Corona ist vorbei. Amen

Üblicherweise ist Weihnachten eine Zeit vol­ler Heuchelei. Nur in den letz­ten Jahren waren die Sprüche von Nächstenliebe etc. abge­löst von Warnungen davor, mit "Ungeimpften" zu fei­ern. Ein Aufgebot von PsychologInnen lehr­te, wie man Begegnungen mit Ungläubigen ("Covidioten", "Impfgegnern", "Verschwörungserzählern") ver­mei­den solle.

Nun beschwört ein Laienprediger der "Rheinischen Post" ("sei­ne Heimatliebe, gelebt durch per­sön­li­chen Einsatz im Schützenbrauchtum") das Vertrauen:

rp​-online​.de (24.12.24)

Kronzeugin ist eine Theologin, die ganz vor­ne dabei war bei der Zerstörung von Vertrauen (s. u.):

»Wenn die Krise zum Normalfall wird, sich immer neue Katastrophen abzeich­nen, Menschen bei einem Anschlag ster­ben wie in Magdeburg, Sicherheit und Wohlstand bedroht schei­nen, hilft nur eins: Gottvertrauen. Das hat Margot Käßmann, die wohl bekann­te­ste evan­ge­li­sche Theologin Deutschlands, gesagt, die die Ängste der Menschen in Bezug setzt zur Geborgenheit des Glaubens…«

Bemüht wird in flot­tem Jargon ein Prototyp von Fake News, die schö­ne Geschichte von Maria und Josef:

»Das Vertrauensverhältnis ist ange­knackst. Josef woll­te Maria ver­las­sen, als er erfuhr, dass sie ein Kind erwar­tet, aber nicht von ihm. Er blieb. Das Kind kommt zur Welt – in arm­se­li­gen Verhältnissen. Hirten, die Ausgebeuteten der dama­li­gen Zeit, eilen her­bei. Sie haben nicht viel, tei­len das Wenige aber gern.«

Denn so war es und soll es blei­ben: Die Ausgebeuteten aller Zeiten sol­len nicht nach den Ursachen ihrer arm­se­li­gen Verhältnisse fra­gen, son­dern das Wenige gern tei­len. Ist das heu­te bedroht? "Die angeb­lich deut­schen Tugenden, allen vor­an Fleiß und Pünktlichkeit, wer­den in Relation zu christ­li­cher Barmherzigkeit und staat­li­cher Fürsorge gesetzt". Und:

»Wenn die Wirtschaft schwä­chelt, wenn selbst Giganten wie Thyssenkrupp und VW wan­ken, geht es an die Grundfesten deut­scher Beständigkeit und Verlässlichkeit. Wenn extre­me Kräfte gesell­schafts­fä­hig wer­den, wie jüngst bei den Wahlen im Osten gesche­hen, ist die Demokratie in Gefahr.«

Dabei könn­te es so schön sein:

»Wer sich traut, im Standesamt das Ja-Wort zu spre­chen, spürt Liebe und Nähe. Margot Käßmann schreibt: „Entscheidend ist, ob wir mit­ten in den Stürmen des Lebens die Glaubensgewissheit haben, uns Gott anzu­ver­trau­en.“…«

Thoren fällt schier gar nichts auf bei sei­ner Beschwörung:

»Wie aber ehr­li­ches Versprechen von unlau­te­rer Verlockung unter­schei­den? Das deut­sche Prinzip „Trau, schau, wem“, einer Fabel ent­lie­hen, nimmt die Furcht vor Täuschung und Betrug auf und for­dert klu­ge Bedachtsamkeit ein: nur nicht alles glau­ben und kei­nes­falls all­zu voll­mun­di­ge Versprechungen von Werbern und Wunderheilern unge­prüft für red­lich und wahr nehmen…

Und das ist wohl auch die auf ewig blei­ben­de Vertrauensfrage, die sich nur per­sön­lich beant­wor­ten lässt: Gibt es in mei­nem Umfeld Menschen, denen ich von Herzen ver­bun­den bin, denen ich ohne Wenn und Aber ver­trau­en kann? Margot Käßmann hat in einer Lebenskrise ihre Antwort gefun­den: „Du kannst nicht tie­fer fal­len als in Gottes Hand.“…«

Schauen wir uns den tie­fen Fall von Margot Käßmann an. Unter der Überschrift "Käßmann: Denunziation Christenpflicht" wur­de damals auf coro­dok die­se Meldung veröffentlicht:

tages​schau​.de (26.10.20, web​.archi​ve​.org)

Oder dies ("Josef und Maria waren auch nicht in einem gro­ßen Familienkreis zusam­men in der Ursprungsgeschichte"):

Käßmann: Recht auf so ein Weihnachtsfest gibt es nicht

Eine klei­ne Sammlung der Verbrechen der Kirchen aller Konfessionen, von 2G-Regeln, Gesangsverboten, poli­zei­lich ver­hin­der­ten Gottesdiensten, zu "Impfzentren" umfunk­tio­nier­ten Kirchen und man­ches mehr fin­det sich in:

Coronapandemie: Gottesdienstverbot in Lage war rechtswidrig

15 Antworten auf „Corona ist vorbei. Amen“

  1. Vor einem Jahr hat sich der Pfarrer in mei­ner Kirchengemeinde noch beim Singen eine FFP2-Maske gegen Viren auf­ge­setzt. Beim Predigen nicht. Man oder frau durf­te aber vor einem Jahr net­ter­wei­se auch schon unmas­kiert mitsingen.

    DERSELBE PFARRER hat heu­te sowohl den töd­li­chen, men­schen­ge­mach­ten Klimawandel, die Kriege in der Ukraine und im nahen Osten und die Wahl von Donald Trump betrau­ert und aber gehor­samst, pflicht­schul­digst den­noch der ermor­de­ten Besucher des Weihnachtsmarkts von Magdeburg gedacht. Letzteres ein mini­ma­ler Ansatz von Nächstenliebe, schien es mir.

    Na gut. Ich will nicht has­sen. Nächstes Jahr gehe ich nicht in eine evan­ge­li­sche Kirche. Ich gehe in gar kei­ne Kirche mehr. Denn ich weiß, Gott ist bei mir, auch ohne Kirche. Mir muss kei­ner mehr erzäh­len, was oder wer Gott ist. Gott ist das Undefinierbare, das auf das LEBEN AUSGERICHTET ist, aber weder auf das Töten durch gefähr­li­che Pharmaprodukte noch auf das Töten durch Waffen in men­schen­ge­mach­ten Kriegen. 

    Alles Andere ist NICHT Gott.

    1. https://substackcdn.com/image/fetch/f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F68e0119f-be94-4574–9366-f1ccd59808eb_1000x968.jpeg

      🙂

      Wer sagt es den even­tu­ell noch vor­han­de­nen Coronagläubigen in Deutschland? Es gab drei hei­li­ge Könige. Stimmt das wirk­lich? Oder darf auch DAS nicht hin­ter­fragt wer­den? Was, wenn es 8 hei­li­ge Könige gab? Oder nur zwei? Fürchtet Euch nicht! Siehe, ich ver­kün­de Euch gro­ße Freude! Denn Euch ist dem­nächst die Wahrheit geboren!

  2. »Das Vertrauensverhältnis ist ange­knackst. Josef woll­te Maria ver­las­sen, als er erfuhr, dass sie ein Kind erwar­tet, aber nicht von ihm. Er blieb. Das Kind kommt zur Welt – in arm­se­li­gen Verhältnissen. Hirten, die Ausgebeuteten der dama­li­gen Zeit, eilen her­bei. Sie haben nicht viel, tei­len das Wenige aber gern.«

    — Wo steht, daß sie etwas teilten?

    https://www.biblegateway.com/passage/?search=luke%202%3A1-20&version=NGU-DE

  3. RP zitiert Käßmann: "In der Öffentlichkeit sei nicht nur die Polizei dazu da, bei­spiels­wei­se in den Zügen an die Maskenpflicht zu erinnern."

    Auch 'Erinnern' greift noch zu kurz. Gerade zu Weihnachten soll­te noch kon­se­quen­ter über das Gute nach­ge­dacht wer­den. Warum nicht Maskenlose bei der näch­sten Pandemie aus Sicherheitsgründen ohne lan­ges Federlesen aus dem fah­ren­den Zug wer­fen? Oder drin­nen im dafür ange­paß­ten Schaffnerabteil ver­bren­nen? Letzteres hät­te medi­zi­nisch den Vorteil, daß die mei­sten Viren ohne zusätz­li­chen Aufwand direkt mit­ver­nich­tet wür­den. Und theo­lo­gisch bräch­te es die Wiedervereinigung der Protestanten mit den Katholiken voran.

  4. Sie schrei­ben:

    “Bemüht wird in flot­tem Jargon ein Prototyp von Fake News, die schö­ne Geschichte von Maria und Josef:”

    — Das insi­nu­iert, daß die­je­ni­gen, die die schö­ne Geschichte nicht als Fake News betrach­ten, son­dern auf ande­re Weise (man kann an Texte auch aus lite­ra­ri­scher oder viel­leicht sogar theo­lo­gi­scher Perspektive her­an­ge­hen) inter­pre­tie­ren, zu doof sind, die Fake News, die Sie durch­schau­en, eben­falls zu durchschauen.

    Ein großerTeil der­je­ni­gen, die die schö­ne Geschichte nicht als Fake News betrach­ten, sind Nicht-Weiße, in Südamerika, Afrika, Süd- und Südostasien.

    In den letz­ten drei­ßig Jahren habe ich Menschen aus z. B. Indien, Indonesien, den Philippinen ken­nen­ge­lernt, die die schö­ne Geschichte nicht als Fake News betrachten.
    Die mei­sten von ihnen spre­chen neben ihrer Muttersprache noch zwei oder drei ande­re Sprachen („spre­chen“ hier im Sinne von: „spre­chen“, nicht „irgend­wann mal in der Schule dar­in unter­rich­tet wor­den sein“)
    Wie vie­le Sprachen spre­chen Sie?

    Und wenn die schö­ne Geschichte in der Variante von Matthäus oder der von Lukas oder bei­den „Fake News“ ist:
    Wie steht es dann mit Sure 19?
    Ist die auch Ihrer Ansicht nach „Fake News“?

    Auch wenn die Erzählungen aus der Bibel und dem Koran von­ein­an­der abwei­chen, wür­de ich bei­den, wie jeder ande­ren gro­ßen Religion auch, mit Respekt begegnen.

    Also, Herr Doktor Aschmoneit:

    Ist Sure 19 für Sie „Fake News“?

    Und wenn Sie die Frage nicht beant­wor­ten, haben Sie gleich­zei­tig eine ande­re Frage beantwortet.

    1. @Manfred Meyer: Ich habe gar nichts gegen Evangelien und Suren. Wie Fabeln oder Märchen trans­por­tie­ren sie mora­li­sche Haltungen, die ich akzep­tie­ren oder ver­wer­fen kann. Insofern soll­te mei­ne Benennung kei­ne ande­re Betrachtung andeu­ten als etwa die von Schneewittchen oder Frau Holle. Sollte sich jemand von dem Begriff ange­gan­gen füh­len, habe ich wohl etwas falsch gemacht. Dann tut es mir leid.

    2. Die Frage @Manfred Meyer ist doch, in wes­sen Interesse Bibeln und Korane geschrie­ben wur­den. Nämlich im Interesse derer, die uns pre­di­gen, daß Kriege reli­giö­se Ursachen haben, das Armut ein unab­wend­ba­res Schicksal sei und daß sich Menschen ande­ren Menschen unter­wer­fen müssten.
      Also im Interesse derer die jeman­den brau­chen auf den sie mit dem Finger zei­gen kön­nen um davon abzu­len­ken daß sie selbst die Schuld am gan­zen Elend die­ser Welt sind.
      Und im Interesse derer die von die­sem gan­zen Elend profitieren.

      Weg mit die­sem Schmarotzern! Aber sowas von!

      1. @ Erfordia Vicia Faba

        1. Haben Sie die Bibel gelesen?
        2. Haben Sie den Koran gelesen?

        Falls nicht: Dringender wäre sowie­so zuvor ein Werk über deut­sche Zeichensetzung.

  5. Gut.

    Aber noch etwas:

    Selbst nach den Maßstäben der Nachrichtenübermittlung der römi­schen Antike han­del­te es sich nie­mals um eine Art von „News“, die Evangelien ent­stan­den deut­lich später.
    Man soll­te ver­mu­ten, daß ein Historiker so etwas weiß.
    Andererseits: Wenn man im Rahmen sei­nes kom­bi­nier­ten Magister-Studiums auch mit Geschichtsstudenten zu tun hat­te, ver­mu­tet man so etwas auch nicht mehr.

    1. Ja und noch etwas Herr Meyer,

      auch die Antike war eine Klassengesellschaft, also eine Gesellschaft in der Menschen Menschen aus­ge­beu­tet haben. Eine Gesellschaft in der durch Ausbeutung geschaf­fe­ne unschätz­ba­re Reichtümer in pri­va­ten Händen landeten.

      Und wenn wir irgend­was dar­an bewun­derns­wert befin­den soll­ten, dann doch die Tatsache daß sich dar­an bis heu­te nichts geän­dert hat.

      MfG

  6. Stellt Kalle`s tota­le Verfügbarmachung der Gesundheitsdaten durch Warp-speed-Digitalisierung die Erlösung vom mensch­li­chen Leiden dar?: 

    "Interview zu Forschungsvorhaben: "Elektronische Patientenakte kein Heilsbringer"

    Warum Forschung mit den Daten aus der elek­tro­ni­schen Patientenakte unmög­lich ist, erklärt der ehe­ma­li­ge IQWiG-Leiter, Jürgen Windeler. Auch KI ändert nichts." 

    Wie das BMG mit Gesundheitsdaten hei­len kann, erfah­ren Sie hier:

    "Erst kürz­lich sprach auch Susanne Ozegowski, Abteilungsleiterin für Digitalisierung und Innovation im BMG, im Podcast "Mit Daten hei­len" über die Chancen der elek­tro­ni­schen Patientenakte, dem Forschungsdatenzentrum Gesundheit und dem Europäischen Gesundheitsdatenraum. Wie Daten hei­len kön­nen, ging aus der Podcast-Folge jedoch nicht hervor."

    https://​www​.hei​se​.de/​h​i​n​t​e​r​g​r​u​n​d​/​I​n​t​e​r​v​i​e​w​-​z​u​-​F​o​r​s​c​h​u​n​g​s​v​o​r​h​a​b​e​n​-​E​l​e​k​t​r​o​n​i​s​c​h​e​-​P​a​t​i​e​n​t​e​n​a​k​t​e​-​k​e​i​n​-​H​e​i​l​s​b​r​i​n​g​e​r​-​1​0​2​1​9​1​8​3​.​h​tml

    Haben Sie, kundige/​r Leser(in), der elek­tro­ni­schen Patientenakte eigent­lich schon widersprochen?

    1. >> Elektronische Patientenakte kein Heilsbringer?

      Doch das ist sie. Nämlich für die­je­ni­gen die damit Profite machen als Ausdruck ihrer krank­haf­ten Gier.

  7. (Themenname in Anlehnung an Dohmke-Schulz, Reporter im Oestlichen)

    Ueberschrift, Zitat:

    "Corona ist vor­bei. Amen" ; Kommentar: NIX "amen" ; alternativ

    "Corona ist vor­bei, die Impfempfehlung geht weiter?"
    soll­te es hei­ssen mues­sen? [Fragezeichen!] ; der Vollstaendigkeit (voll und staen­dig) halber.

    Drosten-PCR-Peer-Review, Schuesselniveau! (… reimt sich fast, ->fast Gut)

    [KI-free-comm­ents, kif‑c]

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