Am 18.9.20 hatte das RKI einen ersten internen Zwischenbericht veröffentlicht, der seine Tätigkeit im ersten Halbjahr 2020 beschreibt. Erst fast zwei Jahre später, am 28.7.22, kam es zu einem zweiten Bericht, der bis zum 31.12.21 reicht. In einer Chronologie lesen wir:

Welche willkürlichen Annahmen und Beschlüsse des RKI dafür mitverantwortlich waren, geht auch aus diesem Dokument hervor.
War im ersten Bericht noch von einer "Häufung von Lungenentzündungen mit unklarer Ursache in Wuhan" die Rede, so wurde die klare medizinische Benennung jetzt aufgegeben und von einem "neuartigen" Coronavirus gesprochen, das bis Ende 2021 laut WHO "etwa 289 Millionen Fälle und über 5,4 Millionen Todesfälle" verursacht habe. Bereits auf den ersten Blick ist klar, daß diese Zahlen niemals mit der ursprünglichen Definition zu erreichen wären. Keiner der Infizierten und Verstorbenen mußte zwingend Symptome einer neuartigen Erkrankung aufweisen, es reichten Tests, die Partikel des Virus nachwiesen. Dabei war deren Menge genau so wenig definiert wie der Zeitpunkt eine Rolle spielte, zu dem die derart bestimmte Infektion aufgetreten war.
Folgerichtig geht die ausführliche Schilderung von sieben Phasen und fünf Wellen ausschließlich von "Inzidenzen" aus.
Das Kapitel "Risikobewertung durch das RKI" ist so falsch wie bezeichnend:
»Seit Beginn der Pandemie werden durch den Krisenstab des RKI Risikobewertungen formuliert, in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen überprüft und bei Bedarf an die epidemiologische Situation angepasst. Zentraler Bestandteil der Risikobewertung ist die Einschätzung der Gefährdung der Bevölkerung durch COVID-19. Dabei handelt es sich um eine qualitative Beschreibung. Zu den verwendeten Begriffen gering, mäßig, hoch oder sehr hoch liegen keine quantitativen Äquivalente für die Eintrittswahrscheinlichkeit oder das Schadensausmaß vor.«
Der Link führt zu diesem und jenem, nicht aber zu Kriterien für die Risikobewertung.Richtig ist, daß im Krisenstab immer wieder über das Thema gesprochen wurde. In den Protokollen finden sich aber selten Beschlüsse dazu. Charakteristisch ist die Feststellung im Protokoll vom 17.3.20:

Vizepräsident Schaade teilt dem Krisenstab mit, daß Präsident Wieler der Öffentlichkeit eine hochgestufte Einschätzung bekanntgab. Daran war nach Angaben des Ministeriums niemand sonst aus dem Krisenstab beteiligt (s. hier). Am 15.3.20 (Sonntag) hatten Wieler und Schaade eigenmächtig entschieden. Im Protokoll vom 13.3.20 (Freitag) ist noch zu lesen:

Natürlich waren am Wochenende keine neuen Umstände aufgetreten. Dennoch machte die RKI-Leitung, vorbei an dem dafür zuständigen Gremium, Ansagen ohne jeden wissenschaftlichen Gehalt, aber mit weitreichenden Folgen für die Bevölkerung.
Der Bericht unterschlägt diese Hochstufung und behauptet stattdessen: "Bis zum 20. April 2020 hatte sich die Situation so dynamisch entwickelt, dass das gesundheitliche Risiko für die Bevölkerung als hoch, für vulnerable Gruppen als sehr hoch eingestuft wurde". Im Protokoll von diesem Tag lesen wir:

Am 21.4.20 heißt es:

Am 22.4.20:

Die gleiche Formulierung findet sich am 23.4. und 24.4.20 Am 27., 28.4. und 29.4. erneut: "! Nicht besprochen". Erst am 30.4.20 wurde eine neue Bewertung vorgenommen. In dem entsprechenden Dokument heißt es: "Die Anzahl der neu übermittelten Fälle ist rückläufig" (Dokument Risikobewertung zu COVID-Entwurf-nCov-Lage-2020–30-04 im Leak). Die gleiche Formulierung ist im Dokument RKI-RisikobewertungCOVID-2020–05-19 enthalten. Am 29.5.20 wird diskutiert, "ob das RKI nicht ähnlich wie das ECDC, eine differenziertere Risikobewertung sinnvoll fände". Die Entscheidung wird vertagt. Weiter aus dem Bericht:
» Im Jahr 2021 erforderte der Pandemieverlauf 25 weitere Anpassungen der Risikobewertung.
In der letzten Risikobewertung des Jahres 2021 am 21. Dezember 2021 schätzte das RKI angesichts der zunehmenden Ausbreitung der leicht übertragbaren VOC Omikron und steigender Fallzahlen die Gefährdung der Gesundheit durch COVID-19 für ungeimpfte Personen als sehr hoch, für die Gruppe der Geimpften mit Auffrischimpfung als moderat ein.«
Das Protokoll vom 13.12.21 weist hierzu einige interessante Details auf, die mit dieser Darstellung kaum zusammenpassen:

Noch in der Diskussion am 17.12.21 wird erkennbar, daß es für die behaupteten unterschiedlichen Risiken von "Geimpften" und "Nichtgeimpften" keine Grundlage gab:
»Impfschutz gegen Omikron: Details hierzu noch ungenügend bekannt…
Zu schwerer Krankheit fehlen Daten und dies ist noch nicht abschließend beurteilbar, aber von Schutz vor schwerer Infektion wird ausgegangen, sollte auch so kommuniziert werden…«
Dennoch ist in der Risikobewertung vom 20.12.21 zu lesen (Dokument Risikobewertung zu COVID-KS_2021-12–20-clean im Leak):
»Die Infektionsgefährdung wird für die Gruppe der Ungeimpften als sehr hoch, für die Gruppen der Genesen und Geimpften mit Grundimmunisierung (zweimalige Impfung) als hoch und für die Gruppe der Geimpften mit Auffrischimpfung (dreimalige Impfung) als moderat eingeschätzt.«
"Modellierungen, Strategien und Krisenpläne"
Im Kapitel mit dieser Überschrift ist zu lesen, was die Grundlage für die vorgegebene "wissenschaftliche" Beurteilung war, nicht nur zu Beginn:
»Am 20.3.2020 wurde auf der RKI-Webseite das Schadenspotential von COVID-19 in Deutschland auf Basis der grundlegenden Eigenschaften von SARS-CoV‑2 (Ausbreitung und Schwere) in verschiedenen Beispielszenarien dargestellt.
Auf der Basis von moderaten Annahmen zur Ausbreitung von COVID-19 in der Bevölkerung – initialer R‑Wert von 2, das heißt jeder Fall infiziert im Mittel zwei Sekundärfälle – und zur Krankheitsschwere – Letalität in der Gesamtbevölkerung von 0,56 %, Anteil schwerer Verläufe (Krankenhausaufenthalt er- forderlich) 4,5 %, in einem Viertel der Krankenhausaufenthalte wird eine intensivmedizinische Behandlung notwendig – wurde beispielhaft dargestellt wie die Epidemie in Deutschland verlaufen könnte. Insbesondere wurde die Zahl von zu erwartenden Todesfällen bei einem ungebremsten Verlauf der Epidemie auf etwa 370.000 geschätzt. Diese Zahl beinhaltete keine Reinfektionen mit weiteren SARS-CoV-2-Varianten und auch nicht Todesfälle, die im Fall der (lokalen) Überlastung des Gesundheitssystems zusätzlich zu erwarten wären…«
Keine einzige dieser Annahmen war auch nur annähernd zutreffend. Dennoch heißt es: "Daraus wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass nur über allgemeine Maßnahmen zur Kontaktreduktion eine Überlastung des Gesundheitssystems abgewendet werden könne".
Nationaler Pandemieplan auf den Kopf gestellt
Irreführend heißt es weiter:
»Der Nationale Pandemieplan, der 2016/2017 entwickelt wurde, und das Rahmenkonzept Epidemisch bedeutsame Lagen erkennen, bewerten und gemeinsam erfolgreich bewältigen, veröffentlicht im Oktober 2019, dienten als Grundlage für die Bewältigung der COVID-19 Pandemie.«
Im Pandemieplan ist zu lesen:
»… Das RKI wird bei Auftreten einer Pandemie schnellstmöglich eine klinische Falldefinition erstellen…
Zur Absicherung der klinischen Diagnose, welche im Pandemiefall neben der Kenntnis der epidemiologischen Situation das wichtigste Handlungskriterium für Therapieentscheidungen darstellt, steht dem Arzt eine weiterführende Labordiagnostik zur Verfügung…« gmkonline.de (2.3.17)
Dieses Prinzip wurde nun auf den Kopf gestellt. Ausschlaggebend war nicht mehr die klinische Diagnose, sondern ein Laborergebnis. Auch diese Erkenntnis sollte keine Rolle mehr spielen:
»Grundsätzlich gilt für alle Teilbereiche, dass die zur Anwendung kommenden Kommunikationsmaßnahmen sich nicht nur auf die Bereitstellung von Informationen in eine Richtung beschränken sollten, sondern die Kommunikationsstrategien auf Dialog ausgelegt sind. Rückmeldungen, Fragen und Kritik sollten wahr- und ernst genommen und transparent dargestellt werden, um damit den Informationsbedürfnissen aller angesprochenen Zielgruppen Rechnung zu tragen. Bestehende Unsicherheiten sollten offen angesprochen werden. Dies trägt mit dazu bei, dass die Glaubwürdigkeit der kommunizierenden Einrichtungen gewahrt bleibt und sich kein Vertrauensverlust in der Informationsvermittlung einstellt…«
Das Wort Lockdown sucht man in dem Plan vergebens.
Das Problem der PCR-Tests
Der Pandemieplan bestand aus zwei Teilen. Der zweite behandelt die "Wissenschaftlichen Grundlagen". Ausgehend von der Schweinegrippe, für das RKI eine Pandemie, wird festgestellt:
»Zu Beginn der Pandemie 2009 standen die Labore allerdings weltweit vor der Herausforderung, ein sich rasant um die Welt ausbreitendes, aber zuvor unbekanntes Virus nachzuweisen, für das keinerlei spezifische diagnostische Tests bereitlagen. Es wurden daher innerhalb weniger Tage PCR-Tests entwickelt, die auf den ersten publizierten Sequenzen basierten und für die eine umfassende Validierung aufgrund des Mangels an Zeit und definiertem Probenmaterial nicht vorlag. Trotzdem wurden sie aufgrund der epidemiologischen Dringlichkeit eingesetzt. Einer dieser Tests wurde innerhalb kürzester Zeit als ready-to-use-Kit für den internationalen Markt kommerzialisiert [20]. Auch für zukünftige Pandemien ist ein solches Szenario wahrscheinlich…
Daher empfiehlt es sich, im Bereich der Influenzaüberwachung nach Möglichkeit einen zweiten PCR-Test mit Zielsequenzen in einer anderen Genregion zu verwenden und weitere PCRs zum Einsatz bei unklaren Ergebnissen bereitzuhalten [21]. Dies gilt vor allem in der Frühphase der Pandemie, wenn die Leistungsfähigkeit der Tests noch nicht eingeschätzt werden kann…«
In der Literaturliste aus 99 Verweisen zu diesem Thema erscheint der Name Drosten übrigens kein einziges Mal.
Sinn und Unsinn von Masken, Quarantäne, Verbot von Veranstaltungen
In der wissenschaftlichen Begründung des Pandemieplans wußte man 2017 noch:
»Im Rahmen von individuellen Maßnahmen außerhalb des Haushalts untersuchte eine Studie, ob in Situationen mit höherer Menschendichte das Tragen eines MNS bzw. eine vermehrte Händehygiene Influenzaübertragungen verhindern können. Die Studie wurde in zwei aufeinander folgenden Wintern unter Studenten in Studentenwohnheimen durchgeführt. Sie zeigte eine geringe Evidenz für einen Effekt…
Weitere, individuell durchzuführende Maßnahmen sind die freiwillige Isolation Erkrankter sowie die freiwillige Quarantäne von Kontaktpersonen eines Erkrankten. Da die freiwillige Isolation bei Erkrankung auch außerhalb einer Pandemie häufig praktiziert wird und geringe unerwünschte „Nebenwirkungen“ hat, kann hier von einer hohen Akzeptanz ausgegangen werden…
Von Behörden wird im Falle von Pandemien oder schwereren Influenzaepidemien häufig erwogen, öffentliche Versammlungen und Massenveranstaltungen abzusagen, sowie Schulen und Kindergärten zu schließen. Die diesbezüglich beste Evidenz zur Effektivität stammt aus der Pandemie 1918, in der das Verbot öffentlicher Versammlungen (zusammen mit Schulschließungen) zu den häufigsten Maßnahmen gehörte. Modellierende Berechnungen legen zwar einen Effekt der damaligen Bemühungen nahe, allerdings bestehen Zweifel bezüglich der Übertragbarkeit auf die heutige Situation. Bei Schulschließungen werden proaktive von reaktiven Maßnahmen unterschieden. Erstere sollen die Ausbreitung der Influenza auf Bevölkerungsebene hemmen, letztere erfolgen dann, wenn ein geregelter Betrieb der Einrichtung nicht mehr möglich ist. Die Abwägung, Schulen proaktiv zu schließen, ist besonders schwierig. Schulschließungen können erwogen werden, wenn die Übertragungsrate bei Kindern viel höher ist als bei Erwachsenen und wenn die Pandemie besonders schwerwiegend ist. Trotz einer Vielzahl von Hinweisen, dass ein epidemisch bedeutsamer Hemmeffekt erreicht werden könnte, stehen auf der anderen Seite viele Bedenken gegenüber. Dazu gehören u. a. die Problematik des Timings (wann beginnen, wie lange durchführen) sowie die Gewährleistung der Betreuung der Kinder, die ggf. einen Arbeitsausfall der Eltern nach sich zieht, evtl. auch im Gesundheitssektor oder anderen Bereichen. Reaktive Schließungen sind vermutlich nur für die schließende Einrichtung von Nutzen.
Schließlich gehören auch Maßnahmen an den Grenzen zum (Re-)aktionsrepertoire des öffentlichen Gesundheitsdienstes und werden im Krisenfall regelmäßig in den Medien diskutiert. Hier besteht eine aus theoretischen Überlegungen und realen Erfahrungen gespeiste Einigkeit, dass ein Einreise-(und Ausreise-)Screening an Grenzen aufwendig und ineffektiv ist…
Es liegt keine Evidenz vor, dass im Fall einer Pandemie die Vermeidung des öffentlichen Personennahverkehrs Influenzaerkrankungen verhindert…«
Alle diese Erkenntnisse werden auf über 200 Seiten mit Studien belegt. Die Entscheidungen von 2020 ff. schlugen sie sämtlich in den Wind.
Modellierungen
Nicht zutreffend sind die Ausführungen des RKI-Berichts von 2022 auch hinsichtlich des Punktes "Modellierungen". Im erwähnten Rahmenkonzept aus dem Oktober 2019 lesen wir dazu:
»In akuten Infektionsgeschehen kann auf Basis der vorhandenen Daten eine Modellierung des Infektionsgeschehens bzw. der Ausbreitung sinnvoll sein. Ziel ist es, die Anzahl erwarteter Fälle und den Effekt möglicher Maßnahmen abzuschätzen. Hierfür werden Modelle entwickelt und Annahmen zu unbekannten Größen (z. B. Dauer der Inkubationszeit, Anzahl der Kontaktpersonen, Basisreproduktionsrate oder Anzahl der Flugreisenden) zu Grunde gelegt…
Da während eines akuten Infektionsgeschehens Informationen nach und nach vollständiger werden, sollten die Annahmen die erstellten Modellen zugrunde liegen, im Verlauf immer wieder kritisch auf ihre Plausibilität überprüft werden und die Unsicherheit in diesen Annahmen sollte bei der Interpretation der Modellergebnisse miteinbezogen werden. Insgesamt sind Modellierungen ein Instrument, um für einzelne, strategische Entscheidungen eine unterstützende Grundlage zu liefern. Eine wesentliche Vorbedingung für aussagekräftige Modelle ist die Verwendung realitätsüberprüfter Parameter und die sorgfältige Formulierung der zu beantwortenden Fragen…«
Auch in diesem Konzept gibt es den Begriff Lockdown nicht. Hingegen lesen wir:
»Insbesondere ist die Effizienz der implementierten Maßnahmen kritisch zu hinterfragen. Der effektive Nutzen von Infektionsschutzmaßnahmen ist schwer zu belegen – ergriffene Maßnahmen sind deswegen oft nicht evidenzbasiert…
Vorgehen und Mediennutzung
Eine hohe Priorität bei der Informationsvermittlung und Kommunikation mit der Bevölkerung haben vertrauensbildende Maßnahmen…
Beim Informationsmanagement sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
- Vermeidung von Überreaktionen in der Bevölkerung, die zu unnötigen Einschränkungen in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung führen könnten.
- Ängste der Bevölkerung sollten offen angesprochen und Unsicherheiten und Risiken nicht verschwiegen werden…«
Erlebt haben wir das genaue Gegenteil.
(Hervorhebungen in blau und gelb nicht in den Originalen.)
(wird fortgesetzt)

The noble lie revisted:
"Es ging darum, die Natur für den Menschen sicherer zu machen."
"Aya Velázquez@aya_velazquez 1h
"SARS-CoV‑2 kommt aus einem US-Labor" – Interview mit dem Lab Leak Forscher Jim Haslam, Teil 1
Ich habe den US-amerikanischen Lab Leak Forscher @jhas5 interviewt. Er forscht seit drei Jahren zum Laborunfall, der mutmaßlich zu COVID-19 geführt hat. Im Zentrum seiner investigativen Recherche steht für ihn dabei die Frage, WAS eigentlich 2019 freigesetzt wurde. Dabei kommt Haslam zu einem verblüffenden Ergebnis: Das Coronavirus stammt – anders, als die meisten Lab Leaker glauben – nicht aus einem chinesischen Labor, sondern einem US-Labor, da es US-amerikanische "Fingerabdrücke" in sich trägt: Bestimmte Gensequenzen, die sich nur in US-Forschungspapieren und US-Patenten wiederfinden würden.
Haslam stützt seine These zudem auf die berüchtigte "Blaupause" für SARS-CoV‑2: Einen geleakten US-amerikanischen Forschungsantrag namens "DARPA DEFUSE". Dieser sei zwar schlussendlich nicht von der DARPA finanziert worden, dafür aber von niemand Geringerem als Anthony-Fauci, dem ehemaligen NIAID-Direktor, unter dessen großzügigem Forschungsschirm namens "CREID".
Laut Haslam handelt es sich bei SARS-CoV‑2 um einen "selbstausbreitenden Fledermaus-Impfstoff", der im Herbst 2019 bei einem Laborunfall in Wuhan freigesetzt wurde. Der Impfstoff sollte an in der Wildnis gefangenen Fledermäusen im Wuhan Institut getestet werden, bevor man ihn anschließend in der Natur ausbringen wollte. Die Idee, Fledermäuse zu impfen, beruhte darauf, dass sie unter Virologen als "Reservepopulation" für hochgefährliche Viren gelten: SARS1, MERS, Nipah, Hendra, Marburg – all diese für Menschen hochgefährlichen Viren würden in Fledermäusen überleben und von dort über Zwischenwirte immer wieder auf den Menschen überspringen. Es ging darum, die Natur für den Menschen sicherer zu machen. Und der Rest ist – wie man so schön sagt – Geschichte.
Was sich erstmal schier unglaublich anhört, belegt Haslam minutiös anhand von auffälligen Gensequenzen im COVID-19-Genom, einer Vielzahl freigeklagter Dokumente, Slack-Nachrichten, Emails, Forschungsanträgen, Patenten und öffentlichen Verlautbarungen der "DARPA DEFUSE"-Protagonisten in den Jahren vor und nach Corona.
Das Thema ist in meinen Augen deshalb so relevant, da es letztendlich um die Frage geht, wie die Gesellschaft zukünftig mit dem Thema hochriskante Biotechnologien wie "Gain-of-Function"-Forschung umgehen möchte – wenn der starke Verdacht im Raum steht, dass möglicherweise bereits Corona auf einem Laborunfall basierte, bei dem ein Produkt US-amerikanischer Biotechnologie freigesetzt wurde.
Dies ist Teil 1 des Interviews, Teil 2 folgt im neuen Jahr. Das Interview steht in drei verschiedenen Versionen zur Verfügung: Englisch mit deutschen Untertiteln (diese Version), Englisch ohne Untertitel und Deutsch synchronisiert, eingesprochen von Andreas Sparberg. Alle Versionen in den nächsten Posts.
Kapitel:
00:00 Intro
02:37 Was wurde geleakt?
03:55 Warum sollten wir im Jahr 2024 noch über den Laborunfall sprechen?
06:38 Die Kontroverse unter Vertretern der Labortheorie
09:27 Der DARPA DEFUSE Antrag
12:16 Ist die Laborhypothese allgemeiner Konsens in den USA?
13:25 Der „Cover up“: Die Slack-Nachrichten der Virologen
15:46 Die Furinspaltstelle
18:30 Weitere Indizien für einen Laborunfall: Die Restriktionsenzymstellen
22:27 Wer ist Shi Zhengli?
24:27 Die Obsession der Biotechnologie von 2015 bis 2019: Wildfledermäuse
25:40 Warum Fledermäuse?
29:32 Sind die Verantwortlichen nicht nervös?
30:31 Jim Haslams Theorie
34:36 Das BSL‑2 und das BSL-4-Labor in Wuhan
35:51 Die Forscherin im BSL-4-Labor: Danielle Anderson
42:22 Wie konnte sich Anderson in einem BSL‑4 Labor infizieren?
44:46 Wuhan, Fledermäuse und selbstausbreitende Impfstoffe
"
https://xcancel.com/aya_velazquez/
@Wissen…: Ein schönes Beispiel für den Druck auf InfluenzerInnen, sich im Gespräch zu halten und Einkommen zu sichern.
In Forschungsanträgen wird Vieles geschrieben, was die Mittelzuwender gerne hören möchten…
"Spaceman@im_sauseschritt 12h
Replying to @aya_velazquez
Wenn es darum ging, Fledermäuse u nicht Menschen zu impfen, warum wurde d Corona-Virus dann durch GoF im Labor derart modifiziert, dass es hochansteckend u gefährlich für Menschen wurde, obwohl diese Entwicklung via Zoonose, Mutationen etc. in d Natur nie hätte entstehen können?"
"Seven of Nine, MD 🏴☠️
@53v3n0fn1n3 9h
Replying to @im_sauseschritt @aya_velazquez
Weil "Fledermaus-Impfstoff" nur die One Health cover story ist, die für die Beantragung der Forschungsgelder diente? So stand es im DEFUSE Proposal. Das hat Jim unkritisch übernommen. Ich glaub das auch nicht."
"Aya Velázquez@aya_velazquez 9h
Replying to @53v3n0fn1n3
@im_sauseschritt
Sehr spannend, wir müssen uns mal unterhalten! 🙂
Dec 29, 2024 · 8:26 PM UTC"
https://xcancel.com/aya_velazquez
Chapeau!
Doch auch ohne Druck zur Einkommenssicherung macht der DLF weiter (ist auch bequem, weil kaum jemand irgendetwas wirklich weiß). Ich wüsste gern, wer die Medizinerin war, die mit den Gerüchten angefangen hat. Würde mich nicht wundern, wenn es Li Meng Yan war, die von Bannon "gerettet" wurde und Interviews auf Fox News gab.
vom Samstag:
https://www.deutschlandfunk.de/weder-aufklaerung-noch-aufarbeitung-fuenf-jahre-covid-in-china-dlf-be5bc023-100.html
heute morgen:
https://www.deutschlandfunk.de/30–12-2019-der-arzt-li-wenliang-warnt-vor-neuer-lungenkrankheit-in-china-dlf-d2034610-100.html
Velazquez wundert sich, warum die Haslam-Story hierzulande so wenig anschlägt. Sie übersieht zwei Dinge:
1. Für die meisten Kritiker ist zunächst die Frage wichtig: Ist das Virus (oder was auch immer) gefährlich und kann es das sein.
Dazu hat Wodarg, der ja nun mal Lungenfachartzt ist, von Anfang an das Wesentliche gesagt: Ein Erreger der seinen Wirt umbringt kann sich nicht vermehren. Und Atemwegsviren verändern sich sowieso ständig («Krieg gegen einen Joker», Multipolar, Mai 2020). Das ist aber nicht nur Wodargs Privatmeinung sondern epidemiologisches Lehrbuchwissen (von vor der Pandemie), das sagt so oder so ähnlich jeder x‑beliebige praktische Arzt (also jmd., der auch mal richtige Patienten gesehen hat).
Die Haslam-Story widerspricht diesem Lehrbuchwissen. Das wird weder von ihm noch von Velazquez diskutiert oder abgeglichen. D.h. Velazquez kommuniziert nicht mit denen, die vom Lehrbuchwissen ausgehen. Und deswegen gibt es keine Resonanz.
2. Es gibt ausführlichere Kritiken der Labortheorie, z.B. Neil/Engler, «Sars-Cov2 Origins – “Gain of Function” or “Claim of Function”?» (OffGuardian, Juni 2024), wo noch ein paar andere Punkte aufgeführt werden, die dagegen sprechen. U.a. dass es eine Fehldisposition von Viriologen gibt, jedes neu entdeckte Virus oder Eigenschaft als wirklich neu und nicht immer schon vorhanden anzusehen. Beispiel die ominöse «Furin-Spalte», die natürlicherweise bei vielen Viren nachgewiesen wurde.
https://off-guardian.org/2024/06/04/sars-cov2-origins-gain-of-function-or-claim-of-function/
Haslam und Velazquez haben diese Kritik bisher ignoriert. Da hat man dann natürlich den Verdacht, dass hier eine wüste Story gepusht werden soll, die bei kritischer Prüfung in sich zusammenfällt.
Fazit. Solange Haslam/Velazquez Kritik oder Lehrbuchwissen nicht mal diskutieren (was immer bei der Diskussion rauskommt), braucht man sich um deren Story nicht weiter zu kümmern. Das gilt natürlich für alle Storys dieses Typs.
So ist es. Jeder der schon mal mit einem Raster-Elektronen-Mikroskop gearbeitet hat weiß, wie schwierig es ist Viren-Moleküle von weniger als 50 Nanometer Durchmesser in den Fokus zu bekommen.
Die Schwierigkeit liegt nämlich darin, diese Moleküle auf der Probe zu fixieren. Und somit entschwinden die meisten Viren beim Abpumpen durch die Vakuumpumpen (Drehschieber- und Diffusionspumpe).
Ansonsten ist das alles extrem widersprüchlich. Denn wenn behauptet wird, daß eine Zellen-Immunität nicht wirkt, wird damit ja das Impfen an sich in Frage gestellt.
wieder eine hervorragende saubere Arbeit! vielen Dank!
Danke, AA. Wie immer eine hervorragende, tiefgehende und auf den Punkt gebrachte Analyse und Schlussfolgerung. So wünscht man sich das. Bei kodoroc (und vormals bei corodok) wird man fündig!
Was immer wieder vergessen wird, ist das Elend der sedierten und zu Tode künstlich Beatmeten. "Der Staat" und die ihm angeschlossenen, aber auch die nicht untergeordneten, aber ihm hörigen Institutionen und Personen propagierten die künstliche Beatmung trotz der bekannten Risiken. Und nunmehr auch letztlich in den letzten Monaten immer sichtbarer: Vorsatz, zumindest aber bedingter Vorsatz mit Todesfolge.
Die geforderte Aufarbeitung mit ein wenig "das kann man beim nächsten Mal noch besser machen" ist allein vor diesem Hintergrund höchst brechreizerregend. In diesem System der gesteuerten Demokratieillusion innerhalb einer liberalen Oligarchie kann eine Aufarbeitung ebenfalls nur eine Illusion sein.
"Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlichte klammheimlich seine Impfschadens-Liste. Es bestreitet weiterhin, dass es eine chargenabhängige Häufung von Nebenwirkungsmeldungen gegeben habe. Im DEUTSCHEN ÄRZTEBLATT heißt es: ZITAT: "Daraufhin sind mehrere Berichte erschienen, in denen die Daten so interpretiert wurden, dass es doch besonders schädliche Chargen gegeben habe. Diese Behauptung kursiert schon länger und war vom PEI bereits im Jahr 2023 zurückgewiesen worden. Die Behörde bleibt auch jetzt bei dieser Position. „Allein aus der Anzahl von Verdachtsfallmeldungen, in denen eine valide Impfstoffcharge dokumentiert wird, lässt sich aus mehreren Gründen nicht auf eine chargenbezogene Häufung schließen“, teilte das PEI dem Deutschen Ärzteblatt zu den neuen Listen auf Anfrage mit. Aktuell würden Erläuterungen zu den Line-Listings und gegebenenfalls einige Beiträge für die FAQ-Rubrik erstellt." ZITAT ENDE. So gut ich erkennen kann, hat das PEI keine Daten zu der Zahl der verabreichten Chargen in Deutschland, obwohl das sein gesetzlicher Auftrag gewesen wäre… . Es sollte dann bescheidener sein und sagen, dass es keine Information zur chargenbezogenen Häufung hat, da es geschlampt hat. "
https://www.cidnp.net/blog
Beim Familienauftrieb dieser Tage fiel (ohne mein Zutun – isch schwör!) tatsächlich das Stichwort "Corona"!
Man habe sich das durch Testen bestätigt!
Die Warum-Rückfrage erzeugte eine ähnliche Reaktion, wie ich es etwa nach dem Verlangen eines Touristen nach einem Allahbeweis bei einer Einreise nach Saudi-Arabien erwarten würde (nur ohne lautstarken Ruf nach der Religionspolizei): irgendwas zwischen Fassungslosigkeit und Empörung. "Man" müsse doch "Vulnerable schützen"!
Eine weitere Rückfrage, ob das denn nicht bei JEDER symptomatischen (oder gar asymptomatischen!), potentiell ansteckenden Erkrankung der Fall sei, blieb wohl deswegen unbeantwortet, weil allein die Fragestellung ein Glaubensdogma verletzt: dass es sich bei "Corona" um etwas singuläres, unvergleichlich Gefährliches handle. Allein dadurch verbiete sich per se jeglicher Vergleich mit anderen (Atemwegs-)Erkrankungen. Verstöße werden mit Quasi-Exkommunikation bestraft. (Immerhin löst eine Bemerkung der Art, dass einen dies in etwa ebensowenig berühre wie ein Ausschluss aus dem Flacherdlerverein, inzwischen keine Hyperventilation bei den so Geschmähten mehr aus: und es bin nicht ich, der daraufhin einen Themenwechsel vorschlägt).
Womit wir beim Ignorieren des "Pandemieplans" wären: der, so die antizipierte Argumentation eines durchschnittlichen Rechtgläubigen, beziehe sich ja
1. "nur" auf Influenza/"Grippe" (stimmt zwar nicht ganz, oder ist zumindest "irreführend", aber man kann's ja trotzdem behaupten, weil "Corona" da nicht drinsteht) und damit habe man
2. auf ebendiesen nicht zurückgreifen können und deswegen auf (Vor-)"Sicht fahren" müssen. Zudem sei
3. das Virus ja "neu" und
4. (noch) kein "Impfstoff" vorhanden gewesen (vgl. auch Punkt 6.1. des "Pandemieplans")
Da hatten die zu Propheten erhobenen (z.T. Witz-)Figuren und interessengeleitete (pekuniärer, ideologischer oder "ideeller" Art) Demagogen (m/w/d) leichtes Spiel:
sei es mit der Forderung nach "härteren Maßnahmen", kollektiver Ausschaltung von Kritik ("niemals hinterfragen!") oder die Erklärung der "Durchimpfung" als "einzigem Weg aus der Pandemie".
Jene, denen die "Maßnahmen" (ohne die es die neuartigen "Impfstoffe" mglw nie gegeben hätte) auf den Senkel gingen, bekamen sogar Sündenböcke für deren Nicht-Aufhebung "angeboten":
Masken- oder gar "Impfverweigerer", "Quarantänebrecher" (in den "Qualitätsmedien" selten gegendert) … .
Alles hinreichend selbst erlebt und außerdem (dank corodok et al) gut dokumentiert.
Manches davon legt nahe, dass einige der Propagandisten (m/w/d) und deren Opfer nicht bösartig waren, sondern eher "gesichert dumm" (dass man sich Letzterem – meist zwar erst a posteriori – zuweilen ja selbst zu bezichtigen pflegt, macht den Gedanken daran erträglicher. Allerdings verstärkt selbiger auch den Wunsch nach Aufklärung).
@Giaur: Corona steht nicht im Plan von 2017, aber die Ergänzung von 2020 befasst sich nur damit: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Ergaenzung_Pandemieplan_Covid.pdf?__blob=publicationFile
"Das Wort Lockdown sucht man in dem Plan vergebens."
Man findet NICHTS kritikwürdiges im BundPandPlan, drum wurde er auch nicht berücksichtigt, genau wie die Daten des "Pandemieradars".