Doch kein hybrider Sabotagefall: DHL-Absturz in Litauen

Nach dem media­len Getöse und Geraune über den Absturz eines DHL-Flugzeugs vor fast drei Wochen muß man Berichte über die Entwarnung mit der Lupe suchen. Einen habe ich gefunden:

»… Die Daten der bei­den Geräte – jeweils auch als Blackbox bezeich­net – sei­en im Flugschreiber- und Avioniklabor der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) erfolg­reich aus­ge­le­sen wor­den, sag­te ein Sprecher des litaui­schen Justizministeriums der Deutschen Presse-Agentur…

Die vor­läu­fi­ge Analyse der Daten aus bei­den Flugschreibern habe bis­her aber kei­ne Anzeichen oder Hinweise auf unrecht­mä­ßi­ge Eingriffe in den Luftverkehr erge­ben, sag­te der Sprecher… Er ging davon aus, dass ein umfas­sen­der Abschlussbericht vor­aus­sicht­lich erst Ende 2025 fer­tig­ge­stellt sein wird…«
msn​.com (11.12.24)

Erinnern wir uns:

»… Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr, äußer­te die Vermutung, dass der Absturz des DHL-Frachtflugzeugs in Litauen mög­li­cher­wei­se ein „Test“ von Russland gewe­sen sein könn­te, um poten­zi­el­le Schwachstellen zu iden­ti­fi­zie­ren. „Wir haben schon im Sommer die­ses Jahres eine ähn­li­che Situation erlebt und jetzt ist dort etwas pas­siert, was in die­ses Muster mit hin­ein passt“, sag­te Breuer in der ARD-Talkshow „maisch­ber­ger“. Er beton­te, dass bereits im Sommer eine ähn­li­che Situation auf­ge­tre­ten war und dass das aktu­el­le Ereignis in die­ses Muster pas­sen würde…«
msn​.com (27.11.24)

Doppelt spe­ku­liert hält wohl besser.

Der Chef des BND stieß ins glei­che Horn:

»… Ein Verdacht in Richtung Russland sei aber nahe­lie­gend, sag­te Kahl: "Den Verdacht muss­te man sofort haben nach den Hinweisen, die wir vor­her erhal­ten hat­ten." Deutsche Sicherheitsbehörden hät­ten bereits im Sommer vor selbst­ent­zün­den­den Paketen in DHL-Frachtflugzeugen gewarnt, beton­te der BND-Präsident. Sicherheitskreise hiel­ten es für mög­lich, dass es sich dabei um Sabotage durch rus­si­sche Geheimdienste handelt.

"Das ist genau das, was Putin im Sinne hat", sag­te Kahl mit Blick auf den rus­si­schen Präsidenten Wladimir Putin. "Er möch­te unse­re Gesellschaft durch­ein­an­der­brin­gen. Er möch­te Zweifel und Angst säen und möch­te natür­lich auch die Politik dazu brin­gen, dass sie die Unterstützung für die Ukraine zurückfährt."…

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sprach von der Möglichkeit eines Sabotageakts…«
n‑tv.de (27.11.24)

mer​kur​.de (26.11.24)

6 Antworten auf „Doch kein hybrider Sabotagefall: DHL-Absturz in Litauen“

  1. Man muss sich erst mal bewusst machen, von was für kran­ken Hirnen der oben zitier­te Absatz der per Microsoft Shit News (msn​.com) ver­brei­te­ten Propaganda ist.

    Die vor­läu­fi­ge Analyse der Daten aus bei­den Flugschreibern habe bis­her aber kei­ne Anzeichen oder Hinweise auf unrecht­mä­ßi­ge Eingriffe in den Luftverkehr erge­ben, sag­te der Sprecher.

    Zu kei­nem Zeitpunkt hat es wirk­lich der­ar­ti­ge Anzeichen oder Hinweise gege­ben. Trotzdem hat­te die Tschland-Propaganda unmit­tel­bar nach dem Absturz dem pösen Putin und allen Russen Mord unterstellt.

    Hier noch ein Beispiel für die Propaganda von den zwangs­fi­nan­zier­ten Berufslügnern der Tagesschau im Chor mit der deut­schen Außenministerin, Völkerrechtsexpertin und Expertin für 360-Gradwenden – Annalena Baerbock.
    https://web.archive.org/web/20241202141342/https://www.tagesschau.de/ausland/europa/dhl-flugzeug-absturz-litauen-100.html

    Es geht auch anders, wie das Beispiel von Patrick Zwerger bei Flug Revue zeigt. Sein Artikel wur­de am Tag des Ereignisses ver­öf­fent­licht und so archi­viert. Herr Zwerger berich­tet sach­lich ohne Unterstellungen.
    https://web.archive.org/web/20241125125454/https://www.flugrevue.de/zivil/absturz-in-litauen-warum-krachte-der-dhl-flug-aus-leipzig-ins-wohngebiet/

    Nun Frage ich mich, ob die Propaganda von Personen ver­brei­tet wird, die grund­sätz­lich kei­nen Wert im Leben sehen, oder ob sie Russen als Menschen zwei­ter Klasse betrachten.
    Wer oder was treibt die­se Personen dazu?

  2. Ist es etwa
    "genau das, was [hier gewünsch­ten Bösewicht (m/​w/​d) ein­fü­gen] im Sinne hat" ?
    "Unsere Gesellschaft durcheinanderbringen"?
    "Angst säen und (…) natür­lich auch die Politik dazu brin­gen, dass sie die Unterstützung für die Ukraine" hochfährt??

    "Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sprach von der Möglichkeit eines Sabotageakts…":
    Hm. Ist das:
    – ein Indiz?
    – eine VT?
    – eine Selbstbezichtigung (für was auch immer)?
    – eine Projektion?
    oder "bloß":
    – Propaganda (für oder gegen eine "frem­de Macht"?)?
    und:
    kann man die Möglichkeit [hier gewünsch­te, mglw. abschät­zi­ge "Bewertung", selbst­re­dend dies­seits von §188 StGB, einfügen]
    ausschließen?

  3. https://​www​.daser​ste​.de/​i​n​f​o​r​m​a​t​i​o​n​/​p​o​l​i​t​i​k​-​w​e​l​t​g​e​s​c​h​e​h​e​n​/​w​e​l​t​s​p​i​e​g​e​l​/​s​e​n​d​u​n​g​/​F​i​n​n​l​a​n​d​-​A​u​f​r​u​e​s​t​e​n​-​f​u​e​r​-​m​e​h​r​-​S​i​c​h​e​r​h​e​i​t​-​1​0​0​.​h​tml

    "…Einen Angriff Russlands hal­ten vie­le hier gera­de für unwahr­schein­lich. Ein neu­er kal­ter Krieg aber sei längst schon da. Der spielt sich auch tief unten am Grund der Ostsee ab. Dort wim­melt es von sol­chen Gaspipelines und Datenkabeln. Sie sind immer wie­der Ziel von hybri­den Attacken. Wie die Pipeline Balticconnector zwi­schen Finnland und Estland. 2023 reißt ein Schiff ein Leck in die Leitung. In Finnlands Hauptstadt Helsinki sind sie des­we­gen schon lan­ge auf der Hut. Nun sei auch der Rest von Europa auf­ge­wacht, sagt Außenministerin Elina Valtonen: "Und das, fin­de ich, ist ganz wich­tig, dass wir erstens die­ses Verständnis haben end­lich mal gemein­sam, weil das führt dann auch dazu, dass wir auch gemein­sam han­deln kön­nen und müssen."

    Wachsamkeit lie­ge in der fin­ni­schen Mentalität, sagt die Ministerin.Deshalb ver­su­chen sie hier in Helsinki, Lösungen zu fin­den. Im Kompetenzzentrum für hybri­de Bedrohungen. Mit Experten aus ganz Europa. Aber die ste­hen vor einem Riesenproblem: "In unse­ren offe­nen Gesellschaften ist Sabotage schwie­rig zu ver­hin­dern. Wenn es also jemand ver­sucht, ist er in der Regel erfolg­reich", sagt Jukka Savolainen, Leiter des Kompetenzzentrums für die Abwehr hybri­der Bedrohungen.…"

    https://​www​.bun​des​wehr​.de/​d​e​/​o​r​g​a​n​i​s​a​t​i​o​n​/​s​a​n​i​t​a​e​t​s​d​i​e​n​s​t​/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​-​i​m​-​s​a​n​i​t​a​e​t​s​d​i​e​n​s​t​/​p​a​n​d​e​m​i​e​-​u​e​b​u​n​g​-​r​e​s​i​l​i​e​n​t​-​r​e​s​p​o​n​s​e​-​2​0​2​0​-​e​r​f​o​l​g​r​e​i​c​h​-​4​8​3​2​388

    "Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg, dar­über waren sich die über 70 Teilnehmenden der RERE 20 einig. Verantwortliche von inter­na­tio­na­len Streitkräften und Behörden hat­ten im Verlauf des drei­tä­gi­gen Wargames ihre Strategien und Zusammenarbeit im Falle einer Epidemie/Pandemie-Lage simu­liert und ver­schie­de­ne Reaktionen auf den Ausbruch einer hoch­an­stecken­den Viruserkrankung erprobt.

    Über sie­ben Monate hat­ten die Soldatinnen und Soldaten des MMCCMultinational Medical Coordination Centre /​EMCEuropean Medical Command in Koblenz gemein­sam mit dem European Centre of Excellence for Countering Hybrid Threats (Hybrid CoE) in Helsinki und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBKBundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) die Pandemie-Simulation vor­be­rei­tet. Als Koordinator von Seiten des BBKBundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe fun­gier­te dabei Dr. Martin Weber, der auch gleich­zei­tig als Lead Facilitator („Vermittler“) für die Übung im Einsatz war. In die­ser Rolle gab er den Spielern zu Beginn des jewei­li­gen Spielzugs eine Einweisung in das Szenario. In einem Spielzug war dies zum Beispiel der Umgang mit Phänomenen einer zwei­ten Infektionswelle.…

    Zusätzlich hybri­de Bedrohungen

    Im Verlauf der vier Spielzüge zwi­schen dem initia­len Ausbruch der neu­ar­ti­gen Erkrankung und der Verfügbarkeit und Verteilung eines Impfstoffs muss­ten die Teilnehmenden sich nicht nur mit dem Infektionsgeschehen und des­sen Auswirkung auf die Wirtschaft und Stimmungslage ihrer Nation aus­ein­an­der­set­zen. Für zusätz­li­che Spieltiefe sorg­ten ver­schie­de­ne hybri­de Bedrohungen, die die Mitarbeiter des Hybrid CoE über­ra­schend in die Lage einbrachten.

    Während in einer Nation pro­mi­nen­te Persönlichkeiten die Gefährlichkeit des Virus anzwei­fel­ten und so die Bevölkerung ver­un­si­cher­ten, leg­ten in ande­ren Ländern Hackerangriffe wich­ti­ge Kliniken und Forschungseinrichtungen lahm. Doch auch die­se Herausforderungen wur­den von den Teilnehmern in enger Zusammenarbeit zügig über­wun­den. „Das Wargame bot eine groß­ar­ti­ge Gelegenheit, den betei­lig­ten Nationen die Komplexität einer koor­di­nier­ten Reaktion auf die Pandemie vor Augen zu füh­ren“, erklär­te Shiho Rybski, Director für Training & Exercises am Hybrid CoE, zufrieden…"

    Diesen Teil lässt die Coronamaßnahmenkritikszene lei­der unter den Tisch fal­len. Lieber fokus­siert man auf die "Superkriminellen" aus den USA, wor­auf man hier­zu­lan­de natur­ge­mäß wenig bis kei­nen Einfluss hat.

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