So lauteten die Schlagzeilen zum "Geisel-Deal" natürlich nicht. Undenkbar auch die Formulierung, daß der Austausch auf einem Abkommen zwischen einem terroristischen israelischen Staat und einer Regierungspartei in Gaza beruhte. Berechtigt waren gewiß die Darstellungen der emotionalen Empfangnahme der israelischen Frauen durch ihre Mütter. Ihre Qualen seit über einem Jahr sind kaum vorstellbar. Was allerdings fehlt in der Berichterstattung, ist das Äquivalent der anderen Seite. Lapidar erfahren wir, daß es sich bei den palästinensischen Freigelassenen überwiegend um Frauen und Minderjährige handelt. Auch sie dürften nach langem Bangen von ihren Familien in die Arme geschlossen worden sein. Die Medien folgen hier weiter ihrer Linie, nach welcher der Wert von Menschenleben je nach ihrem Paß unterschiedlich gewichtet wird. Mehr als vierzigtausend Tote in Gaza gelten als bedauerliche Nebenerscheinungen bei einer vermeintlich legitimen und gar als humanitär etikettierten Antwort der israelischen Armee auf Verbrechen der Hamas. Den israelischen Geiseln wird mit vollem Recht eine professionelle medizinische und psychologische Betreuung zuteil. Die palästinensischen Geiseln kehren zurück in ein zerstörtes und verwüstetes Land, in dem Krankenhäuser als bevorzugte Ziele von Bombardements galten. Es gibt wenig, das den Zynismus "westlicher Werte" so deutlich illustriert.
Lauterbach gibt fremdes Geld aus

»Um die Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gab es viel Gezerre – nun soll die Umsetzung anlaufen. „Für den nötigen Umbau nehmen wir jetzt viel Geld in die Hand“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Langfristig werde dies aber Kosten sparen und Behandlungsergebnisse deutlich verbessern.
Konkret bereitet das Ministerium den Start eines Milliardenfonds vor, um die Neuordnung des Kliniknetzes zu unterstützen. Die Krankenkassen monieren Belastungen der Beitragszahler.
„Lauterbach gibt fremdes Geld aus“ weiterlesenBislang rund 60 Klagen gegen NRW-Krankenhausreform
Das meldet dpa am 18.1.25:
»Düsseldorf · Die Reform der Krankenhauslandschaft in NRW sorgt weiter für Widerstand. Überall im Land ziehen Kliniken gegen die Landesregierung vor Gericht.
Gegen die vom Land geplanten Veränderungen in der nordrhein-westfälischen Krankenhauslandschaft regt sich weiter Widerstand. Bei den sieben Verwaltungsgerichten im Land sind bereits rund 60 Klagen gegen den Krankenhausplan NRW eingegangen. Das hat eine dpa-Umfrage bei den Gerichten ergeben. Allein beim Verwaltungsgericht Köln sind 18 Klagen eingegangen, wie ein Sprecher sagte.
In der Regel wollen Kliniken nicht akzeptieren, dass sie eine bestimmte Behandlung künftig nicht mehr anbieten dürfen. Die Klagen richten sich formell gegen die Feststellungsbescheide, die von den Bezirksregierungen nach dem neuen Krankenhausplan NRW verschickt wurden…«
Wir haben's ja
Auf über 2 Milliarden Euro beläuft sich der Streitwert zahlreicher Klagen gegen das Bundesgesundheitsministerium im Zusammenhang mit oftmals überteuerten Maskenbestellungen. Dutzende Millionen fließen in die Kassen der von Lauterbach und zuvor Spahn beauftragten Großkanzleien. Und nun dies:

»In den Maskenprozessen, in denen dem Bund ein Schaden in Milliardenhöhe droht, haben mehrere Anwälte ihre Tätigkeit für das Gesundheitsministerium beendet. Wie aus Verfahrensunterlagen hervorgeht, die Capital vorliegen, teilten die Anwälte des Prüf- und Beratungskonzerns PwC diese Woche in Schreiben an die zuständigen Gerichte mit, dass sie ihre Mandate niederlegen…« „Wir haben's ja“ weiterlesen
