Abnehmspritze und danach ein dicker Bauch

Nebenwirkungen bei Spritzen? Unerwünschte? Wie kann das sein? "Abnehmspritzen kön­nen für mehr Schwangerschaften sor­gen", berich­tet dpa am 15.12.24.

»Spritzen zum Abnehmen und zur Behandlung von Typ-2-Diabetes kön­nen zu einer Zunahme von Schwangerschaften füh­ren. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in einer aktu­el­len Stellungnahme hin. Denn durch die Gewichtsreduktion ver­bes­se­re sich die Fruchtbarkeit. Im eng­lisch­spra­chi­gen Raum ist das Phänomen als «Ozempic Babys» bekannt.

Bei den Spritzen han­delt es sich um ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Medikamente. Die Wirkstoffe dar­in sol­len den Appetit zügeln und das Sättigungsgefühl stei­gern. Das Mittel «Ozempic» wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes genutzt, «Wegovy» und «Mounjaro» sind für Menschen mit Adipositas, also Fettleibigkeit zuge­las­sen. Die Wirkstoffe sind soge­nann­te GLP-1-Rezeptoragonisten. Sie bin­den an den GLP-1-Rezeptor und teils noch an wei­te­re Rezeptoren.

Schon etwas weniger Gewicht kann den Eisprung verändern

«Viele stark über­ge­wich­ti­ge Frauen unter­schät­zen die Auswirkungen der Therapie mit GLP‑1 Analoga auf ihren Zyklus: Bereits eine Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent kann den Eisprung nor­ma­li­sie­ren», erklär­te DDG-Mitglied Ute Schäfer-Graf, Oberärztin am Berliner Diabeteszentrum für Schwangere des St. Joseph Krankenhauses.

Für Frauen ohne Kinderwunsch, die die­se Fertigspritzen nut­zen, ist laut DDG des­we­gen eine siche­re Verhütung wich­tig. Allerdings könn­ten die Spritzen auch die Wirkung der Pille beein­träch­ti­gen, etwa durch Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall oder weil der Magen sich lang­sa­mer ent­lee­re. Darauf weist auch die Arzneimittelkommission der deut­schen Ärzteschaft hin…

Während der Schwangerschaft und Stillzeit soll das Präparat nicht ver­wen­det wer­den, schreibt die euro­päi­sche Arzneimittelbehörde EMA. Wer ein Kind bekom­men wol­le, soll­te die Medikamente mit einem Vorlauf von min­de­stens zwei Monaten abset­zen. In Tierstudien gab es Auswirkungen auf die Entwicklung des Embryos…«


Am 28.6.24 war auf zdf​.de unter dem Titel "Schwanger mit Semaglutid: Wie Abnehmspritzen Schwangerschaften för­dern" zu erfah­ren: "Studien an Tieren haben in eini­gen Fällen Hinweise auf embryo­na­le Fehlbildungen gege­ben". "Natürlich" wur­den kei­ne Studien bei Schwangeren durchgeführt:

4 Antworten auf „Abnehmspritze und danach ein dicker Bauch“

  1. Abnehmspritzen? Der Dekadenz sind offen­bar kei­ne Grenzen gesetzt. Wieviel Menschen ver­hun­gern welt­weit? Es sieht so herr­lich aus, wenn Unternäherung im Endstadium ist. So schön die Rippen zu sehen und die Hungerödeme. 

    "Die Wirkstoffe dar­in sol­len den Appetit zügeln und das Sättigungsgefühl steigern."
    Vielleicht erschließt sich ein ganz neu­er Markt für Abnehmspritzen. Statt Lebensmittelspenden, Abnehmspritzen zum Sonderpreis. . Da ver­hun­gert es sich doch gleich viel ange­neh­mer. Das ist ech­te Entwicklungshilfe.

    " … oder weil der Magen sich lang­sa­mer entleere …"
    Dagegen hilft ein kon­ven­tio­nel­les Mittel: Einfach die soge­nann­te west­li­che Politik mit ihrer Demokratieshow auf sich wir­ken las­sen. Allerdings ent­leert sich der Magen in die fal­sche Richtung.

      1. @ Erfordia: Sag' ich ja. Man kann die Abnehmspritzen aber auch hier­für noch pri­ma ver­mark­ten. Mit dem Gefühl eines vol­len Magens stirbt es sich doch gleich viel ange­neh­mer. Das ist ech­te Marktwirtschaft im Sinne der Nutzung von Humanressourcen. Abgesehen davon sind Lebensmittelspenden Alibi. Nachdem die loka­le Agrarwirtschaft mit dem Export bzw. dem spie­gel­bild­li­chen Import sub­ven­tio­nier­ter Überschüsse rui­niert ist. Und die "Spende" wird sicher­lich auch gekauft und bezahlt. Zumindest von den frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen west­li­chen Staaten als Spender.

        Der Magen ent­leert sich auf­grund die­ser Charakteristika eben­falls über­aus schnell. Entgegengesetzt. Vorausgesetzt, es ist Inhalt im Magen, was eben für einen erheb­li­chen teil der Weltbevölkerung nicht der Fall ist.

        1. Danke O'Mikron 😉

          Heute hör­te ich gezwun­gen­der­ma­ßen mal wie­der einen der üblen Sender auf UKW. Was mir auf­ge­fal­len ist:

          Jede noch so doo­fe Meldung beein­flusst Kaufverhalten, Handel und Preisentwicklung. Und natür­lich die indi­vi­du­el­le Meinungsbildung die damit zur Unbildung wird weil sich jede Pressemeldung letzt­end­lich als Diktat entpuppt.

          Mfg und jetzt wie­der Radio ohne Reklame 😉

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