Diese Nachricht war heute Thema auf der Bundespressekonferenz, die wieder einmal zwischen skurril und erschütternd changierte:

»LONDON – Die Brüche von Unterseekabeln, die in den letzten Monaten die europäischen Sicherheitsbehörden in Aufruhr versetzt haben, waren nach Ansicht mehrerer US-amerikanischer und europäischer Geheimdienstmitarbeiter wahrscheinlich eher auf Seeunfälle als auf russische Sabotage zurückzuführen.
Diese Feststellung spiegelt einen sich abzeichnenden Konsens zwischen den Sicherheitsdiensten der USA und Europas wider, so hochrangige Beamte aus drei Ländern, die an laufenden Untersuchungen einer Reihe von Vorfällen beteiligt sind, bei denen kritische Energie- und Kommunikationsleitungen auf dem Meeresboden durchtrennt wurden.
Die Fälle ließen den Verdacht aufkommen, dass Russland im Rahmen einer breiteren Kampagne hybrider Angriffe in ganz Europa die Unterwasserinfrastruktur ins Visier genommen hat, und führten zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, darunter die Ankündigung der NATO in der vergangenen Woche, neue Patrouillen- und Überwachungsoperationen in der Ostsee einzuleiten.
Bisher haben die Untersuchungen, an denen die Vereinigten Staaten und ein halbes Dutzend europäischer Sicherheitsdienste beteiligt sind, jedoch keine Hinweise darauf ergeben, dass Handelsschiffe, die verdächtigt werden, Anker über den Meeresboden gezogen zu haben, dies absichtlich oder auf Anweisung Moskaus getan haben, so die Behörden.
Stattdessen wiesen US-amerikanische und europäische Beamte darauf hin, dass die bisher gesammelten Beweise – darunter abgefangene Kommunikation und andere geheime Informationen – auf Unfälle hindeuten, die durch unerfahrene Besatzungen an Bord schlecht gewarteter Schiffe verursacht wurden.
US-Beamte führten „klare Erklärungen“ an, die in jedem Fall ans Licht gekommen seien und darauf hindeuten, dass der Schaden wahrscheinlich auf einen Unfall zurückzuführen ist, und es gebe keine Beweise für eine Schuld Russlands. Beamte zweier europäischer Geheimdienste sagten, dass sie mit den Einschätzungen der USA übereinstimmten…
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete den Vorfall mit dem Ankerschleppnetz im November als „Sabotage“ und sagte, dass „niemand glaubt, dass diese Kabel versehentlich durchtrennt wurden“. Wochen später sagte der finnische Präsident Alexander Stubb, dass ein Vorfall am Weihnachtstag „definitiv“ mit Russland in Verbindung stehe.
Experten haben auch gesagt, dass die Vorfälle auf dem Meeresboden in ein Muster russischer Aggression passen.
Das Durchtrennen der Kabel „könnte sehr wohl ein zufälliger Unfall sein“, sagte Eric Ciaramella, Senior Fellow bei der Carnegie Endowment for International Peace, der zuvor stellvertretender nationaler Geheimdienstoffizier der Vereinigten Staaten für Russland war. „Aber es ist schwer, eine konzertierte russische Kampagne auszuschließen, wenn [Moskaus] Geheimdienste versuchen, deutsche Geschäftsleute zu ermorden, Feuer in Fabriken in ganz Europa legen und Bomben in Frachtflugzeugen deponieren.“
Die sich abzeichnende Ansicht westlicher Geheimdienste, dass Unfälle – und nicht Russland – wahrscheinlich für die Schäden unter Wasser verantwortlich sind, wurde von einigen Russlandkritikern zurückgewiesen…«
Herr Fischer vom Auswärtigen Amt kam ganz schön ins Stottern bei der Antwort auf Fragen von Florian Warweg (nachdenkseiten).
»… Die Außenministerin hat das einmal sehr auf den Punkt gebracht: Es fällt bei dieser Anreihung von Ereignissen schwer, an Zufälle zu glauben.
Lassen Sie mich einmal ergänzen. Ich komme ja von der Nordseeküste, aus einem kleinen Dorf… Bei uns gibt es ja durchaus das eine oder andere Schiff, und die werfen auch mal Anker. Und wenn son Anker mehrere Hundert Kilometer hinter einem Schiff hergezogen wird, dann lässt das darauf schließen, daß entweder die Besatzung extrem schlecht ausgebildet ist, besoffen ist oder das mit Vorsatz macht. Sie können sich eine der drei Varianten aussuchen.«
Herr Stempfle aus dem Kriegstüchtigkeits-Ministerium ergänzt:
»… Grundsätzlich ist es für den Minister wichtig, nicht auszuschließen, dass es sich um hybride Attacken handeln kann, sondern dass man geradezu dazu verpflichtet ist, auch diese Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, und dann in Abstimmung mit Partnern recherchiert, was es im Einzelfall tatsächlich war…«
Warweg greift das auf und fragt:
»Sie haben auch heute wieder betont, dass sich die Bundesregierung grundsätzlich nicht an Spekulationen beteilige. Im Falle der Ostseedatenkabel ist genau das der Fall gewesen…Wieso gibt es offizielle Aussagen von Außenministerium und Verteidigungsministerium zu einer Causa, in der die Untersuchung noch läuft und alles darauf hindeutet, dass der von den besagten Ministern geäußerte Verdacht nicht zutrifft?
Fischer (AA)
Also, ich glaube, es hat hier nie jemand bestritten, daß die Nord-Stream-Pipeline in die Luft gesprengt worden ist. Insofern geht es erst einmal hier um die Faktenbeschreibung. Und da geht es sozusagen um die Aufklärung, und die liegt beim Generalbundesanwalt.
Was Sie sagen, ist, es geht um die Durchtrennung von Kabeln. Das haben wir in letzter Zeit häufiger gesehen. Da müssen wir uns darauf einstellen. Und wenn Sie die Äußerungen der Ministerin zum Beispiel genau verfolgen, dann hat sie auch erklärt : "Es fällt mir mehr als schwer, da noch an Zufälle zu glauben". Und das läßt ja trotzdem verschiedene Möglichkeiten offen.
Also es geht in diesen Fällen durchaus einfach um die Tatsachenbeschreibung. Das eine ist in die Luft gesprengt worden. Da sind wir uns einig. Die Ermittlungen laufen, die strafrechtlichen Ermittlungen. Bei dem anderen sind wir noch bei der Schadensaufklärung, können also bestimmte Dinge nicht ausschließen, müssen uns aber, weil die Dinge sich ja wiederholt haben, darauf einstellen, mit einer sozusagen besseren Überwachung im Ostseeraum.«
Den ganzen Artikel gibt es auf nachdenkseiten.de unter dem Titel „Der Russe war’s (doch nicht)!“ – Baerbock und Pistorius blamieren sich mit Aussagen zu Ostseekabeln,

Warum ein Anker wohl Anker heißt!? Achja.…
Ausland, schick uns gefälligst bessere Fachkräfte! – oder: "Belesen" ist Relativ
Flotte der Schatten. Was ja wiederum nur bedeuten kann daß Putin Schuld am schlechten Ausbildungsstand der Arbeitnehmer ist. ( -> Fachkäftemangel) Vermutlich hat uns Putin auch noch diese Sch…-Politiker untergejubelt. dem traue ich doch glatt Alles zu – Ha! – So Leute, krieg' ich jetzt'n Job, ärztliche Unterstützung und soziale Rehabilitation. Ich hab' gesagt P. sei Schuld, oder nicht? 😀 – Wohl kaum. also Weiter im Trott .….
Das mit den Seekabeln hat Matthias Bröckers in einer der letzten "3J1000" Themenabende bereits zum Besten gegeben. Die hochspezialisierten Reparaturunternehmen arbeiten seit eh- und jeh‑, saisonal "auf Hochtouren". Diese Beschädigungen sind Alltagsgeschäft, und in "turbuelnten Zeiten" ist mit erhöhtem Chaos zu rechnen. Daraus verfrühte Schlüsse zu ziehen ist definitiv wahrscheinlicher Propaganda als Sabotage. Gruene, CDU und FDP – Deutschlands Rechte – fallen nicht zum Erstenmal ,mit derartigem Scheissdreck auf. Ach jsa, Die "die immer mit dabei" nicht vergessen, sind natürlich auch mit dabei! (Wissen natürlich wieder mal von nichts)
Schade daß "der offene Brief" an die Sic-Intern betreff des Faschismus in ukraine nicht verlinkt wurde. – Sie wissen es, wer ihre "Partner" sind.
Sie wussten es auch während der "Weimarer Republik". Abstreiten lässt sich immer. 😉
[PS: kommt das mit der "Schattenflotte" nicht schon wieder aus "Herr der Ringe"? – Was Quellen!]
Huch – hab' ich sic-intern geschrieben. Das war natürlich keine Absicht. Hab' ich doch selber mal SPD gewählt (-sick!-) Sagten "früher" doch Viele in meiner Gegenwart "jaja, die dümmsten Schafe .…". Schade daß sie Recht hatten. Danke daß sie es wenigstens (vergeblich) versucht haben. Es hätte nichts genützt konkreter zu werden, und ich wurde durch die nackte Realität "überzeugt". Es muß sich also um einen "freud'chen" Verschreiber gehandelt haben. Ordentlich heißt es ja SI, für sozialistische internationale. – Seltsam, aber so steht es in Wikipedia geschrieben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Internationale
Dachte immer es hiesse sozialdemokraische Internationale. Nasowas. So kann man sich irren. Aber, liebe Leute, es heißt ja auch nicht "Lumpenproletariat", oder "Arbeitsscheue", ne?
Aber egal, Schamposs ist ehedem nicht so mein Ding. 😉 (bäh) [nix gegen la champagne! – soweit das ueberhaupt moeglich sein sollte]
Meines Erachtens verbrauchen sich viele mit sopzialem bewusstsein in der SPD. Mein Erachten muß aber nicht in jedem Fall richtig sein. es ist bloß mein Standpunkt, meine Erfahrung!
In diesem System sind die Worte und Begriffe Wahrheit und Lüge, Fakten und Fälschung, beliebig und situations- und vor allem zweckbedingt zu definieren. Ein Satz kann daher durchaus auch zwei diametral entgegengesetzte Aussagen enthalte. Orwell bezeichnete dies als "Doublethink" Seit Corona ist dieses System nunmehr alltäglich ganz offen zu betrachten. Vorher bestanden noch einige wenige Skrupel, dies so offen verhöhnend dies anzuwenden.
Wer nicht auf seine eigene Einschätzung und die Logik vertraut, der unterwirft sich letztlich aus anerzogener Unterwürfigkeit und/oder aus Bequemlichkeit exakt den ultimativen profitierenden Interessengruppen. Es sei denn, er vertritt dieses Prinzip aus tiefster Überzeugung oder Opportunismus.
Zur Effizienzsteigerung kann die gesamte Regierungstruppe bei diesen Anlässen durch einen Chatbot ersetzt werden. Das Ergebnis der Fragen, so sie denn gestellt werden, steht bereits von Beginn an fest.
Es war sofort die Rede (*) von einer "Blockade" der Ostsee durch die NATO, um russische Schiffe den Zugang zu verweigern. Mit anderen Worten, die NATO will Russland den Zugang zu einem internationalen Gewässer verweigern. Ganz schön irre.
(*) Beispiel:
https://www.nzz.ch/pro/russlands-verdeckte-kriegsfuehrung-eskalationsrisiko-in-der-ostsee-steigt-ld.1845262
Zeitgemäße Bestandteile des
kommunikationstheoretischen
Bildungskanon:
https://diskursmonitor.de/glossar/artikeluebersicht/