ausgehebelt, sondern auch (große!) Minderheiten
diffamiert, diskriminiert und damit gegen sich aufgebracht haben (sei es, weil sie sich durch die "Maßnahmen" tatsächlich "Schutz" erhofften, sie deren Profiteure waren – egal ob pekuniär oder ideell – oder sich einfach nur von der Bugwelle der Massenpsychose treiben ließen)?
Soll man deren Selbstgerechtigkeit als Ablenkungsmanöver, Heuchelei oder Dummheit werten?
Dass (rechte) "Maßnahmenkritiker" völlig opportunistisch (oder, positiver formuliert: fundamentaloppositionell) seit gut 5 Jahren Gefühle des Unbehagens gegenüber eben diese "Maßnahmen" besetzen?
Nachdem sie selbst (bereits vor der "Pandemie") von Migranten importierte Krankheitserreger thematisiert hatten (passend zu ihren Forderungen nach "Grenzschließungen")?
(vgl. z.B. https://www.tagesschau.de/faktenfinder/fluechtlinge-krankheiten-101.html .
Auch nicht wirklich überraschend, dass sie sich nach Beendigung der "Maßnahmen" wieder ihres "Kernthemas" besinnen.
Dass Homburg, Reitschuster et al, die sich – was die "Coronapolitik" angeht – gewisse Verdienste erworben hatten, jetzt ebenfalls darauf setzen (sei es um ihre Klientel – Spenderinnen und Kanal-Abonnenten – zu bedienen, wie Reitschuster, oder weil sie einfach selbst so drauf sind; was bei Homburg wahrscheinlicher ist, wegen dessen existenzsichernder Professorenpension)?
Enttäuschend, aber (zumindest im Fall Reitschuster) ebenfalls nichts Merk-würdiges.
Die echte (oder auch gespielte) Empörung eines großen Teils der "Maßnahmenparteien" ob des Schleifens ihrer symbolischen oder präventiven "Brandmauer" erzeugt bei mir nur ein müdes Lächeln.
Der ("rechtspopulistische") Antrag der CDU selbst
https://dserver.bundestag.de/btd/20/146/2014698.pdf
mag ja beim Einen oder Anderen des "Hohen Hauses" ähnliche (echte!) Gefühle ausgelöst haben – allerdings etwas schizophren bei vielen unter denen, deren Parteiführung ähnliches fordert(e).
Dass die C‑Antragsteller durch das Wording
("Die Migrationskrise geht maßgeblich aus vom syrischen Bürgerkrieg, den der russische Diktator Wladimir Putin über Jahre angefacht und verlängert hat. Bis heute instrumentalisiert der russische Diktator Wladimir Putin Migration als hybride Waffe, indem er jeden Monat hunderte Menschen über die belarussische Grenze nach Europa sendet. Aufgrund des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges sind mehr als eine Million Ukrainer nach Deutschland geflohen")
die AfD vielleicht ein Krötchen schlucken lassen wollten, was diese wiederum – bei erwartbarer Zustimmung – dann immerhin als "Beleg" dafür anführen könnte, eben keine "Putin-Magd" zu sein?
Diese Variante von Wahlkampfgetöse ödet mich nur an.
(In meinem Sprengel habe ich dieses Jahr übrigens noch kein einziges AfD-Wahlplakat gesehen: bei der doofen Konkurrenz wohl auch gar nicht nötig).
"…innen und außen, heimisch und fremd, weiß und schwarz …"
Männer und Frauen, felt noch.
Besonders perfide finde ich, dass der Tod eines zweijährigen Jungen instrumentalisiert wird, der aus einer muslimischen Familie stammte und in Marokko beigesetzt wurde.
Wegen seinem Tod sollen nun andere solche 2jährige mitsamt Familie keinen Schutz mehr kriegen, egal wie lebensgefährlich ihre Situation.
Ja, BSW ist echt nicht wählbar. Nur leider auch niemand sonst.
"Ja, BSW ist echt nicht wählbar. Nur leider auch niemand sonst."
Es ist bitter, wenn man zur Erkenntnis gelangt, daß man keine Wahl hat. (neudeutsch: pun intented). Früher gab es wenigstens noch einen Unterschied zwischen Cholera und Pest.
Dieser obsessive Irrglaube, die Mieten würden sinken und sich der Lebensstandard bessern, die Schulen instandgesetzt und auch sonst alle Probleme gelöst, wenn man "Illegale" abschiebt und niemand mehr ins Land lässt, ist dumm.
Genau o.W. Und dieser Irrglaube ist das Ergebnis jahrzehntelanger Propaganda bzw. Meinungsindoktrination.
Hab mich in den letzten Wochen mal näher mit den gemäßigten Rechten beschäftigt. Meine Vorurteile wurden – surprise surprise – dabei bestätigt.
Hier das Ergebnis: Die Rechten sind eine rel. homogene Gemeinschaft deren ideologisch geprägtes Weltbild – wenig überraschend – recht überschaubar ist und überspitzt formuliert an den Landesgrenzen und ihr Horizont am Tellerrand endet. Sie hegen zwar den Wunsch nach einem starken Führung, wollen jedoch dabei "frei" sein und sich nichts vorschreiben lassen. Das kann nur funktionieren wenn ein gemeinsamer "Feind", seien es die Linken selber, die Migranten oder die LGBTQIA+ Community (halt alles was zu ihrem begrenzten Weltbild nicht passt) nach außen generiert wird, Und hier kommt Trump ins Spiel… er verkörpert all diese "Ideale".
Leider ist diese, eingangs erwähnte, intellektuelle Minderbegabung (begrenzter Horizont) oft gepaart mit einer verkümmerten empathischen Intelligenz, so, dass sie nicht abschätzen können wie weitreichend derartige Entscheidungen (explizites Beispiel von Trump) für die davon Betroffenen sein können und auch effektiv auch sind.
Übrigens, eine derart massive Ausgrenzung der Rechten, insbesondere der AfD, wie sie gerade in D praktiziert wird, ist kontraproduktiv und schweißt diese Gesinnungsgemeinschaft erst recht zusammen. Besser wäre ein "entzaubern" rechter Parteien durch politisches Einbinden – ansonsten werden nur Märtyrer und Märtyrerinnen generiert.
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
@Der Ösi: Die Sache mit dem Entzaubern ist vor gut 90 Jahren schon einmal schief gegangen.
@aa: Will und kann man die Menschen zu ihren "Glück" zwingen?
Fakt ist: Die Wirtschaft und die realen Einkommen schrumpfen, die Einkommensschere geht immer weiter auseinander und das wird den Regierenden, z.T. mit Fug und Recht, angelastet.
Die Situation, besonders in D gleicht einem Schnellkochtopf bei dem man versucht mit aller Gewalt den Deckel darauf zu halten (auch vor Mittel der Zensur [z.B. dem DSA ] wird dabei nicht zurückgeschreckt). Denke nicht, dass das lange gut gehen kann – und wenn der dann Topf hoch geht, dann "gute Nacht" – Trump lässt Grüßen. In Ö wird ja bereits an einer Light-Variante gebastelt,
Vielleicht war die Idee von mir mit dem entzaubern doch nicht sooo toll. Die Regierenden sollten jedenfalls versuchen den Rechten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Interessen und den Willen von gut einem Viertel bis Drittel der Bevölkerung – Tendenz steigend – zu ignorieren und sie dabei ins rechte Eck zu schieben kann auf die Dauer nicht gut gehen. Ein entgegenkommen, anstatt eines darüber fahren, muss jetzt oberste Priorität haben. Nur so ist es vielleicht möglich den Trend zu stoppen. Ein paar Vorschläge habe ich ausgearbeitet und zwar mit dem Hinblick auf einen sanften und kontrollierten Wandels initialisiert durch eine Mitte-Links-Regierung, anstatt eines unkontrollierten und chaotischen unter rechter Führung (siehe Trump). Folgende politische Kursänderung und Einschnitte müssten mEn vorgenommen werden:
1) Evaluierung und Rücknahme von Maßnahmen die zu Erreichung der Klimaziele* angedacht sind. Zumindest diejenigen die der Wirtschaft besonders zusetzen.
2) Ausgaben für Kriegshilfen sofort stoppen
3) Symbolpoltische Anerkennung, dass es nur zwei biologische Geschlechter gibt – de facto existieren tatsächlich nur zwei.
4) Das heiße Eisen Migration sollte, unter Einbindung von Wissenschaftlern und NGOs angegangen werden – frag mich bitte aber nicht wie – ich bin hierfür kein Experte.
*ob der Mensch Klima im großen Stil verändern kann, lasse ich dahingestellt.
Was noch zu sagen wäre… "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
Und grün des Lebens goldner Baum."
Liebe Grüße
Walter aka Der Ösi
@Der Ösi: Deine Vorschläge, den Rechten mit rechten Themen den Wind aus den Segeln zu nehmen, gehen gerade überall krachend schief. Ganz im Gegenteil blasen sie kräftig in deren Segel.
@aa: Klar… es ist Aufgabe der Regierenden auch unpopuläre Entscheidungen zum Wohle der Bevölkerung und aller im Land lebenden oder auch nur verweilenden Personen zu treffen. Es ist aber ebenfalls ein gutes recht der Opposition diese Entscheidungen zu hinterfragen und zu kritisieren.
Aber sind und waren diese Entscheidungen wirklich immer zum Wohle aller? Man blicke nur ein paar Jahre zurück, als Corona über das Land hereinbrach und viele "heilbringende" Maßnahmen zum Wohle aller (!) getroffen wurde.
Aktuell drängen sich andere Fragen in den Vordergrund, die ich ganz bewusst so wähle, weil dessen Antwort der Regierenden aus meiner Sicht an der Lebensrealität der meisten Menschen vorbei geht:
1) bzgl. Erreichung der Klimaziele
a) Rechtfertigt der ökologische (und meinetwegen auch CO²)-Fußabdruck den Einsatz von eAutos?
b) Die gleiche Frage stellt sich mir bei den Windmühlen?
c) Ist die Abschaltung Atomkraftwerken zielführend?
d) Ist die Abschaltung von Kohlekraftwerken und gar deren Demontage wirtschaftlich sinnvoll?
2) Kriegs"hilfen"
a) Retten Waffenlieferung in ein Kriegsgebiet tatsächlich Menschenleben oder verhindern gar weiteres Leid?
3) Förderung von Diversität speziell im Hinblick auf die Genderproblematik
a) Fördert der (angeordnete?) Doppelpunkt in der Wortmitte wirklich den Zusammenhalt in der Gesellschaft, oder trägt er eher zur Spaltung bei?
Dabei meine ich nicht nur die davon Betroffenen, sondern die Gesellschaft als ganzer.
b) Ist das Motto "Bist Du mit Deinem Körper unzufrieden, so ändere ihn" besonders in Hinblick auf die Zielgruppe Kinder und Jugendlichen ideal für deren psychische Gesundheit?
Legitime Fragen finde ich und Dinge die mEn regelmäßig evaluiert gehören. Das Hauptproblem ist jedoch, dass die genannten Themen bereits derart ideologisiert sind, dass alleine dessen hinterfragen durch einen Linken als Sakrileg gilt. Stellt man sie, so wird man gleich – für einen Linken besonders schmerzhaft – in die rechte Ecke verschoben und somit mit den Befürwortern einer massenhaften Abschiebung von Migranten gleichgesetzt. Deswegen schweigen auch viele, besonders die die ihren "guten" Ruf nicht aufs Spiel setzen wollen – mmmhh btw. das verhält sich bei den Rechten (nur mit umgekehrten Vorzeichen) auch nicht viel anders. Die Gesellschaft ist halt massiv gespalten…
Meine Lieblingsreihe zur Coronazeit war (neben Drostens NDR-Podcasts 😀 ) die "Alles auf einen Tisch"-Serie. In der Realität war eher alles unter den Teppich angesagt.
All die von mir genannten Themen (und noch mehr) sollten öffentlich, breit, ohne Berührungsängste und ergebnisoffen diskutiert werden.
Liebe Grüße
Walter aka Der Ösi
@Der Ösi: Nichts gegen die Fragen, ich würde sie nur gerne ergänzen um die Punkte, die weder die Klima- und Gender-Interessen vorgebenden Herrschenden noch erst recht die konservativen und rechtsextremen KritikerInnen interessieren.
1)
a) Was rechtfertigt den Einsatz von Verbrennerautos angesichts zunehmender Umweltzerstörung (das "Klima" und CO2-Handel interessieren mich dabei höchstens am Rande)?
b) Wer profitiert davon und was hat das zu tun mit der seit Jahrzehnten zu beobachtenden Vernachlässigung des Öffentlichen Nahverkehrs?
c) Warum gibt es dagegen massive Subventionen für private Mobilität?
d) Sind Atomkraftwerke wirtschaftlich sinnvoll und für wen? Welche Ewigkeitslasten trägt die Gesellschaft dafür, nachdem die Energiekonzerne viele Jahre lang satte Gewinne eingesackt haben?
e) Wer entscheidet darüber, was wirtschaftlich sinnvoll ist? Die weltweiten Massenimpfungen waren und sind wirtschaftlich sinnvoll – vom Standpunkt der Pharmakonzerne aus gesehen. Hochrüstung ist überaus sinnvoll aus der Sicht von Rheinmetall etc. Ist das Kriterium tauglich?
2)
a) Auch hier: Was soll für wen mit Waffenlieferungen bewirkt werden? Wie glaubwürdig ist die Kritik an Waffenlieferungen an die Ukraine aus dem Mund jener, die Aufrüstungsprogrammen begeistert zustimmen und die Wiedereinführung der Wehrpflicht fordern? Oder Trump und Musk bejubeln, die wegen MAGA ein Mega-Hochrüstungsprogramm inklusive glaubwürdiger Kriegsdrohungen starten?
3)
a) Kann es sein, daß die offizielle Genderei wirkliche Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern verschleiert, die Kritik daran sie aber gar nicht zur Kenntnis nimmt oder sie sogar befürwortet?
b) Ist die Optimierung von Körpern nicht ein grundlegendes Geschäftsmodell des modernen Kapitalismus? Wie viele derjenigen, die sich auf die sehr kleine Gruppe von Transpersonen stürzen, befürworten und praktizieren Schönheitsoperationen, wenn sie denn den gängigen Geschlechterklischees entsprechen?
Es gibt also viele Dämlichkeiten in der Umwelt‑, Kriegs- und Genderproblematik von Seiten der rot-grün Etablierten. Sie gehören dringend diskutiert. Die simplen Antworten von rechts laufen auf eines hinaus: Alles soll bleiben, wie es ist oder früher war, wobei mit der Rede von der Spaltung der Gesellschaft alles mögliche gemeint ist, aber nicht die allfällige zwischen arm und reich. Die vor allem soll weiter bestehen.
@aa: Mir liegt es wirklich fern die Fragen der Rechten zu stellen nur um diese in deren Sinne beantwortet zu wissen – das kannst Du mir glauben. Sie sollten nur wachrütteln und resultieren aus meinen Beobachtungen der gemäßigten rechten Szene. Nachdem ich jedoch deren Kommentare zu den Vorfällen in Aschaffenburg und die Wahl von Trump gelesen hatte ist es mir zu blöd geworden und ich habe mich ausgeklinkt – nur so nebenbei.
Wichtig ist es den Kritikern zuzuhören, zumindest sobald die Anzahl derer eine gewisse kritische Masse (die üblichen konservativen Nein-Sager) überschreitet, dann sollte es vielleicht ein umdenken geben. Oder ganz plakativ formuliert: Wenn der Hut brennt – löschen (auch wenn die Glatze darunter zum Vorschein kommt die man eigentlich beabsichtigte damit zu verdecken) – und nicht statt- und währenddessen einen neuen Stoff für die Kopfbedeckung aussuchen.
AA, Deine Fragen sind ebenso berechtigt machen durchaus Sinn und spiegeln eher *Achtung erneut plakativ* die Mühen der Ebene wieder. Anm. wenn die Linken das Gebirgen nicht schaffen, dann marschieren die Rechten ohne jegliche Mühe bergab –> Trump. Mal schauen, ob Kickl hier in Ö auch tatsächlich"Volkskanzler" (Ein Schelm der…) wird.
Zumindest zwei Deiner Fragen kann ich ad-hoc beantworten die Dritte sogar mit einer Geschichte veranschaulichen…
Zu 1a: Für Autos mit Verbrennungsmotoren gibt es derzeit noch keine praktikable Alternative. Elektroautos in der jetzigen Form sind eine Totgeburt, dazu muss man kein Vt sein.
Zu 1d: Der Energiebedarf der westlichen Gesellschaft steigt rapid an und irgendwie muss diese produziert werden:
*) Die sauberste wäre die Wasserkraft ist jedoch nicht überall verfügbar, bei Ebbe bleibt auch der Ertrag weg.
*) Der Betrieb von Windmühlen stellt einen Eingriff in das jeweilige örtliche Mikroklima dar. Falls dafür eine Waldfläche abgeholzt werden ist das ökologisch mehr als bedenklich. Und wenn sie das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben, dann fällt angeblich einiges an nicht-recyclebaren Material an.
*) Solarzellen brauchen einiges an Fläche. Bei Dunkelflaute haben wir das gleiche Problem wie bei Ebbe bei der Wasserkraft.
*) Atomkraft – hast vollkommen recht! Hab ganz vergessen, dass sich die Linken deren Abschaltung mühsam "erkämpft" haben. Kann mich noch gut daran erinnern wie sich die Aktivisten in die 1990er-Jahre auf die Gleise gelegt haben um den Transport ausgebrannter Brennstäbe ins Endlager zu verhindern. Den von der Politik in Aussicht gestellte Abschaltung der Atomkraftwerke hatten wir beklatscht – auch wenn er, aus damaliger Sicht, noch in weiter Ferne lag.
*) So bleiben uns nur noch die Kohle- und Gasturbinenkraftwerke ansonsten schaut es düster aus…
Zu 1c ein wegfallen dieser Subventionen, hier in Ö heißt das Pendlerpauschale oder auch https://de.wikipedia.org/wiki/Kilometergeld genannt (falls Du das meinst) würde wieder die unteren Einkommensschichten treffen die auf das Auto für die Fahrt zur Arbeit benötigen. Hier eine kleine Geschichte warum der ÖPNV nicht praktikabel als Ersatz nutzbar ist – passend zu Deiner Frage 1b:
Hier in Ö gibt es bei meinen Lieblingsradiosender eine lose, alle paar Monate, stattfindende Show die "Jagd auf Timpel X" genannt wurde. Im Zuge dessen muss sich der Hauptmoderator der Morningshow von 7:00 bis 17:30 im Sendegebiet fortbewegen und dabei versuchen unerkannt zu bleiben. Alle Stunden stellt er ein möglichst nichtssagendes Foto auf den SM-Plattformen online und sendet eine Sprachnachricht mit einem Rätsel zu seinem Aufenthaltsort. Er darf für seine Fortbewegung nur öffentliche Verkehrsmittel benutzen, hat aber auch 3 Autojoker zu je 45 Min zur Verfügung. Diese Aktion hat schon zum vierten Mal stattgefunden.
Wenn er es geschafft hat länger unterwegs zu sein erzählte er im Anschluss daran wie katastrophal die öffentliche Anbindung in einige Regionen ist. Oft fährt nur 2x täglich ein Bus. Also ohne Auto sind die Bewohner wahrlich aufgeschmissen.
Liebe Grüße
Walter aka Der Ösi
@Der Ösi: Zu 1a: Das hate ich für realitätsblind.
Zu 1d: Hier liegt genau eines der Probleme. Der Energiebedarf steigt, aber wofür? Um arme Länder mit Strom und Wasser zu versorgen? Das wäre zu verantworten. Um Leuchtreklamen und überhaupt eine so überflüssige wie gigantische Werbeindustrie aufrechtzuerhalten? Um KI weltweit durchzusetzen? Um die uneffektivste Art der Fortbewegung mittels hunderte Kilo schwerer, mit Kilometern von Kabeln zur Steuerung und Überwachung versehene Individualfahrzeuge am Laufen zu halten?
Zu 1c: Ja, mit Pendlerpauschalen wird das Volk gelockt wie alle zwei Jahre mit neuen Smartphones und in jüngerer Zeit "kostenlosen" Impfungen. Die Nebenkosten wie Autobahnbau (und früher mal Instandhaltung), Flächenverbrauch und Versiegelung der Landschaft stehen auf einer anderen Rechnung, die aber "die da unten" ebenso zu bezahlen haben.
Zu den einzelnen Arten der Energieerzeugung: Hinter den verschiedenen Schulen stehen immer auch verschiedene Kapitalgruppen, die für ihre Präferenzen immense Propagandamittel zur Verfügung haben. Letzten Endes wird die Sache immer teuer, so lange über Art und Weise der Erzeugung und die Preisgestaltung der Markt, sprich die beherrschenden Konzerne entscheiden.
@aa: Zu 1a Meinst Du Wasserstoffautos, oder einen anderen neuartigen Antrieb?
Inzwischen bin ich doch schon so einige Schritte in Deinen Mokassins gegangen, so, dass ich Deine Intentionen weitgehend verstehe. Eine Welt wie sie Dir vorschwebt wäre in der Tat das Paradies auf Erden… kein Mensch – kein Konzern versucht auf Kosten anderer insbesondere Ärmere zu profitieren oder sich gar zu bereichern. Gerade soviel Geld, dass es ausreicht gut zu leben, sich mal ein Urlaub ausgeht und man ein paar Rücklagen hat für den Notfall anlegen kann – mehr braucht man doch nicht. 🙂 Wenn dann doch mal mehr übrig bleibt, dann teilt man das mit denen die es dringender brauchen…
Dennoch muss ich, so leid es mir tut, diese Träumerei je unterbrechen und an dieser Stelle nochmals Goethe zitieren: "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, Und grün des Lebens goldner Baum" Hier die Aussage die ich damit anstrebe: https://universal_lexikon.de-academic.com/245250/Grau%2C_teurer_Freund%2C_ist_alle_Theorie
Wie ich schon in meinem Kommentar https://kodoroc.de/2025/01/30/trump-will-massenlager-auf-guantanamo/#comment-10127 vorgeschlug sollte sich die Regierung von ihrem ideologisch verblendeten Neu-linken Irrweg verabschieden und damit den Rechten ein Stück weit entgegenkommen. Wenn es richtig angegangen wird, so sehe ich dabei auch keinerlei gravierende Verletzung einer Menschenwürde irgendeiner Person. Sollte jedoch die Regierung auf ihrem Semmel weiterhin bestehen und dadurch die Rechten an die Macht kommen, dann bezweifle ich, dass es um die Menschenwürde aller in D aufhaltenden Menschen weiterhin so gut bestellt sein wird –> siehe Trump in Amerika…
Liebe Grüße
Walter aka Der Ösi
@Der Ösi: Wir müssen uns ja nicht einig sein.
@aa: Aber wir sind uns in deinen ideologischen Ansichten eh weitgehend einig und auch darin, dass es realpolitisch (leider) nicht wirklich umsetzbar ist.
Uneins sind wir anscheinend mit welcher Programmatik der Rechtsruck in der Gesellschaft zu stoppen wäre…
Liebe Grüße
Walter a.k Der Ösi
@aa: Dank Deines Inputs habe(n) ich (wir) nun schneller meine politische Heimat gefunden. Am Samstag war Wahlkampfauftakt vom KPÖ/LINKS-Wahlbündnis zur Wienwahl: https://wien.orf.at/stories/3298141/
Und wir waren dabei – zu sehen in Min 00:28.
Bisher sind wir zw. FPÖ und KPÖ unschlüssig gewesen. In der letzten Zeit habe ich die Beiträge von beiden Parteien auf FB mitverfolgt. Während die der FPÖ trist, traurig, negativ und volle Hass sind, sind die der KPÖ so erfrischend positiv – wenn auch die Welt rundherum trist erscheint, so gibt es ein paar Menschen die an das positive, an die Solidarität aller, glauben und ich will resp wir wollen ein Teil davon sein… 🙂
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
Übrigens, das Weltbild der Rechten ist mEn definitiv voller Logikbrüche und fehlerbehaftet. Ein Bekannter von mir hat voller Begeisterung folgenden Beitrag (eine Rede von Robert Willacker, einem Politikberater, vor linken Publikum) in einer Telegram-Gruppe gepostet, in der auch ich Mitglied bin: https://x.com/PauleAluhut/status/1882175611520614472?s=19
Allerdings musste ich mir den Beitrag 2–3x anschauen, bevor ich adäquat antworten konnte – was mir eigentlich selten passiert. Aber ich glaube, dass meine Antwort recht gelungen ist:
Wahrlich ein geschickter Redner aber auch ein geschickter Demagoge wie aus dem Lehrbuch. Er hat seine Rede aus mehreren thematisch ineinandergreifenden Blöcken aufgebaut mit denen er dem Publikum sein Handbuch der rechten Ideologie vorführt. Dabei waren meist entweder die Prämissen oder die Konklusion falsch. Um die Aussagen als "Wahr" darzustellen verwendete er mit einigem Talent eine Vielzahl an Scheinargumenten. Dabei ging er nicht gerade zimperlich vor und scheute nicht einmal vor einem Griff in die Rassismus- und Antisemitismus-Kiste.
Da keine Zwischenfragen erlaubt waren konnte er sein Talent mit aller perfiden Perfektion ausspielen. Abgeschlossen hatte er seine Ausführungen in dem er gut 3–4 Minuten lang auf die, tatsächlich vorhandene, Doppel- und Scheinmoral vieler Linke verwiesen hat. Wenn sich dabei Prämisse, Schlussfolgerung als richtig herausstellen und auch die Argumente schlüssig sind, so bleibt das eher im Gedächtnis, während die Unwahrheiten zuvor deswegen untergehen. Denke, dass er diese Abfolge absichtlich so gewählt hat – Perfide halt… darauf dürften jedoch nur Rechte bzw. minderbemittelte Menschen mit einem schlichen Gemüt
darauf hereinfallen. 😁
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
@Ösi:
Wenn Sie es durch Rechtsextreme ersetzten, statt Rechte, wäre es wesentlich Richtiger.
Die politisch-rechte Ideologie beinhaltet die Vorstellung daß der Mensch einer Autorität bedarf. Das dürfen sie gerne auch "Führung" nennen, bietet sich im deutschsprachigen Raum aber historisch bedingt weniger an. Daraus resultiert die vermeintliche Notwendigkeit von Staat, Gesetzgebung und Regierung.
Die politisch-linke Ideologie geht davon aus, daß der Mensch an sich keiner Führung,durch Staat, Regierung, im Extremfall Gesetzgebung bedarf.
Meine persönliche Bezugnahme dazu. Es gibt Menschen die sehr wohl dessen nicht bedürfen, es gibt Menschen die sogar sehr dessen zu bedürfen scheinen. Im Extremstfall beispielsweise Mordende Menschen etc.
Im Bezug zum Nationalsozialismus möchte ich Ihnen aber gerne Hilfestellung leisten, denn im Historishen ist uns @aa beiden wohl überlegen. Bei mir ist es eher ein persönlicher Belang.
Die schwersten innenpolitischen Gegner der NSDAP-Führung (so muß man es wohl formulieren) waren nicht politish-Linke, sondern politisch-Rechte gesellschaftliche Gruppen. Wohl das Wichtigste Ereignis, dürfte diesbezüglich der so genannte "Röhm-Putsch" gewesen sein. Der hieß übrigens nur "Putsch", war aber keiner. Wird aber oft mit dem Hitler-Putsch wohl verwechselt. Hitler saß deswegen für Jahre im Gefängnis, schrieb dort angeblich sein "literarisches Werk", und beschloß dort eigener Angabe zufolge " … in die Politik zu gehen". Letzteres war zur Zeit der Weimarer Republik möglich. Nach Bundesdeutscher Verfassung SO NICHT !! (Darum geht es nämlich m.E.) Er hatte aber auch sehr einflussreiche Freunde, was auch nicht gerade "geheim" gewesen ist. Auch das darf man nicht ausser Acht lassen.
@Frage…: Einspruch. Der Widerstand gegen die Nazis aus rechtsbürgerlichen Kreisen war höchst marginal. Wie nicht nur die Wannseekonferenz und der perfekt geölte Vernichtungsapparat zeigen, war das bürgerliche Lager, das sich heute als Mitte sieht, fest eingebunden in die Maschinerie der Nazis. Was uns meist als Widerstand präsentiert wird ("die Männer des 20. Juli"), war in erster Linie davon geprägt, den Krieg im Osten auf rationalere und effektivere Weise zu führen und dafür eine Verständigung mit den Westmächten zu suchen.
@aa, die Männer des 30. Juni waren vom amerikanischen Geheimdienst beauftragt (schreibt A.W. Dullas in seinen Memoiren). Deren Ziel darin bestand, das System Hitler zu erhalten nur halt ohne Hitler.
Von einem Widerstand kann da also keine Rede sein und die ganze Aktion, die übrigens mehrmals verschoben wurde, war auch nicht im Interesse des Deutschen werktätigen Volkes.
@aa: Der "Röhm-Putsch" richtete sich gegen einen "Ur-Verdienten" Streiter der NSDAP, gegen deren ursprüngliche Agenda, und zugunsten konservativer Kreise. Das betrachte ich übrigens, ganz von Aussen. Ich habe nichts dafür übrig, auch nicht für die angebliche "soziale Agenda" der NSDAP, welche Viele, übrigens fälschlicherweise, als "sozialistisch" missinterpretieren. Hitler benötigte für seine Vorhaben (?) das deutsche Militär. [… und (somit) den Konservatismus?]
H. benötigte schein's alle Konservativen unter der NSDAP. Die "Linken" waren nicht sein Problem, vor allem natürlich nach '33. Aber, ich bin da kein Experte.
ich vermute, daß die Organisation den konservativen zunächst "genehm" war, die linken von den Strassen zu vertreiben. So mußte der Staat das Militär (100.000 Mann) nicht dafür verwenden. Im Gegenzug machte man H. zum Reichskanzler. Man unterschätzte diesen Menschen in seiner Person wohl, und in sehr fataler Weise. Weder wurde er zur Marionette, noch durchzogen persönliche Fehler sein Machtverhalten. Er wurde in seiner Person vermutlich stark unterschätzt.
Daher war der "Widerstand aus rechtsbürgerlichen Kreisen" scheinbar gering. Man glaubte Macht über ihn ausüben zu können, was ja immer wieder fehl schlug. Er musste, aus heute nicht bekannten (?) Quellen, gut unterrichtet gewesen sein. Die Militärs jedenfalls gaben ihm nach Moskau, unmißverständlich zu verstehen. daß der Krieg nicht mehr zu gewinnen war. – Vor Stalingrad! – und da hatten die Experten natürlich Recht behalten. Vermutlich liegt darin, unter Anderem, der Entschluss der späteren Attentäter des 20. Juli begründet. Man muß sich vor Augen halten daß diese Männer, sich in einem hohem Maße von Ehre und Treue geleitet fühlten. Auch dem Volk gegenüber!
Letztenendes verbündete sich Hitler doch wohl mit dem Konservatismus, nach der Machtübernmahme, um nicht dadurch zermürbt zu werden – gegen die Parteigenossen. Möglicherweise unterschätzte ER ja die Soldaten. Wer weiß das Alles schon so genau.
Jedenfalls bekämpfte er die "Linken" scheinbar, nicht ohne im Hinterkopf sich bei den "Rechten" seiner Zweifler entledigen zu können. War er in hohem Maße denn nicht ein erfolgreicher, machtpolitischer Laien-Psychologe?
Tatsache aber scheint gewesen zu sein, daß er die "Politische Rechte" wohl mehr fürchtete als die Linke. Zu Recht! Daß die Leute vom 20. Juli einen amerikanischen Geheimdienst benötigten, halte ich für nicht ganz glaubwürdig. Sie kamen wohl eher von selbst auf die Idee. Sie wußten ja wie's aussah.
Im Übrigen würde, bei einer starken Rolle von "Links", der Standpunkt dieser "Linken" sehr hinterfragenswert, hinsichtlich der Positionierung sein.
> Wohl das Wichtigste Ereignis, dürfte diesbezüglich der so genannte "Röhm-Putsch" gewesen sein. Der hieß übrigens nur "Putsch", war aber keiner.
Richtig, das war nur eine Propagandaveranstaltung. Es ging um den Fortbestand der Sturmabteilung (SA) aber das war nur Ablenkung. In Wirklichkeit ging es um die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Und wie wir aus der Geschichte wissen, wurde die Wehrpflicht 1935 wiedereingeführt – entgegen des Versailler Vertrages. Und nicht einmal ein Raunen ging durch die Reihen des Völkerbundes aus dem Deutschland bereits 1933 ausgetreten war. Die haben alle schön die Füße stillgehalten und so erfolgte dieser erneute Bruch mit Versaille ohne Widerstand.
Der erste Bruch mit dem Versailler Friedensvertrag war Verweigerung der Reparationszahlungen an Frankreich wodurch diese prompt wieder in Deutschland einmarschierten und die Stahl- und Kohleindustrien an Saar, Rhein und Ruhr besetzten. Hätte Hitler, der zu dieser Zeit noch im Sterneckerbräu seine Reden hielt, unter diesen Umständen eine Wehrpflicht einführen können?
Natürlich nicht, aber die Hilfe aus den USA kam 1924 in Gestalt von Milliardenkrediten und Kapitalimport von General Motors und amerikanischer Banken. Aus einem Kaiserreich was 10 Jahre vorher seine Kolonien verloren hatte, wurde nun selbst eine Kolonie. Und Hitler war der Provider.
@Erfordia… Was schon damals bewies, das Großkapital verschiedener Länder mag sich oft spinnefeind sein – wenn es um die Bedrohung seiner Herrschaft geht, dann ist der vorgetragene Patriotismus dahin.
Ja genau @aa. Patriotismus und Kapital sind unvereinbar.
@Ösi, nachgereicht:
Ah, nochwas Wichtiges. Den politischen Rückhalt Hitlers, bildete bereits in Österreich eine Deutsch-Nationale Bewegung. Meines Wissens gab es da zwar eine deutsche Entsprechung, der historische Zusammenhang war aber etwas verschieden. Vieleicht ist das Zeitgenossen nicht mehr so gegenwärtig. Eine "deutsche Bewegung" im Österreich zur Jugend Hitlers, war anders orientiert als die Menschen das Heute vieleicht vordergründig wahrnehmen würden. Es ging dabei auch (!auch!) um Interessenwahrnehmung, in einer "Kontrahenz".
Die Ausdrucksweisen des vorpolitischen Hitlers, halte ich für sehr vielsagend. Im Übrigen sind diese sehr schwer zu "intellektualisieren". Das scheint mir, gerade bei intellektlastigen "Antifaschisten", zuweilen problematische Zuege anzunehmen. Den Wähler als Zielgruppe vorausgesetzt, muß man bedenken daß der Anteil an "Akademikern" (meist bürgerlicher Herkunft) in der Bevölkerung geringer als Heute war, und der Anteil an "Analphabeten" wesentlich höher. Die Menschen damals waren im Gesamten weniger gebildet, wenngleich ich persönlich jeden Einzelnen für emanzipierter hielt, als die heutigen Bürger. Letzterer glaubt ja in der Tat, mehr als ein "Vasall" zu sein. Da wäre ich mir bei sehr Vielen nicht so sicher. 😉
Es macht sehr einen Unterschied, von einer Gegnerschaft gegenüber einem Faschismus, etwas politisch-rechtem, oder gar Deutschem zu sein. Das verändert eben nicht bloß die mögliche Zahl der Gegnerschaft. Umgekehrt versucht man politischen Einfluß zu nehmen, auf die Zahlen. Ein perfides Spiel halt, und damit muß man rechnen. In der Politik geht es um Macht und Geld, auch für so genannte "Linke". (was immer das sein mag)
@aa: Passend zum Thema, könnte Dich interessieren: https://www.derpragmaticus.com/r/hitler-trump
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
@Der Ösi: Danke, interessante Überlegungen!
@aa: Passt vielleicht nicht so ganz zu, Thema. Aber falls Du an daran interessiert bist was eine konservative und eine rechtspopulistische Partei so alles Verhandeln: https://liste-petrovic.at/wp-content/uploads/2025/02/Koalitionsverhandlungen_OEVP_FPOE.pdf
Zum Hintergrund:
Liste Madeleine Petrovic
+++ Leck Koalitionsverhandlungen +++
Auch uns ist das jüngst in den Medien hin und her gespielte Dokument über den aktuellen Stand der Koalitionsverhandlungen zwischen Blau und Schwarz zugespielt worden.
Aber im Gegensatz zu Rundfunk und selbsternannten "Qualitäts"medien behalten wir es nicht für uns und framen uns den Inhalt zurecht wie es uns gefällt.
Wir stellen das Dokument zur Einsicht zur Verfügung, s. Link im Post. 👇
Wenn du Transparenz und Informationsfreiheit schätzt, bitte hilf uns mit einer Unterstützungserklärung, damit wir bei der Wienwahl 2025 antreten können. 🙏
Protokoll FPÖ /ÖVP:
grün = Konsens,
rot = Dissens,
gelb = Verhandlung
Quelle: https://www.facebook.com/ListeMadeleinePetrovic
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
Nachtrag: Mein letzter Beitrag mag zwar nach VT oder nach einer Zeitungsente geklungen haben, ist es aber keine: https://orf.at/stories/3384386/
Inzwischen wird von mir alles (ggF mehrfach) überprüft bevor ich etwas verbreite!
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
Nun habe ich eine einfache Frage entwickelt mit der man rel. zielsicher herausfinden, ob jemand rechte oder linke Ansichten hat.
Und zwar:
"Bist Du für, oder gegen Trans- oder Multikulturalität? Bitte um Begründung!"
Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob jemand dafür der dagegen ist, sondern es geht mir lediglich und die (Komplexität der) Erklärung – so lässt sich am effektivsten der Spreu vom Weizen trennen.
Hier meine persönliche Antwort:
Ich bin FÜR Trans- resp. Multikulturalität, weil ich generell an an den Ansichten, Lebensweisen und Gebräuchen meiner Mitmenschen interessiert bin. Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute (die Vielfalt) doch so nah und quasi vor der eigenen Haustüre liegt! 🙂
Hintergrund zu meinen Überlegungen: Es gibt nicht wenige die behaupten, dass es kein Rechts und kein Links mehr gibt, oder dass es ein entsprechendes Framing in diese Richtung gibt gibt.
OK, mit der Beantwortung dieser einfachen Frage kann jede® ein für allemal Klarheit schaffen…
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
Bei uns in Wien stehen demnächst (27. April) Wahlen an. Meine Stimme werde ich höchstwahrscheinlich diesmal der https://wien.kpoe.at/ geben.
😎
Walter aka Der Ösi